Veröffentlicht am 2013-12-22 In 100 Häuser, Solidarisches Bündnis

AGUIJÉ NDEVE – Dass in dieser Heiligen Nacht Jesus in jedem solidarischen Haus geboren werde …

PARAGUAY/INTERNATIONAL, mda. “Als ich am ersten Adventssonntag unterwegs war an den Orten, an denen ein solidarisches Haus entsteht, da habe ich den guten Gott gebeten, den Weg zu bereiten für das Kommen seines Sohnes, und dass in dieser Heiligen Nacht Jesus in jedem solidarischen Haus geboren werden könne … in jedem Herzen der Menschen, die jetzt darin wohnen und ein Dach über dem Kopf haben, ein schützendes Dach … Sie sind wie Maria aus ihrem Dorf aufgebrochen, auf der Suche nach dem größeren Gut; die meisten, die hier gestrandet sind, sind in die Stadt gekommen, um ihren Kindern etwas Besseres zu bieten  als das, was sie auf dem Land konnten … Wie Maria und Josef  bricht jeder Familienvater auf, um eine Zuflucht für seine Kinder zu suchen … und viele haben hier jetzt Zuflucht gefunden und andere werden sie finden dank des solidarischen Bündnisses, dank der Hochherzigkeit so vieler Herzen, die etwas geben von dem, was sie haben, manche sogar unter wirklichen Verzichten, um einer Familie ein Dach über dem Kopf zu geben“, so erzählt Ani Souberlich, zusammen mit einem Ehepaar aus der Familienbewegung und einigen Laien aus ihrer Pfarrei Initiatoren dieses Projektes, das mehr und mehr Menschen in der Schönstatt-Bewegung bewegt: „100 Häuser für 100 Jahre“.

Das Arbeitsdokument 2014 spricht von Erneuerung des Liebesbündnisses in seiner international-vernetzten, missionarischen Gestaltungskraft und nennt dies „Liebesbündnis 2014“. Gestaltungskraft: Wenn aus einer Idee, einem Wunsch, einem Konzept etwas Reales, etwas Greifbares, eine konkrete Wirklichkeit wird, dann hat das sowohl etwas Faszinierendes wie Unumkehrbares. Eine „stille Lieblingsidee“ wird Urheiligtum, an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit, eben am 18. Oktober 2014. Aus dem Liebesbündnis werden Projekte in zentralen Feldern des gesellschaftlichen Lebens, werden Misiones, werden Millionen von Bildern der Pilgernden Gottesmutter, werden Flüchtlingsheime, Schulen für Behinderte, Kindertagesstätten, Einrichtungen für Straßenkinder, Besuche von Obdachlosen und neue Führungsstile in Politik und Wirtschaft. Faszinierend, unumkehrbar, weil real. Vielleicht ist es darum so bewegend, die Häuser zu sehen, die den Namen eines von 200 Schönstatt-Heiligtümern in aller Welt tragen. Solidarisches Bündnis real, aus Ziegeln und Mörtel. Wirklich solidarisches Bündnis. Und vielleicht hängt an den Wänden der Heiligtümer in München, in Madrid, in Manchester, in Wiesbaden, in Luzern, in Belmonte … eines Tages ein Foto „ihres“ solidarischen Hauses mit dem Wort: AGUIJÉ NDEVE – Danke euch …

Was ist “100 Häuser für 100 Jahre”?

Es ist ein Geschenk an Papst Franziskus. Es ist ein Geschenk zum Jubiläum des Liebesbündnisses. Es ist solidarisches Bündnis im realen Leben, auf den Straßen von Asunción und in bereits über 60 Heiligtümern weltweit.

Angefangen hat alles sehr einfach und schlicht im Mai dieses Jahres: mit der schreienden Not von Familien aus dem Landesinnern von Paraguay, die auf ihrer verzweifelten Suche nach einer besseren Zukunft auf den Straßen der Hauptstadt Asunción gestrandet sind. Eltern und kleine Kinder unter vier Pflöcken und Plastikplanen, irgendwo im Niemandsland, und es ist Winter.

