Veröffentlicht am 2020-06-15 In Kampagne, Solidarisches Liebesbündnis in Zeiten von Coronavirus

Corona? Die Schönstatt-Bewegung in Rio Tercero setzt ihre Solidaritätsarbeit fort

ARGENTINIEN, Editorial Tribuna •

Auch in Zeiten einer Pandemie hört die Solidaritätsarbeit, die die mehr als hundert Missionare der Apostolischen Schönstatt-Bewegung in Rio Tercero leisten, nicht auf. Die Gruppe, die hauptsächlich aus älteren Frauen besteht, arbeitet derzeit an der Herstellung warmer Kleidung für Erwachsene und Kinder. Darüber hinaus überreichten sie der Stadtverwaltung vor einigen Wochen Mäntel und Mützen für das Gesundheitspersonal. —

„Wir stellen derzeit Steppdecken für Kinderbetten, Babytaschen, Mäntel und Schals für Senioren in Tagespflegeheimen her“, schwärmt Dominga Sandrone, Koordinatorin der Gruppe. „Pochola“, wie jeder sie kennt, ist eine der aktivsten Missionarinnen, auch mit 92 Jahren.

„Es besteht ein großer Bedarf, die Menschen bitten um warme Kleidung nicht nur für Kinder, sondern für alle Altersgruppen. Und wir versuchen, alle Anforderungen zu erfüllen“, sagt sie.

Pochola vertraute darauf, dass die Bewegung Spenden erhalten würde, und: „die Leute sind sehr großzügig“, sagt sie und erinnert daran, dass einige Leute auch Geldspenden leisten, mit denen sie normalerweise Materialien für die Herstellung von Kleidung kaufen und so weiterhin denen helfen, die sie am meisten brauchen.

Soja mit Rezepten, damit Menschen Essen kochen können

Die Aktionen der Bewegung zielen nicht nur auf die Herstellung von Kleidung ab: „Wir verteilen auch Soja, das uns gespendet wird, und Rezepte, damit die Menschen davon profitieren und Essen kochen können“, sagt Pochola.

„Wir freuen uns sehr über die Hilfe, die wir von den Menschen erhalten, und es gibt auch Frauen, die keine Missionarinnen sind, die mitarbeiten, indem sie weben oder Materialien beisteuern, damit wir weiter arbeiten können“, erklärt sie.

Seit 31 Jahren entwickelt die Apostolische Schönstatt-Bewegung ihre Tätigkeit in der Stadt Rio Tercero. Neben der Solidaritätsarbeit kümmern sie sich um die vier Bildstöcke, die der Gottesmutter von Schönstatt gewidmet sind und in den südlichen Stadtvierteln Intendente Ferrero, Castagnino und am Paseo del Milagro aufgestellt wurden. „Wenn diese Isolationssache vorüber ist, werden wir zwei weitere Bildstöcke segnen, einen in Las Gamas, in einem Landhaus für Menschen, die sich von Suchtproblemen erholen, und einen weiteren in Tancacha“, so Pochola, „ich sage immer, dass die Bewegung eine ‚Schule Mariens‘ ist“, sagt in Bezug auf die Anregungen, die den Missionaren monatlich gegeben werden und die ihnen eine Botschaft „fürs konkrete Leben“ geben.

Pochola ist stolz auf die Arbeit der von ihr koordinierten Gruppe: „Wir sind eine der wenigen, die während der Pandemie weitergearbeitet haben, sogar von der Stadt Córdoba aus haben sie uns gebeten, Fotos und Videos unserer Tätigkeit zu schicken, um sie anderen Bewegungen zu zeigen“, sagt sie.

Danke, liebe Pochola, für dieses Werk der Solidarität und dafür, dass man in Rio Tercero  die Schönstätter als diejenigen, die denBedürftigsten Hilfe leisten, kennt.

Quelle: www.tribuna.com.ar Mit der Erlaubnis von Alejandro Tissera, Redaktionsdirektor TRIBUNA

Pochola Sandrone… Kommt Ihnen der Name bekannt vor?

„Aber um 8:20 Uhr hatte sie die glückliche Idee, anzurufen, um die Uhrzeit zu bestätigen. „Gerade eben suchte ich nach ihrer Telefonnummer. Sie baten mich, nicht um 9 Uhr, sondern um 10 oder 10.30 Uhr zu kommen“, antwortete eine Sekretärin, „weil hier eine Sitzung stattfindet und Sitzungen immer länger dauern.“ Pochola antwortete, dass sie um 10 Uhr kommen würden.

Diese Zusage konnte sie nicht erfüllen, und sie und Ricardo retteten ihr Leben, denn um 9.08 Uhr begann die größte Militärfabrik des Landes mit der ersten von fünf Explosionen in die Luft zu fliegen, Explosionen, die einen Teil der Stadt zerstörten – drei Stadtviertel wurden weggefegt – wobei sieben Nachbarn getötet und Hunderte verletzt wurden, alles Zivilisten…“

Aus einem Artikel in der Zeitung La Nación, Buenos Aires, Argentinien, 2015

 

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