Veröffentlicht am 13. November 2016 In Haus Madre de Tuparenda

Die Jugendlichen vom Haus „Madre de Tupãrendá“ am 18. Oktober mittendrin

PARAGUAY, Ani Souberlich •

Der 18. Oktober in Tupãrendá ist ein beispielloses Fest und die weltweit größte Wallfahrt zu einem Schönstatt-Heiligtum. Jahr für Jahr sind es weit über 40.000 Menschen, die zum Heiligtum von Tupãrendá pilgern, um die Gottesmutter von Schönstatt zu besuchen, die sie in ihren Häusern besucht, und Jahr für Jahr bringen sie an diesem Tag ihre Bilder der Pilgernden Gottesmutter mit, die sie zu diesem Anlass kunstvoll mit Blumen schmücken.

Jahr für Jahr stellen sich Hunderte von Schönstättern an diesem Tag in den Dienst der Pilger; Jahr für Jahr wechseln die Bischöfe der Region und die beiden Schönstattbischöfe sich bei der Feier einer der vier Gottesdienste mit jeweils Tausenden von Teilnehmern ab; Jahr für Jahr bieten Dutzende von Priestern den ganzen Tag über das Sakrament der Versöhnung an; Jahr für Jahr stehen auf dem gesamten Gelände unzählige Zelte und Stände, wo das Beste aus Schönstatt angeboten wird.

Und dennoch: An diesem 18. Oktober im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit gab es etwas Neues. Etwas nie Dagewesenes. Im Schatten des Schönstatt-Heiligtums standen eine Handvoll Jugendlicher, 15, 16, 17 Jahre alt in leuchtend grünen T-Shirts und mit strahlendem Lächeln an einem Stand und verkauften Salatköpfe und jede Menge und Art von Brot, Brötchen und Chipas. Denn die Gottesmutter von Schönstatt wollte ihr schönstes Fest nicht ohne ihre Lieblingskinder feiern.

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Der Stand von Haus „Madre de Tupãrendá“ am 18. Oktober

Die Nutzer das Hauses „Madre de Tupãrendá“ –so werden die jungen Männer genannt, die nach dem Verbüßen ihrer Haftstrafen im Jugendgefängnis aus eigenem Antrieb in diesem von Schönstättern getragenen Resozialisierungszentrum auf dem Gelände des Schönstattheiligtums einen Beruf lernen und wie man ein würdiges, verantwortungsvolles Leben führt – hatten sich mit großer Freude auf das Fest der Gottesmutter von Schönstatt vorbereitet.

Sie bauten einen Stand auf, an dem es Informationen über dieses Projekt gab und wo sie Backwaren verkauften, deren Herstellung sie gerade gelernt hatten, so wie sie es Sonntag für Sonntag erfolgreich nach den Messen in  Tupãrendá tun. Die Vielfalt der Backwaren war ein voller Erfolg. Wenn wieder eine neue Klappkiste mit dem schön verpackten Brot auf dem Tisch des Standes ausgebreitet war, war alles im Nu auch schon wieder verschwunden. Und geschmeckt hat es auch!

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Dank für so viel Unterstützung

Durch den Einsatz am Stand hatte jeder der jungen Nutzer auch die Möglichkeit, mit den Pilgern zu sprechen und ihnen voller Stolz zu erzählen, dass sie vom Haus „Mutter von Tuparenda“ sind, dass sie dort sind, weil sie ihr Leben ändern möchten und nicht mehr kriminell sein wollen. Für sie war es eine Riesenüberraschung, so vielen Menschen zu begegnen, die sich mit ihnen freuten und sie anspornten, auf diesem Weg weiterzugehen, die Hoffnung nicht zu verlieren, dass sie es tatsächlich schaffen können!

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Für viele die erste reelle Chance im Leben

Mit Freude und Stolz kann ich sagen,  dass wir in den drei Monaten seit der Einweihung von Haus „Madre de Tuparenda“ Tag für Tag kleine Wandlungswunder im Leben jedes Nutzers erleben, ihre riesige Dankbarkeit für diese Chance, die für die meisten von ihnen die erste im Leben ist.

Helfen und begleiten wir diese Jugendlichen weiterhin, die mit aller Kraft Tag für Tag gegen all das kämpfen, was sie vom guten Weg abbringt.

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Das Heiligtum ist längst ihr Zuhause

Sie sind Pilger wie die 40.000 Pilger, die an diesem 18. Oktober gekommen sind. Oft sieht man sie im Heiligtum, wenn Pater Pedro Kühlcke mit ihnen die heilige Messe feiert. „Die schönsten Tage sind die, wenn Pater Pedro uns besucht und den Staub von unseren Seelen fegt und dafür sorgt, dass wir uns leichter fühlen. Die Messen im Heiligtum von Tuparenda bringen Frieden ins Herz und die Gottesmutter pustet über unsere Wunden, damit sie heilen und nicht mehr so weh tun“, heißt es auf der Facebook-Seite der Jugendlichen, und : „Pai Pedro, du bist ein Engel für uns und wegen dir sind wir hier.“

In Spanisch – Interview mit einem der Jugendlichen bei Radio Maria Paraguay:

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Der Blick Jesu geht über die Sünden und die Vorurteile hinaus; er sieht die Person mit den Augen Gottes, der nicht beim vergangenen Übel stehen bleibt, sondern das künftige Gute sieht. Jesus gibt angesichts der Verschlossenheiten nicht auf, sondern öffnet immer, er eröffnet immer neue Räume des Lebens; er hält nicht vor dem Schein ein, sondern schaut auf das Herz“

Papst Franziskus, 30.10.2016

Möchten Sie persönlich zum Schutzengel eines der Jugendlichen werden? Schreiben Sie an  Ani Souberlich [email protected] oder P. Pedro Kühlcke v[email protected]

Möchten Sie mit einer noch so kleinen Spende helfen?

Konto in Paraguay:

Fundaprova

Kontonumnmer: 102792992

Sudameris Bank SAECA, BIC  BSUDPYPXXXX

RUC80079669-1

Konto in Europa:

Schönstatt-Patres International e. V.
IBAN DE91 4006 0265 0003 1616 26
BIC/SWIFT GENODEM1DKM
VWZ: P. Pedro Kühlcke, Haus Madre de Tuparenda

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Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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