Angefangen hat es mit ein paar Schönstättern und Leuten aus der Pfarrei, die helfen wollten, dass wenigstens ein paar Familien für den Winter ein Dach über dem Kopf hätten. Spenden von Firmen, Spenden von Privatpersonen, viel Eigenarbeit und dann die Feststellung: jetzt fehlen noch 200 Euro für jedes Haus. Wenn wir nur diese 200 € hätten, dann könnte ein ganz einfaches Haus gebaut werden, ein Haus mit trockenem Boden, einem Dach und Wänden, die nicht vom nächsten Sturm davongeweht werden. Und eine der Initiatorinnen kennt jemanden aus dem Team von schoenstatt.org und die Strömung des solidarischen Bündnisses. Sie schreibt eine Mail … und innerhalb von ein paar Wochen sind die geplanten 30 Häuser gebaut. Aber die Geschichte endet nicht hier.

Ein Haus von jedem Heiligtum

Die Idee entsteht in Madrid im Umkreis der Nachricht, dass die Pallottiner Schönstatt zum Jubiläum das Urheiligtum schenken. Wir feiern 2014 hundert Jahre unser Haus in Schönstatt, und es ist wirklich unser Haus … „Der Glaube von Vater Kentenich hat dich bewogen, in Schönstatt ein Haus zu errichten …“ Und rund um dieses Haus sind im Laufe von hundert Jahren 200 Heiligtümer entstanden. Was wäre, wenn wir als internationale Schönstattfamilie der Gottesmutter Maria und unserem Papst Franziskus zum Jubiläum 100 Häuser auf den Straßen von Asunción schenken würden? Hundert Häuser, „Heiligtums-Häuser“, in denen das Heiligtum der Familie gerettet werden könnte … Ein Haus kann für 200 Euro gebaut werden, wir haben 200 Heiligtümer … Und das ist ein Jubiläumsgeschenk, das unser Papst Franziskus mit Freude annehmen würde. Und auf einmal werden die Worte Pater Kentenichs, dass bei jedem Heiligtum ein Haus stehen sollte, ganz neu aktuell. Seit dem 8. September, dem Fest Maria Geburt, haben die ersten Heiligtümer ihr solidarisches Haus, ein Haus der Solidarität 2014. Haben ihr Haus in einem Elendsviertel von Asunción, wo extreme Armut herrscht … Und seitdem wird an fast jedem Wochenende gebaut, ein solidarisches Haus nach dem anderen – mit Spenden von Heiligtümern aus der Schweiz, Österreich, Spanien, Italien, Argentinien, Brasilien, England, Paraguay, Deutschland. Manche spenden auch im Namen von Heiligtümern, mit denen sie eine konkrete Verbindung haben – Swider, Polen; Mutumba, Burundi; Nuevo Belén, Chile …

Andere geben einfach “für das Gesamtprojekt”, “für die solidarischen Häuser”. Gliederungen oder Diözesen tun sich zusammen. Die Schönstattfamilie von Köln etwa beim Goldenen Jubiläum ihres Heiligtums, die Akademikerinnen in Deutschland bei ihrer Jahrestagung, die beiden ersten Kurse des Familienbundes in Spanien, die Familienbewegung der Diözese Würzburg (und die sind so begeistert davon, dass sie bei ihrer Adventstagung Haus Würzburg II sponsern!), die Mütterbewegung von Fulda, die Krankenliga von Sankt Gallen, Schweiz…

Jetzt ist es Strömung …

“Ich schicke Dir neue Fotos von diesem Projekt, das in der Stille gewachsen ist und dank dem Wirken des Heiligen Geistes in Werkzeugen, die ihre Stimme erhoben haben, heute eine starke Gnadenströmung ist, eine Lebensströmung, eine Strömung voller Einsatz, Hoffnung und Freude für alle… Wenn ich nur gebührend danken könnte!“, schreibt Ani Souberlich, die seit dem Beginn dieser solidarischen Verrücktheit kein einziges freies Wochenende mehr hat …

