Veröffentlicht am 2016-04-24 In Misiones

Wieviel liebst du? Wenn wir irgendetwas nicht übertreiben können, dann die Liebe!“

PARAGUAY, Katholische Studenten-Misiones, von Fabiana Galeano Bogado •

Wenn du irgendwann einmal in deinem Leben die Liebe Christi gespürt hast, dann behalte es nicht für dich, du musst es weitergeben!

Es war das erste Mal, dass ich bei den MUC (Katholische Studenten-Misiones nach der Abkürzung in Spanisch) dabei war, und persönlich betrachte ich diese Erfahrung als „Wahnsinn der Liebe.“ Es gibt eigentlich keine Worte oder Zahlen, mit denen man ausdrücken kann, was in dieser Osterwoche geschehen ist; unzählige große und wunderbare Momente, wo man die unendliche Liebe Gottes in jedem Detail, jedem Blick, jeder Umarmung und jeder Person, die einem begegnete, spüren konnte.

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Buena Vista hat mir das Herz gestohlen

Es ist eine Frage des Mutes zum ersten Schritt, den Rest macht der Herr. In den Tagen vor den Misiones war ich sehr nervös, weil ich nicht wusste, wohin ich gehen würde, und als ich dann erfuhr, in welches Dorf es gehen würde, dachte ich: „Da kenne ich nur drei Leute“, aber ich war glücklich. Es geht nicht zuerst zur Begegnung mit anderen Leuten, sondern zur Begegnung mit Gott, fern der Alltagsroutine und dem Lärm der Welt, der oft, wenigstens bei mir, diese Begegnung sehr schwierig macht. Heute kann ich sagen, dass ich eine schöne Familie in Christus gewonnen habe. Buena Vista hat mir das Herz gestohlen durch all die Menschen, die ich in den Häusern, die wir besucht haben, getroffen habe, und im täglichen Austausch mit den anderen Missionaren, viele von ihnen schon mit der Erfahrung von vielen Jahren und anderen, wie ich, die wir diesen WahnSinn der Liebe erstmals mitmachten.

Es ist schwierig, jede der Erfahrungen zu beschreiben, die wir von einem einzigen tiefen Blick bis hin zu langen Gesprächen erlebt haben, aber ich will das Leben von Liz Antonia erzählen, und aus der Tiefe meines Herzens Sie bitten,  wenn Sie diese Zeilen lesen, ein Gebet zu Gott und Maria zu sagen für ihr Leben und das ihrer Familie. Einverstanden?

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Liz Antonia

Es war bereits der letzte Tag, den wir auf Mission waren; wir kamen in ein Haus,  wo zwei Personen arbeiteten. Ña Nilsa und ihr Vater empfingen uns sehr gut,  und wir begannen ein kurzes Gespräch. Ña Nilsa sagte uns, dass nur sie und ihr Vater in diesem Haus leben, ihre Mutter sei wegen einer Krankheit außerhalb des Landes. Sie hat eine kleine Tochter, aber leider leben sie nicht zusammen, weil sie sich nicht um sie kümmern kann, da beide Epilepsie haben. Auf die Frage, wo ihre Tochter Liz Antonia sei, erzählte sie uns, dass sie bei Tante und Onkel lebe; wir blieben noch eine Weile, redeten und dann haben wir miteinander gebetet,  uns verabschiedet und gingen weiter. Wir gingen ein ganzes Stück weiter und sahen dann ein Haus, beschlossen dorthin zu gehen – und es war das Haus der Tante von Liz Antonia! Als wir sie sahen, ging ich auf sie zu, und die Kleine faltete ihre Hände und bat mich um den Segen! Wie kann ein so kleines Mädchen in wenigen Sekunden so viel Liebe schenken? Diese reine, echte Liebe, die von Gott kommt! Dann nahm sie ohne ein Wort zu sprechen und sehr scheu die Pilgernde Gottesmutter in die Hand und schaute sie tief an, und ich war in diesem Moment durch und durch überzeugt, dass Maria vom Himmel aus für immer für dieses Kind sorgen wird. Es war das letzte Haus, das wir besucht haben!

 

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Hab Mut, diesen Wahnsinn der Liebe zu leben!

Das Gebet ist das stärkste Werkzeug, das Gott uns gegeben hat; in Markus 9,23 sagt Jesus uns: „Alles ist möglich  dem, der glaubt.“ Ich bete zu Gott um ihre Heilung, um die Heilung aller Kranken. Sie und ich zusammen können ein noch wirksameres Gebet sprechen!

Ich bin sehr dankbar für die schönen Momente, die Gott und Maria mir gegeben haben; dafür, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, ein wahres Ostern zu erleben, und dafür, dass sie mir so viel Liebe geschenkt und mein Herz erneuert haben. Es ist erstaunlich, wie der Herr wirkt, wenn wir unsere Herzen öffnen, wenn wir ihm blind vertrauen und alles in seine Hände legen.

Hab Mut, diesen Wahnsinn der Liebe zu leben und Tag für Tag missionarisch zu sein!

Wieviel liebst du? Wenn wir in irgendetwas übertreiben können, dann in der Liebe! Werde nicht müde, zu geben!

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Vater, Sohn und Heiliger Geist! Unser Leben für deine Mission!

Video:  MUC 2016

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