Veröffentlicht am 2015-08-09 In Projekte

Es war der Geruch von Vergessen-Sein, Verlassenheit, Mangel an Würde, Hoffnungslosigkeit

PARAGUAY, Ismelda Vázquez, aus der „Resplandor del Tabor” [Taborglanz]-Gruppe der Mitglieder der Schönstatt-Familienbewegung von San Lorenzo, und Mitarbeiterin der Gefängnispastoral „Visitación de María” [Maria Heimsuchung] •

An einem Sonntag zelebrierte P. Pedro Kühlcke die Heilige Messe in Tupãrenda. Am Ende der Messe erzählte uns P. Pedro etwas über die Gefängnispastoral im C.E.I. (Centro Educativo de Itauguá, das größte Jugendgefängnis Paraguays in Itauguá] und lud die Gemeinschaft so wie nur er es kann ein, sich zu beteiligen. Ich spürte, dass die Botschaft mir galt, und dass es eine Möglichkeit war mitzuhelfen bei etwas, was ein großes Apostolat sein könnte, etwas, was ich suchte, was für mich aber schwierig zu finden war. Ich rief P. Kühlcke an, und seit Mai 2014 schließe ich mich jeden Samstag P. Pedro und anderen an, die Teil dieser schönen und ermutigenden Unterstützung für die Bedürftigsten sind: „Visitación de María” – Gefängnispastoral Maria Heimsuchung!

Viele haben keine Familie, und ihr Zuhause war immer die Straße …

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Als ich das erste Mal dorthin kam, war es nicht leicht: Angst, Unsicherheit und das Unbekannte machten, dass ich mich sehr unsicher fühlte bei dem, was ich tat. Ich kann den Tag nicht vergessen, an dem ich wünschte, nach Hause zu kommen und nur noch zu duschen, weil ich so anders roch! Dann erkannte ich, es war der Geruch von Vergessen-Sein, Verlassenheit, Mangel an Würde, Hoffnungslosigkeit. Diese Teenager, weit davon entfernt, eine Familie zu haben, waren Objekte für diejenigen, die für sie verantwortlich waren: der Staat, und – Überraschung, Überraschung: Der Staat hat sie auch verlassen. Wenn Sie sie nur sehen könnten…

Dies sind Teenager, die in der Schule sein sollten, unter dem Schutz eines Erwachsenen, vorzugsweise ihrer Eltern. Aber das ist nicht ihre Realität. Viele haben keine Familie, ihr Zuhause ist immer die Straße gewesen, und ohne sehr viele Alternativen haben sie Dinge getan, die sie an diesen Ort gebracht haben. Ich billige die Kriminalität nicht, aber der Mangel an Möglichkeiten hat eine Wirkung auf sie, und wenn sie auf frischer Tat ertappt wurden, werden sie an einen Ort gebracht, der noch würdeloser ist, wo sie alle möglichen Dinge erleben, die Sie sich wahrscheinlich nicht einmal vorstellen können. Hunger und Einsamkeit sind einige der Dinge, die wir mit unserem Beitrag zu lindern versuchen, indem wir ihnen jeden Samstag eine Mahlzeit bringen. Das ist es, wofür wir die ganze Zeit um Hilfe bitten: Wir helfen 160 jungen Leuten, und an jedem Samstag muss das Essen da sein! Natürlich, Gottes Vorsehung hat uns nie im Stich gelassen! Der Satz: Sie ist der große Missionar! Sie wird Wunder wirken! Oder, wenn wir uns sehr herausgefordert erleben: Sie lässt sich an Großzügigkeit nicht übertreffen! Das sind unsere häufigsten Sätze.

Treffen in Tupãrenda

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Samstage sind meine Lieblingstage. Dann erhalte ich mehr Küsse, mehr Umarmungen und mehr Bitten als irgendwann sonst! Sie können nicht damit aufhören, denn Sie wissen, dass die Kinder jeden Samstag Ausschau halten in Richtung Sicherheitszaun, hoffen, uns mit Dingen beladen zu sehen, die ihren Hunger ein wenig lindern können, und sie können sich erleichtert fühlen. Es ist auch eine Zeit für die Evangelisation, mit ihnen über Gottes Gegenwart zu sprechen und über Seine Heiligste Mutter, unsere Mutter …. Das wichtigste ist, dass wir schon die Fruchtbarkeit dieses Apostolates bei vielen Anlässen erkannt haben: an einigen Sonntagen, wenn sie nach Tupãrenda kommen, ist ihr Lächeln unbezahlbar. Und wenn sie Sie sehen, rufen sie: Hier bin ich! Natürlich ist das Lächeln von P. Pedro noch größer, es spiegelt seine Nähe zu diesen jungen Menschen wider, voller Hoffnung, dass ihr Leben sich von jetzt an ändern wird. Dort müssen wir sein und mitarbeiten, um ihnen zu helfen und sie in ihren Bedürfnissen zu unterstützen, damit sie nicht erneut straucheln. Und damit bauen wir eine bessere Gesellschaft auf, die alle einbezieht und in der Gott, der Vater, dauernd anwesend ist.

Wie wäre es, jetzt zu spenden?

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Schönstatt-Patres International e. V.
IBAN DE91 4006 0265 0003 1616 26
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Verwendungszweck: P. Pedro Kühlcke, Gefängnispastoral/Casa Madre de Tuparenda

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Original: Spanisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

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