Madrugadores

Veröffentlicht am 2022-06-12 In Madrugadores

Wir Madrugadores sind Missionare, Kirche nach draußen

COSTA RICA, ein Interview mit Carlos Alfaro •

Während Hugo Garcia und ich an diesem Pfingstmontag, Feiertag in Deutschland, bei einem doppelten Espresso nach einem leckeren Mittagessen im beliebten Restaurant „Bei Pino“ in Höhr-Grenzhausen, über die Mission der Määnner und einer männlicheen Spiritualität sprechen, die sowohl für Schönstatt als auch für die Kirche so wichtig ist, ist es 6:30 Uhr in Costa Rica, normaler Arbeitstag, und Hugo sagt: „Lass uns Carlos Alfaro anrufen, heute hat er sich den ganzen Tag freigenommen, um in eine neue Diözese zu reisen …“ —

Guanacaste

Apega71, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Eine neue Diözese? Die Diözese Liberia-Tilarán, eine der größten in Costa Rica, wurde zwar erst 1961 errichtet und ist daher jung, aber sie ist nicht neu… Neu ist sie für Schönstatt, denn in dieser Diözese im Norden des Landes, in die Carlos Alfaro und sein Begleiter an diesem Pfingstsonntag im Morgengrauen fahren, gibt es Schönstatt nicht. Die Madrugadores, diese Strömung, die vor 15 Jahren in Costa Rica entstand, bietet etwas, was der Kirche fehlt: Männer. Männer, die ihren eigenen Raum finden, in dem sie beten, sich unterhalten und auf männliche Art und Weise Kontakte knüpfen können. Männer, die ihren Kirchengemeinden dienen und überall dort, wo Not ist.

Wir haben auch Octavio Galarce angerufen, den Gründer der Madrugadores in Chile, und da reden wir nun, Schönstätter aus drei Nationen, die für die Mission brennen und mit großer Ergriffenheit bei der Gründung neuer Madrugadores-Gemeinschaften dabei sind …

„Zuerst nehmen wir Kontakt zu den Pfarrern auf“, sagt Carlos Alfaro. „Wenn sie sich öffnen, besuchen wir sie, damit sie die Protagonisten der Gründung sein können… Wir haben vereinbart, in Kontakt zu bleiben, und so kommen die Fotos, die Zeugnisse dieser Besuche bei Pfarrern im Norden Costa Ricas an diesem Tag nach Pfingsten.

Fruchtbare Besuche

Die ersten Fotos, so Carlos, sind von unserem Besuch in Santa Cruz de Guanacaste (Foto oben). Pfarrer Rodolfo Araya sagt uns, dass er sofort eine Gruppe bilden wird. Als Start.

Dann geht es weiter mit dem Besuch in Caimital de Nicoya. Pfr. Juan Carlos Galindo versprach, das Material zu prüfen und äußerte sich sehr positiv über Madrugadores.

Carlos fährt fort: „Wir haben auch Pfr. Marco Morales in Sardinal besucht, der uns sagte, dass wir später mehr über Madrugadores sprechen werden. Kurz gesagt, unsere Mission in der Diözese Liberia-Tilarán, einer der größten in Costa Rica, war sehr erfolgreich. Ein langer Weg liegt vor uns…“

Wie war diese Mission, Carlos?

„Ich habe keinen Zweifel daran, dass unsere gestrige Mission bald viele Früchte tragen wird. Unsere liebe Gottesmutter führt uns immer und schickt uns dorthin, wo unser Vater uns am meisten braucht. Sie lebt in uns.“

Und er fährt fort: „Dieses Jahr feiern wir das 15-jährige Bestehen der Madrugadores in Costa Rica. Das Wachstum war enorm. In den ersten 5 Jahren gab es 3 Gemeinschaften. In den nächsten 5 Jahren wurden 10 Gemeinschaften gegründet. Bis zu unserem 15. Geburtstag erwarten wir 30 Gemeinschaften, das sind 17 mehr in den letzten 5 Jahren…“. Insgesamt 328 Männer in diesen Gemeinschaften ….

Und es entsteht die Männer-Bewegung

Eine der Früchte dieser Mission ist die Gründung der Männerliga in Costa Rica. Die Gliederung selbst wurde, wie alle sieben Gruppen des Landes, von Madrugadores gegründet. Es gibt drei Gruppen in San José, drei in Cartago und Turrialba und eine Gruppe in der Ostzone, insgesamt 45 Männer. Einige Gruppen bereiten sich auf das Liebesbündnis vor.

Derek Monturiol, Koordinator einer Männergruppe in San José, erklärt: „Diese Gruppe besteht aus sechs Unternehmern. Wir befassen uns mit den Themen Schönstatts und der Pädagogik und diskutieren und teilen das Leben, die Schwierigkeiten und das Gelernte. Wir begannen im September 2020. Wir schauen uns das Persönliche Ideal an. Aber wir haben keine bestimmte Reihenfolge. Es ist wie ein „Kreis des Vertrauens“ von Männern, die sich mit der Unterstützung der Pädagogik Pater Kentenichs und der Gottesmutter als Erzieherin unterhalten. So Gott will, werden wir nächstes Jahr im Liebesbündnis sein“.

„Wir Madrugadores sind Missionare, Kirche nach draußen“, sagt Carlos Alfaro. Und nebenbei bemerkt, unterstützen sie die Gründung der Madrugadores in Nicaragua, El Salvador…

Visita a Caimital de Nicoya

Besuch in Caimital de Nicoya

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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