Maria en el camino

Veröffentlicht am 2022-08-01 In Projekte

Die Familien in unserer Region unterstützen und ihnen reale, nahe und machbare Antworten geben

CHILE, Verónica Morandé Court • 

Unser größtes Anliegen als Fundación María en el Camino (Gemeinnützige Organisation Maria auf dem Weg) war es bis jetzt, bestmöglich auf das zu reagieren, was wir uns vorgenommen haben, als wir diese Initiative gegründet haben: die Familien in unserer Gegend zu unterstützen und ihnen echte, nahe und mögliche Antworten zu geben, insbesondere den am meisten gefährdeten. — 

Als ich Verónica Morandé anregte, etwas zur Initiative der Sektion Migranten und Flüchtlinge beizutragen, um Erfahrungen über bereichernde Begegnungen mit Migranten und Flüchtlingen zu teilen, antwortete sie mir mit den oben zitierten Worten. Als möchte sie sagen, dass das, was sie mit anderen Frauen von „Maria auf dem Weg“ und Mitarbeitern tut, für jeden Schönstätter, für jeden Christen das Normalste der Welt wäre. Ist es auch, aber es ist immer noch eine Geschichte, die man erzählen muss. Und sie erzählt sie.

Kurse und Workshops

Als Gemeinnützige Organisation glauben wir, dass jeder Mensch ein Universum voller Potenzial und Kreativität ist, aber dass dieses Potenzial aufgrund des Kontextes, in dem er aufgewachsen ist, oft nicht einmal ihm selbst bekannt ist. Deshalb ist es eine unserer Hauptaufgaben, ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, die ihnen helfen, ihre Fähigkeiten zu erkennen und sich als göttliche, geschaffene und schaffende Wesen zu begreifen.

Diese Anerkennung der eigenen Fähigkeiten geschieht nicht nur auf individueller Basis, sondern wird durch Beziehungen zu anderen, durch eine Pädagogik des Vertrauens und der Bindung gestärkt. Das schafft eine gesunde Atmosphäre, die das Selbstwertgefühl, das Wachstum und die Entwicklung als Person und als Gemeinschaft fördert.

Der Glaube an die Fähigkeit eines jeden Menschen, ein Werkzeug des Göttlichen zu sein, hat uns als Organisation dazu gebracht, die folgenden Kurse und Workshops durchzuführen:

  • Gesunde Ernährung und Lebensmittelkonservierung
  • Grundlegende und mittlere digitale Kompetenz
  • Gemüsegarten der Familie
  • Selbstwertgefühl
  • Ausbildung von Clowns, um Freude in der Gemeinde zu wecken
  • Nutzung von Mobiltelefonen.

Unser Haus-Heiligtum und die Pfarrei

Unser Haus-Heiligtum hat sich durch die verschiedenen Aktivitäten, die dort stattfinden, in ein Zentrum des menschlichen und spirituellen Lebens verwandelt. Es wurden Netzwerke von Verbindungen geschaffen und es ist zu einem Treffpunkt für viele geworden. Wir setzen uns dafür ein, dass dieses Netzwerk weiter ausgebaut und gestärkt wird.

Seit Jahren ist unser Haus-Heiligtum ein wichtiger Ort für unsere Gemeinde. Dort finden regelmäßig Messen und einige Sakramente, Ausbildungstage, Exerzitien und andere Treffen statt, sowohl in der Karwoche als auch das ganze Jahr über, in einem Raum des Dialogs und der ständigen gegenseitigen Hilfe. Dieses Jahr fand dort die Pfingstvigil statt.

Die feierliche Krönung Marias zur Königin der Kirche war ein einzigartiges, gemeinsam vorbereitetes Ereignis. An diesem Tag brachten die Madrugadores unsere Gottesmutter in einer Prozession zur Pfarrei, um dort gekrönt zu werden und dann voller Freude zu ihrem Haus zurückzukehren, um dort zu feiern.

Das Bild der Pilgernden Gottesmutter hat während des Marienmonats die Häuser vieler Familien besucht und dazu beigetragen, die Liebe zu ihr zu vertiefen und sie dem täglichen Leben aller näher zu bringen.