Hundert Weihnachtstüten

Am Montag, 23. Dezember, werden 100 Weihnachtstüten an 100 Familien verteilt; mit Liebe und mit solidarischen Spenden gefüllt. Es wird eine Freude sein für die Familien, die Familien, die so begeistert mitgearbeitet haben beim Bau ihrer Häuser, voller Dankbarkeit für alles …

Papst Franziskus beim Angelus am 22. Dezember



“Ich lese hier groß geschrieben: ‘Die Armen können nicht warten.” Das ist schön. Und das lässt mich daran denken, dass Jesus in einem Stall geboren wurde. Er ist nicht in einem Haus geboren.  Danach musste er fliehen, nach Ägypten gehen, um sein Leben zu retten. Schließlich kehrte er zurück in sein Haus, nach Nazareth. Und ich denke heute, auch wenn ich das lese, an so viele Familien ohne Haus. Sei es, weil sie nie eines hatten, oder weil sie es auch so vielen Gründen verloren haben. Familie und Haus gehören zusammen. Es ist sehr schwer, eine Familie voranzubringen, ohne eine Wohnung zu haben. In diesen Weihnachtstagen lade ich alle ein, die einzelnen Personen, die sozialen Einrichtungen, die Verantwortlichen, alles Mögliche zu tun, damit jede Familie eine Wohnung hat.“

 

Alle früheren Artikel in der Kategorie: „Solidarisches Bündnis“ auch im Archiv

Unser Heiligtum ist dabei


001 04.08.2013 Ulm-Söflingen, Deutschland
002 05.08.2013 München, Deutschland
003 05.08.2013 Tabor-Heiligtum, Schönstatt (Männersäule)
004 08.08.2013 Würzburg, Deutschland
005 09.08.2013 Aulendorf, Deutschland
006 09.08.2013 Madrid, Spanien – Serrano (2)
007 09.08.2013 Madrid,Spanien – Pozuelo
008 12.08.2013 Recife, Brasilien
009 12.08.2013 Florianopolis, Brasilien ∩
012 18.08.2013 Manchester/Kearsley – England
014 18.08.2013 Dietershausen,Deutschland
016 31.08.2013 St. Gallen, Schweiz (3)
017 01.09.2013 URHEILIGTUM
018 12.09.2013 Horw, Schweiz
019 12.09.2013 Luzern,Schweiz
020 12.09.2013 Oberkirch, Deutschland
021 13.09.2013 Familie Patri Unita, Reginaberg, Schönstatt
022 14.09.2013 Isingiro, Tansania
023 15.09.2013 Heiligtum der Familien, Schönstatt
024 15.09.2013 BELMONTE, Rom, Italien
025 01.10.2013 Memhölz, Deutschland (2)
026 01.10.2013 Freiburg-Merzhausen, Deutschland
027 02.10.2013 Mutumba, Burundi (aus der Schweiz)
028 02.10.2013 Swider, Polen (aus der  Schweiz)
029 02.10.2013 Nuevo Belén, Santiago, Chile (aus der Schweiz)
030 18.10.2013 Essen, Deutschland
031 18.10.2013 Wien, Österreich
040 18.10.2013 Puffendorf, Deutschland
041 23.11.2013 Quarten, Schweiz
042 24.11.2013 Fribourg, Schweiz
043 25.11.2013 Köln, Deutschland
044 26.11.2013 Herxheim, Deutschland
045 09.12.2013 Liebfrauenhoehe, Deutschland
046 12.12.2013 Heiligtum der Akademikerinnen
047 15.12.2013 Dietershausen II, Deutschland
048 21.12.2013 Cordoba – Valle Warcalde, Argentinien
049 21.12.2013 Brig, Schweiz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

∩ = zukünftiges Heiligtum

 

 

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