Veröffentlicht am 2013-06-16 In 100 Häuser, Solidarisches Bündnis

Drei oder vier Häuser können gebaut werden… und sie werden gebaut

PARAGUAY, mda.“Herzlichen Dank für alles!! Auch wenn wir nicht die ganze Summe erreichen, erreichen wir etwas und bauen Häuser für die Familien in den allerschlimmsten Bedingungen“, schreibt Ani Souberlich eine Woche nach der Veröffentlichung von „Ein schützendes Dach“. Mit den ersten vier Spenden – aus Argentinien und aus Deutschland – kann begonnen werden: vier von dreißig Familien werden den auch in Paraguay nassen und kalten Winter nicht unter ein paar auf Stangen gespannten Plastiktüten, sondern in einem einfachen, sehr einfachen, aber in einem Haus verbringen. Und das für 200 € pro Haus.

„Das ist eine so gute Initiative, da möchte ich mitarbeiten“, so wenige Stunden nach der Veröffentlichung Rosa Ciola aus Buenos Argentinien. Schneller als sie waren zwei Spender aus Deutschland, die ohne viele Erklärungen noch am gleichen Tag, an dem die Nachricht mit dem Newsletter versandt worden war, über PayPal überwiesen haben. Eine weitere Spende wurde wenige Tage danach angekündigt.  Solidarität, mit Händen zu greifen. Solidarität im Liebesbündnis, über Ländergrenzen hinweg.

Wir gehen an die Peripherie

Da ist eine kleine Gruppe junger Menschen in Paraguay, die sich die Worte von Franziskus zu eigen macht und an die Peripherie geht, dorthin, wo Familien, die in der Hoffnung auf ein wenig mehr Chancen vom Landesinnern in die Stadt gekommen und dort gestrandet sind. Man fühlt sich an Dominque Lapierres „City of Joy“ erinnert, wenn Ani Souberlich von Familien erzählt, die ein paar Stangen in den nassen Boden einer Wiese rammen und bunte Plastiktüten drüberhängen, um ihre kleinen Kinder vor dem Regen zu schützen, kleine Kinder, erkältet, krank, ausgehungert… Wir gehen an die Peripherie, sagt Ani Souberlich. „Und wir erleben, es ist wahr, was Papst Franziskus sagt: An der Peripherie erlebt man den Glauben intensiver.“ Solidarisches Bündnis mit Franziskus auf den Straßen von Asunción – und unter den Lesern von schoenstatt.org.

Natürlich gibt es auch andere Reaktionen. „Wenn die unbedingt kaputte Dächer reparieren wollen, sollen sie es machen und uns damit in Ruhe lassen“, so der Kommentar eines Jugendlichen.

Solidarität pur

Die Gruppe aus Paraguay ist währenddessen dabei, weitere Pläne zu machen: Im kommenden Jahr möchten sie Kurse in Schreiner-, Schmiede-, Näh- und Kochkurse organisieren, damit Jugendliche und Erwachsene dort eine Chance auf Arbeit bekommen. Im Moment laufen Fundrasing-Initiativen unter Firmen in Asunción. „Wenn auch nur eine einzige Firma die Materialkosten übernimmt, können die Kurse gratis angeboten werden“, so Ani Souberlich. Und dann gibt es Hoffnung, nicht nur auf ein Dach über dem Kopf, sondern auf ein Leben mit Würde, mit Arbeit, mit eigenem Verdienst… mit Zukunft.

Es sieht so aus, als entstehe auf den Straßen von Asunción ein Projekt der Bündniskultur, des solidarischen Bündnisses mit den Ärmsten der Armen, motiviert von Papst Franziskus. Noch ist Zeit, dabei zu sein. Noch gibt es auch die Möglichkeit, eine von fünf handgeschriebenen Botschaften von Pater Kentenich zu erhalten – als Dank für eine Solidarität nach seinem Herzen. Denn es geht nicht um kaputte Dächer, es geht um Menschen und es geht darum, den Leib Christi in den Armen zu berühren, wie Franziskus sagt.

Update 21. Juni – 100 Tage Pontifikat von Papst Franziskus: fünf weitere Häuser sind gespendet!

 

 

Kontakt für Barverfügung über Moneygram

Überweisung auf Spendenkonto (SEPA)

A. Souberlich/M. Fischer
IBAN DE08400602650062268615 (Kto: 62268615, BLZ 40060265, DKM Münster)

BIC GENODEM1DKM

Verwendungszweck: Techo Paraguay

1 Responses

  1. Ich glaube fest, dass diese Initiative vom Hl. Geist gewirkt ist und uns wieder einmal darauf aufmerksam macht, das wir aus dem "Nichts ohne Dich – Nichts ohne uns" leben. Schöner könnte man es nicht "verlebendigen".
    Vielen Dank dafür!

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