Veröffentlicht am 31. Dezember 2018 In Haus Madre de Tuparenda

Leben verändern – Letzter Abschluss des Jahres 2018 in Casa Madre de Tupãrenda

PARAGUAY, Ana E. Souberlich •

Am 10. Dezember 1939 wurde die Dreimal Wunderbare Mutter von Schönstatt zur Königin gekrönt, in Anerkennung und Dankbarkeit für alles, was sie in den ersten 25 Jahren Schönstatt gewirkt hat (siehe 2. Gründungsurkunde, Nr. 42). Von diesem Moment an blieb der Titel Dreimal Wunderbare Mutter und Königin erhalten. Seitdem wurde die Gottesmutter unzählige Male gekrönt. Pater Kentenich selbst krönte sie in Dachau zur Brotmutter, zu einer Zeit, als der Hunger extrem und bedrohlich wurde. Es gibt keinen Zufall. Darum glaube ich fest daran, dass die Gottesmutter heute, am 10. Dezember 2018, nach 79 Jahren,  sich erneut zur Königin krönen lassen wollte. Aber irgendwo an der Peripherie. Da, wo sie sich im zweiten Jahrhundert Schönstatts bevorzugt niederlassen will. Als Königin, die zerbrochenes Leben heilt und verändert, damit aus den Absolventen der Casa Madre de Tuparenda der neue Mensch, der feste, freie, starke, apostolische Mensch hervorgehen kann, um den es ihr immer ging.  —

CMT

Ana María Acha mitm einem der Absolventen

Wir feierten den letzten Abschluss von fünf Programmteilnehmern. In unserem Haus herrschte eine festliche und fröhliche Atmosphäre. Die Absolventen wurden von ihren Freunden und ihrer Familie begleitet.

Zur Feier begrüßten wir Vizejustizminister Pascual Barrios, die Vorsitzende von Fundaprova, die ehemalige Senatorin Ana Maria Acha, den Vizepräsidenten, Pater Pedro Kühlcke und andere Mitglieder des Vorstands, die Oberin der Schönstätter Marienschwestern in Paraguay, Schwester M. Clarisa Ferrer, sowie einiger besondere Gäste und Wohltäter.

Die Jugendlichen erhielten Zertifikate für den erfolgreichen Abschluss des Programms in jedem Bereich, den sie in der Casa Madre de Tuparenda studiert haben: soziale Kompetenz, Gartenbau, Bäckerei und industrielle Textilkonfektion.

„Die Feierwar wunderschön! Die Jugendlichen werden sich immer mehr dessen bewusst, was sie hier bekommen und schätzen es immer mehr“,  so Ana Maria Acha.

Das bedeutet  41.975 Überfälle weniger

 

Seit der Eröffnung im August 2016 gibt es 23 Absolventen, das heißt, 23 junge Männer, die das neunmonatige Programm plus Praktikum in einem Unternehmen erfolgreich absolviert haben, nicht nur kenntnismäßig, sondern ohne Rückfall in Kriminalität und Drogen, ohne unentschuldigte Fehltage und Verspätungen.  Das scheint zahlenmäßig gering zu sein, aber in Wirklichkeit entsprechen diese 23 jungen Menschen, wenn sie rehabilitiert und wieder in die Gesellschaft integriert werden, 115 Opfer von Übergriffen weniger pro Tag, denn die Jugendlichen geben zu,  dass sie pro Tag mindestens fünfmal stehlen müssten, um zu überleben und ihren Drogenkonsum zu bezahlen. Wenn wir etwas genauer hinsehen, entspricht dies 41.975 Überfällen pro Jahr, die jetzt nicht begangen werden, da die 23 Absolventen einen festen Arbeitsplatz haben oder eine selbständige Tätigkeit aufgenommen haben.

Die weiteren derzeit 20 Teilnehmer des Programms entsprechen 36.500 weniger Überfällen pro Jahr.

Die Casa Madre de Tuparenda ist nicht nur ein Haus der Hoffnung für diese jungen Menschen, die Verbrechen begangen haben, sondern trägt auch dazu bei, die Sicherheit der Bürger zu erhöhen. Wenn wir 41.975 + 36.500 hinzufügen, sind das 78.475 vermiedene Anschläge pro Jahr, dank der Chance, die diese jungen Leute hier gefunden haben.

 

Es sind 23 gerettete Leben

Mit absoluter Sicherheit bleibt uns nur noch zu sagen: „Danke für jeden,Gottesmutter, ich danke dir von ganzem Herzen“, denn jeder Absolvent unternimmt alle Anstrengungen, um das Ziel zu erreichen. Was sie in 17 oder 18 Jahren in ihrem Leben nicht gelernt haben, müssen sie in den neun Monaten, die das Programm dauert, lernen.

Es ist eine große Anstrengung und ein Kampf mit sich selbst, um zu lernen, das Gute in sich zu entdecken, dass sie nicht nur eine Ansammlung von Versagen und Vergehen sind, sondern auch, dass Gott sie geträumt, gedacht und für etwas Großes und Gutes konzipiert hat. Die Vergangenheit muss begraben werden, weil sie für ihren Fehler bereits bezahlt haben, indem sie der Freiheit beraubt wurden, einige für Monate, andere für Jahre…..

Sie sind Teenager, wie alle anderen,  nur dass sie keine Gelegenheit hatten, einen anderen Weg zu gehen, die lernen mussten, von Kindheit an allein zu überleben, viel Leid, viel Erniedrigung, viel Schmerz zu erleiden. Sie haben tiefe Wunden, die in 9 Monaten nicht von selbst heilen können, nur die Gottesmutter und der gute Gott können diese Wunden heilen.

Wir danken Gott, der Gottesmutter und denen, die dieses Programm ermöglichen, in dem Dutzenden von Jugendlichen, die nach der Haft ein besseres Leben suchen, Möglichkeiten geboten werden.

Wir danken allen, die mit ihren Spenden das Wunder von CMT ermöglichen, mit großen Spenden wie vor kurzem eine Spende von mehr als 2000 Euro, Teil des Erbes einer Schönstätterin in Deutschland, die nur durch Schönstatt.org etwas von Haus Madre de Tuparenda wusste, oder den kleinen von ein paar Cent, die einem Glas Milch für einen dieser Jugendlichen entsprechen. Alles fügt sich zusammen, um jedes Leben voranzubringen.

Banverbindung:

Paraguay

Kontoinhaber Fundaprova
Banco: Sudameris Bank SAECA
Cuenta: 102792992
RUC: 80079669-1
IC/SWIFT BSUDPYPXXXX

Europa

Kontoinhaber: Schönstatt-Patres International e. V.
IBAN: DE91 4006 0265 0003 1616 26
BIC/SWIFT: GENODEM1DKM,
Verwendungszweck (bitte unbedingt angeben): P. Pedro Kühlcke, Casa Madre de Tupãrenda

Bei Überweisungen auf dieses Konto in Deutschland Spendenbescheinigungen möglich.

Offizielle Webseite:  www.fundaprovapy.org

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