Veröffentlicht am 24. Juni 2018 In Kampagne

Hände und Füße der Gottesmutter

PARAGUAY, Adriana Cardozo •

Die Rosenkranz-Kampagne der Pilgernden Gottesmutter hat eine tolle Mitarbeiterin in Ciudad del Este. Es ist Gloria Mercedes Rolón de Ayala, bekannt als „Gloria, die Lehrerin“, begeistert, freundlich und ihrer Sendung treu, und das seit Jahren.—

Sie ist seit 17 Jahren Missionarin in der Rosenkranzkampagne und derzeit auch Koordinatorin der Rosenkranzkampagne der Kinder in ihrer Stadt.

Das Apostolat der Kinder-Kampagne ist sehr wichtig, da die Missionare in die Armenviertel gehen und dort ein Programm entfalten, bei dem die Kinder über unsere Himmelsmutter, zu der sie leicht Zugang finden, ihren Sohn Jesus Christus kennen und lieben lernen. „Der Verlauf ist etwas anders als sonst. Wir arbeiten ein Jahr lang mit den Kindern.  Wo es nötig ist, bereiten wir dabei auf den Empfang der Sakramente vor – viele der Kinder sind nicht getauft oder noch nicht zur Kommunion gegangen. Die kleinen Bilder der Pilgernden Gottesmutter überreichen wir dann immer beim Pfarrfest der jeweiligen Gemeinde, was für alle von besonderer Bedeutung ist“, erklärt sie.

Gloria erklärt weiter: „Die Mission San Miguel, wie wir sie nennen, besteht zur Zeit aus sieben Personen, die sich um drei Pfarreien kümmern: die die Kapelle der Virgen del Carmen  mit Gavina Yriarte und Gloria Rolón, die Kapelle von San Marcos Evangelista mit Edit“ Gamarra und Gloria Rolón und die Kapelle von San Miguel Arcángel mit Cynthia Caceres, Samy María Ayala, Rosa Coronel, Edith Acosta und Gloria Rolón. Dabei werden sie von Pfr. Francisco García, Pfarrer der Pfarrei Heilige Familie von Nazareth, begleitet und unterstützt.“

Der Dienst

Die Lehrerin Gloria sagt, sie empfinde es als Segen, diese Gelegenheit zu haben, selbstlos zu dienen, und dass es ihre größte Freude sei zu sehen, wie die kleinen Missionare durch ihr Beispiel und alles, was sie bei den Treffen lernen, in ihren Familien und Gemeinden evangelisieren. Für sie ist dieser Dienst eine Erfüllung des Gebotes der Gottes- und Nächstenliebe, ganz einfach.

 

Maria passt auf

Dann erzählt sie eine Geschichte, die erst vor wenigen Wochen passiert ist: „Eines abends brachten Cynthia, meine treue Mitarbeiterin, und ich nach einer Krönungsfeier in Heiligtum von Ciudad del Este die kleinen Missionare nach Hause, als ein Mann mit einer starken Alkoholfahne und offensichtlich wenig guten Absichten sich uns in den Weg stellte. Zwischen Schrecken und Angst schob ich Cynthia schnell hinter mich und hielt das kleine Bild der Pilgernden Gottesmutter wie einen Schild vor uns.  Wir zitterten beide, es war ein Ort ohne Straßenbeleuchtung und der Mann kam so auf uns zu, dass wir dachten, er würde uns jetzt Gewalt antun. Als ich meine vor Schreck geschlossenen Augen zaghaft öffnete, sah ich, wie er auf das Bild schaute und in Guarani murmelte: „Ach das ist meine Mutter, jetzt geh ich schlafen.“ Wir spürten geradezu körperlich den Schutz der Gottesmutter.“

Etwas nachdenklich, sagt sie: „Öffne dein Herz für Maria, stell ihr deine Arme und Beine zur Verfügung, den Rest machen sie und der Dreifaltige Gott.“

 

Quelle: Zeitschrift Tuparenda, Paraguay

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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