Veröffentlicht am 2015-09-16 In Projekte

GOTTvertrauen – ein Beitrag aus Schönstatt zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit

DEUTSCHLAND, Maria Fischer •

Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennige? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht. Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.

Mt 10, 29-31

Wenn mittenhinein in die Planungen und Überlegungen zu einem Projekt, bei dem es darum geht, Menschen den barmherzigen Gott zu vermitteln, die Verkündigung eines Heiligen Jahres der Barmherzigkeit fällt, dann kommt auf einmal eine ganz neue Dimension in alles Vorbereiten hinein. „Die Kirche spürt die dringende Notwendigkeit, Gottes Barmherzigkeit zu verkünden“, so Papst Franziskus in Misericordiae Vultus.

„Gott liebt mich persönlich… Wenn wir wirklich davon überzeugt wären, dass der liebe Gott uns als Person persönlich liebte…, Sie würden sehen, wie schnell unser Leben aus den Angeln gehoben würde.“ So Pater Josef Kentenich am 30. Oktober 1966 im Schönstatt-Heiligtum in Köln, als er dort – auch zur Überraschung der Anwesenden, die eigentlich „nur“ das Vatersymbol im Heiligtum anbringen wollten – das Bündnis mit dem Vatergott für die ganze Schönstattfamilie schloss. Das Projekt GOTTvertrauen, das die Botschaft davon aus Anlass des Goldenen Jubiläums vielen Menschen vermitteln möchte, wird nun zu einem Beitrag Schönstatts zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit.

Gott hat etwas mit meinem realen Leben zu tun

logo1Im Sommer 2016 wird es eine mehrtägige Fußwallfahrt mit dem Thema „GOTTvertrauen“ geben – vom Heiligtum in Köln über Brühl, Bonn, Remagen, Bad Breisig, Andernach und Koblenz nach Schönstatt.

„Mit der Frage: ‚Dürfen wir mit Ihnen das Heilige Jahr der Barmherzigkeit feiern?‘, wollen wir auf dem Weg eine Kultur der Begegnung mit vielen Menschen gestalten, denen wir sagen: Wir sind neugierig. Auf neue Erfahrungen mit diesem Gott, die uns reicher machen. Auf Ihre.“

So heißt ES in der Einladung zu einem Treffen, bei dem am kommenden 20. September im Schönstattzentrum Maria Rast bei Euskirchen alle, die sich für „GOTTvertrauen“ bewegen und begeistern lassen, eingeladen sind, einfach mitzumachen.

Die Idee dazu, das Bündnis mit dem barmherzigen Vatergott auf die Straße zu bringen, war schon vor geraumer Zeit bei Familien des Familienbundes entstanden; mittlerweile sind viele andere mit dabei. Von Anfang an war auch klar, dass es nicht einfach ein Pilgerweg zur eigenen geistlichen Erbauung werden sollte, sondern ein Weg der Begegnung und des Zeugnisgebens. Oder, um es mit den Worten von Papst Franziskus an die Schönstatt-Patres zu sagen – ein Weg, auf dem das Charisma des GOTTvertrauens der konkreten Realität ausgesetzt wird und in Reaktion mit ihr sich weiter entfalten kann.

„Ihr wisst, dass ein Charisma nicht ein Museumsstück ist, das unversehrt in einer Vitrine aufbewahrt wird, um betrachtet zu werden und sonst nichts. Treue, das Reinerhalten des Charismas, bedeutet ja keinesfalls, es in einer zugeschraubten Flasche einzusperren, als wäre es destilliertes Wasser, damit es sich nicht an der Außenwelt verschmutzt. Nein, das Charisma bewahrt sich nicht, indem man es hütet; man muss es öffnen und es herausgehen lassen, damit es in Kontakt tritt mit der Wirklichkeit, mit den Menschen, mit ihren Anliegen und Problemen. Und in dieser fruchtbaren Begegnung mit der Realität wächst das Charisma, erneuert sich, und auch die Realität verändert sich, sie verwandelt sich durch die spirituelle Kraft, die dieses Charisma in sich trägt.“

Gott begegnen. Das geht

„Wir sind Menschen mit einer großen Sehnsucht: der Sehnsucht, die Liebe Gottes ganz persönlich zu erleben. Und dieses Erlebnis möchten wir nicht für uns allein behalten“, heißt es in einem Informationsblatt, das Mitwirkende des Projektes in diesen Wochen in den Orten verteilen, an denen die Pilgergruppe mit den Menschen vor Ort das Heilige Jahr der Barmherzigkeit feiern möchte. Die ersten Reaktionen sind überaus positiv.

Die Botschaft – für alle – ist einfach:

Gott begegnen. Das geht.

Gott vertrauen. Das geht.

Gott erleben. Das geht.

Denn Gott hat etwas mit meinem realen Leben zu tun. Ich kann mit ihm in Verbindung sein. Ich kann bei ihm zur Ruhe kommen. Ich kann mit ihm rechnen. Ich kann aufbrechen mit ihm.

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Mehr dazu – Texte aus der Bibel, von Papst Franziskus, von Pater Kentenich, reale Geschichten – gibt es auf www.gott-vertrauen.net

Und einfach mitmachen kann man am 20. September, nachmittags in Maria Rast; mehr dazu unter: [email protected]

Foto oben: © GlobalStock by GettyImages/Lizenz für schoenstatt.org 15.09.2015

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