Veröffentlicht am 10. Mai 2019 In Misiones

Mexiko, Marias Licht und 500 Jugendliche auf Mission

MEXIKO,  Brenda Rocamontes •

Nach monatelanger Vorbereitung kam schließlich der Tag, an dem die Mission begann. Jugendliche aus Querétaro, San Luis Potosí, Guadalajara, Chuihuahua, Monterrey und Iguala folgten dem Ruf der Gottesmutter, die Karwoche in den Missionen „Mexiko –  Marias Licht“ zu leben. Mehr als 500 Jugendliche versammelten sich in der Gemeinde San Miguel Arcángel in Tancanhuitz de Santos, San Luis Potosí und begannen damit den Nationalfeiertag.—

In dieser Begegnung, in der wir uns als Schönstatt-Jugend aus Mexiko erlebten, wurden Workshops und andere Aktivitäten gestaltet, und wir feierten gemeinsam die Eucharistie. Es ist der beste Weg, die Mission zu beginnen, und wenn wir die „Hymne der Missionen“ mit einer Stimme singen, denken wir daran, dass wir alle Teil der großen Schönstattfamilie sind.


Es war eine Herausforderung, eine Gemeinschaft zu erreichen, die seit 10 Jahren nicht mehr von Missionaren besucht wurde. Tancanhuitz steht kurz vor seinem 500. Gründungstag; die Menschen bewahren immer noch ihre einheimischen Traditionen und kommunizieren auf Nahuatl, Tenek und etwas Spanisch. Die Temperaturen erreichten 45 Grad und das hügelige Gelände erforderte eine körperliche Anstrengung, auf die viele von uns nicht vorbereitet waren. Allerdings passiert etwas, wenn man auf Missionen ist. Plötzlich ist das Unbehagen nicht mehr wichtig und alles macht Sinn, wenn man das Lächeln der Kinder sieht, wenn man tausend Geschichten im Blick einer Frau findet; du bekommst Lust, alles zu geben, wenn du die Hand eines Mannes fasst, der jahrelang ohne Ruhe gearbeitet hat, und man vergisst die Müdigkeit, wenn man dem jungen Mann folgt, der angeboten hat, einen auf dem Weg zu führen – so schön, dass er wie von einem Gemälde zu sein scheint – und der mit seinen uralten kaputten Sandalen problemlos zwischen den Bäumen vorrückt.

Das Beeindruckendste war, die Freude und die Herzlichkeit zu erleben, mit der uns die Gemeinschaften empfangen haben. Diese Menschen öffnen nicht nur die Türen ihrer Häuser, sondern auch ihre Herzen und lehren dich unwissentlich mehr, als du dir vorgestellt hast. Das Lernen über ihr ständiges Engagement, ihre Bemühungen und ihren Einsatz für eine bessere Zukunft ihrer Familien war eine große Inspiration für alle.

Feuer der Mission, Zeugnis der Hoffnung

Die Missionen der Karwoche sind etwas ganz Besonderes, denn es geht vor allem darum, den Glauben zu teilen, Zeugnis abzulegen von dem Feuer, das die Gottesmutter in uns entfacht hat, und die Welt an die unendliche Liebe zu erinnern, die Jesus für uns hat. Das Beste daran ist, dass, wenn man ein offenes Herz trägt, um es anderen zu geben, man mit einem Herzen zurückkehrt, das von Geschenken überflutet ist. Dieses Jahr war in Tancanhuitz eine Zeit des Willkommens nicht nur für die Menschen der Gemeinschaften, sondern für alle Missionare. Wir kehren mit der Freude zurück, dass wir unserem Motto: Feuer der Mission, Zeugnis der Hoffnung, Leben eingehaucht haben.

Für einige war es das erste Mal, dass sie auf Missionen waren, andere sagen, es war ihr letzter Einsatz. Die Wahrheit ist, dass es nicht auf die Zahl ankommt, sondern auf die Tatsache, dass wir uns als Werkzeuge der Gottesmutter erkennen und auf ihren Ruf achten. Eine solche Erfahrung gelebt zu haben, bedeutet, nicht zu schweigen, wir können nicht mehr still bleiben. Wir sind im Glauben, in der Liebe und in der Großzügigkeit gereift. Missionen lassen unser Leben verändern, wenn wir uns selbst entdecken, fähig, Herzen zu berühren und Barrieren abzubauen, die wir vorher für die schwierigsten gehalten haben.

Es gibt noch viel zu lernen und zu tun für unser Mexiko. Maria, nichts ohne Dich, nichts ohne uns!

 

 

Fotos:  Ana Cristina Barragán

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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