CIEES Brasil

Veröffentlicht am 2020-12-04 In CIEES

Erster CIEES-Kongress in Brasilien: Die Herausforderung eines Unternehmertums mit Sinn

BRASILIEN, P. Marcelo Aravena •

Die Herausforderung, mit Sinn unternehmerisch tätig zu sein und Geschäfte zu machen, bei denen nicht nur der Gewinn das Ziel ist, sondern auch die Entwicklung der Person: Dies war das zentrale Thema des ersten gemeinsamen Kongresses von CIEES und HWAW-Kongresses in Brasilien, der am 21. und 22. November im Schönstattzentrum in Atibaia bei São Paulo, stattfand.—

Es war eine gemeinsame Unternehmung der Internationalen Gemeinschaft der Schönstatt-Unternehmer und Führungskräfte (CIEES) in Brasilien und der in den USA beheimateten und in Mexiko, Guayana, Kolumbien, Chile, Brasilien und den Philippinen präsenten Organisation His Way at Work (HWAW), was soviel bedeutet wie „Sein Weg auf der Arbeit“.

Mehr als 60 Personen kamen zusammen, um Ideen und Erfahrungen darüber auszutauschen, wie man zum Aufbau einer neuen Gesellschaft beitragen kann. Einer der Teilnehmer sagte: „Wir sind auf die Werte ausgerichtet, die diese neue Gesellschaft haben muss: erstens Werte wie gut geleistete Arbeit, Hingabe, klare Vision und Mission, mögliche Ziele, die es zu erreichen, zu messen, zu bewerten und zu verbessern gilt, und zweitens den Versuch, Werte wie Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Solidarität, Brüderlichkeit, Respekt und Toleranz zu leben.“

Führungspersönlichkeiten mit den Kriterien des Guten Hirten

Ein weiterer zentraler Aspekt der Vorträge und Diskussionen war das Verständnis, dass wir, um eine neue Gesellschaft aufzubauen, Gott in all seinen Aspekten und Möglichkeiten in den Mittelpunkt des Lebens eines jeden Menschen stellen müssen, und dass wir andererseits den Menschen in den Mittelpunkt allen menschlichen Handelns stellen müssen, da jedes Handeln eine Erweiterung und Vollendung von Gottes Schöpfungswerk in der von ihm geschaffenen Welt ist.

Ein weiterer sehr präsenter Punkt war die Arbeit an einem Lebensstil und einer Kultur der Führung und des Unternehmertums, in der Entscheidungen und Handlungen in Übereinstimmung mit dem Herzen Christi getroffen werden. Aber dazu ist es unerlässlich, Jesus Christus im Herzen und im Verstand eines jeden Unternehmers zu haben. In dieser Angelegenheit hat die Pädagogik und Spiritualität, die Pater Josef Kentenich, der Gründer Schönstatts, vorschlägt, einen vorherrschenden Platz.

Es wurde auch die Möglichkeit des Aufbaus eines Familienunternehmensmodells analysiert, wobei der Schwerpunkt auf der Sorger (und Selbstsorge) in der Geschäftswelt und der konsequenten Förderung des persönlichen und beruflichen Wachstums der Menschen durch die vorgestellten Praktiken lag.

Liebesbündnis

Ein sehr bewegender Moment war, als sieben Teilnehmer im Heiligtum der Gottesmutter von Atibaia das Liebesbündnis mit Maria schlossen, auf das sie von Pater Marcelo Aravena (Schönstatt) vorbereitet wurden, der eine sehr positive Bilanz nicht nur des ersten Nationalkongresses von CIEES und HWAW, sondern auch der gesamten Arbeit mit Geschäftsleuten zog, die sich in den letzten zweieinhalb Jahren entwickelt hat.

Auf der Grundlage dieser erfolgreichen Erfahrung plant die Gruppe bereits eine starke Präsenz auf dem nächsten Internationalen Kongress von CIEES und HWAW, der im November 2021 in Chile stattfinden wird, sowie auf dem für November 2022 geplanten Zweiten Nationalen Kongress von CIEES und HWAW.

Die Organisatoren sind zuversichtlich, dass der nächste Kongress eine weitere Gelegenheit sein wird, die Früchte treuer und harter Arbeit zu ernten. Gute Dinge und gute Projekte brauchen Hingabe und Ausdauer.

Offene Wege

Der Weg ist offen für neue Erfahrungen und Risiken in diesem herausfordernden Bereich. Denn zweifellos braucht die Welt Unternehmer, Geschäftsleute, Führungskräfte mit innovativen Ideen, um diese brüderlichere und gerechtere Gesellschaft aufzubauen, wie es Papst Franziskus ersehnt und in seiner letzten Enzyklika Fratelli Tutti erklärt.

Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass die Teilnehmer nach dem Abschluss des Kongresses inspiriert und begeistert an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt sind, um diese neue Welt weiter aufzubauen.

 

 

Original: Portugiesisch. Übersetzung:  Maria Fischer @schoenstatt.org

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