Seit einigen Monaten arbeiten wir gemeinsam am Thema „Synodalität“, um einen Beitrag zur Lateinamerikanischen Kirchenversammlung zu leisten. In einer Atmosphäre großer Beteiligung und Freude konnten wir aus der Sicht der Laien an wertvollen und wichtigen Themen für das Leben unserer Kirche arbeiten.

Mit diesem Leben ist eine sehr tiefe Verbundenheit mit unserer lieben Gottesmutter entstanden. Es gibt bereits mehr als 50 Personen, die ihr Liebesbündnis mit ihr geschlossen haben. Am 18. eines jeden Monats feiern wir die Bündnismesse, in der wir diese Verpflichtung erneuern und das „Gnadenkapital“, die auf Zetteln notierten Gaben, Gebete und Opfer des Monats verbrennen.

Die Madrugadores von Almendral

Maria en el caminoAm Samstag, den 18. Mai 2019, traf sich eine kleine Gruppe von Madrugadores zum ersten Mal in unserem Haus-Heiligtum mit einigen „Madrugadores-Paten“ aus Rinconada de Los Andes, die bereit waren, sie einzuführen und auf diesem Weg zu begleiten.

Zusammen mit ihren Koordinatoren Daniel Riquelme und Marco Silva treffen sie sich alle zwei Wochen samstags um 7:00 Uhr, um an einer Stunde Liturgie teilzunehmen und anschließend gemeinsam zu frühstücken und Themen der Formation, des Zeitgeschehens und des allgemeinen Interesses zu besprechen.

Am 9. Februar 2021 schlossen diese Männer ihr Liebesbündnis mit Maria in unserem Heiligtum, in Gegenwart unseres Diözesanbischofs Gonzalo Bravo.

Aus diesem tief gelebten Bündnis erwächst auch ein starkes Sendungsbewusstsein, das diejenigen, die es besiegeln, dazu bringt, Werkzeuge in Marias Händen zu werden, an jedem Ort, an dem sie sind. Seit Kurzem treffen sich einige von ihnen auch am Donnerstagnachmittag zu einer Gebetsstunde vor dem Allerheiligsten Sakrament. Dieses Gebet ist offen für alle, die daran teilnehmen möchten.

Maria en el caminoWohnheim für Teenager von Maria Ayuda

Unsere Organisation ist ein Bündnis mit Maria Ayuda eingegangen, um die Mädchen im Teenageralter, ihre Kinder und die Mitarbeiter des Wohnheims San Felipe aufzunehmen und geistlich zu begleiten.

Maria en el camino

Aktion Migrantencamp

Maria en el camino

In den letzten Jahren ist eine große Zahl von Migranten aus verschiedenen lateinamerikanischen Ländern – vor allem Haitianer und Bolivianer – auf der Suche nach einem besseren Leben in unserer Stadt, San Felipe, angekommen.

Sie begannen, ihre Häuser mit dem Wenigen, das sie hatten, zu bauen, so gut sie konnten. So wurde ein „Lager“ geschaffen.

Ein chilenisch-venezolanischer Anwalt, der sich für diese Familien einsetzte, kam zufällig zu uns. Wir fingen an, ihm Essen, Bettzeug, Putzmittel und alles, was wir von Menschen in unserer Nähe sammeln konnten, zu geben. So begann unsere Arbeit in ihrer Mitte.

Der 12. September 2019 war ein „Meilenstein“ für unsere Organisation. Mit einer Gruppe von Freunden nahmen wir ein Bild unserer „Gottesmutter“, die wir in unserem Heiligtum hatten, mit ins Lager. Die damaligen Verantwortlichen hatten sich Gedanken über den Bau eines Bildstocks für sie gemacht. Auf eine einfache, aber sehr bewusste Art und Weise haben wir Maria, unserer Mutter, die Verantwortung übertragen, diese Familien aufzunehmen und zu unterstützen und den Weg für ihren Sohn Jesus zu öffnen.

Seitdem sind wir weiterhin vereint, arbeiten und bilden gemeinsam. So wurde die „Lager-Aktion“ zu einem ständigen Anliegen und einem Bereich der Arbeit unserer Organisation.

Zwischen August und Januar haben wir eine Katastererhebung durchgeführt, um die Situation der im Lager lebenden Familien zu ermitteln. Jeden Samstag kam eine Gruppe von Mitarbeitern der Organisation, Freiwilligen und Mitgliedern des Lagers zusammen, um die Lebensumstände der einzelnen Familien kennenzulernen, die uns großzügig ihre Türen geöffnet haben. Dort erfuhren wir, wie schwierig es heute ist, ein Migrant zu sein. Wir wollen sie unterstützen und unsere Arbeit an den Ergebnissen dieser Diagnose ausrichten.

Um diese Ziele zu erreichen, haben wir wertvolle Kontakte und wichtige Verbindungen zu einigen öffentlichen und privaten Einrichtungen geknüpft, unsere Räumlichkeiten für die Sammlung von Lebensmitteln, Kleidung und Möbeln zur Verfügung gestellt, Treffen und verschiedene Arbeitstische organisiert und so ein gemeinschaftliches Netzwerk geschaffen.

Im Winter wird das Leben im Lager noch schwieriger, weil das Wetter umschlägt und es kaum Arbeitsplätze gibt. Deshalb konnten wir dank einer Gruppe von Freiwilligen und Spendern die bedürftigsten Familien mit Nahrung und Unterkunft unterstützen.

Maria en el camino

Weihnachtsfeier im Migrantenlager

Am Samstag, den 18. Dezember 2021, haben wir gemeinsam einen Nachmittag mit Spielen und Weihnachtsfeiern verbracht. Für die Kinder, die normalerweise zwischen Steinen spielen, waren die Hüpfburgen eine riesige Überraschung. In ihren vor Glück strahlenden Gesichtern konnte man das Leben, die Freude und den Enthusiasmus erkennen, ununterbrochen weiterzuspielen. Es war Weihnachten in einem neuen Bethlehem, zwischen Steinen und Staub, mit viel Armut, aber mit dem Licht der Liebe des Gotteskindes, das in lebendiger Form ins Lager kam, um dort zu bleiben.

Gesundheitseinsatz

Am Samstag, den 25. Juni, waren wir eingeladen, an einer gemeinsamen Aktion mit einem großen Gesundheitsteam teilzunehmen, das aus dem Gesundheitsdienst, der Gemeinde San Felipe und Cesfam San Felipe el Real besteht.

Kulturelle Aktivitäten

Wir konnten auch einige kulturelle Aktivitäten auf unserem Grundstück organisieren und anbieten, die den Nachbarn und den Familien, die wir unterstützen, offenstehen. Darunter: ein erstaunlicher Zauberabend mit dem Magier Ganter, ein fröhliches Treffen zu den Fiestas Patrias, ein wunderschöner musikalischer Abend mit der Teilnahme des hervorragenden Chors „Laudate“ aus Santiago und andere Gruppenaktivitäten zur Begegnung und Erholung, an denen mehrere Migrantenfamilien teilnehmen konnten.

Hinter all diesen Aktionen unserer Stiftung steht ein „besonderes Geheimnis“: Jede unserer Aktivitäten, was wir tun und was wir geben, entsteht und entwickelt sich „unter dem Schutz Marias, unserer geliebten Gottesmutter“. Sie hat sich nicht nur in unserem kleinen Heiligtum niedergelassen, sondern „geht mit uns hinaus“, um ihre Kinder zu treffen, um sie ihre mütterliche Nähe, ihre Unterstützung und ihre Liebe spüren zu lassen und ihnen Freude, Kraft und das Gefühl zu geben, „wertgeschätzt zu werden und als Familie“ zu wachsen.

María en el camino

Kontakt
Kontakt: +569 71506155
E-mail: [email protected]

Bankverbindung

Fundación María en el Camino
BIC/SWIFT: BKSACLRM
IBAN: ES8401820061760080103421

 

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Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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