Veröffentlicht am 10. März 2018 In Kampagne

„Hier in Venezuela habe ich dieses Bild noch nie gesehen – und würde es gerne zu den Leuten bringen!“

VENEZUELA, Xiomara Pilar Mora Roma und Maria Fischer

„Guten Tag! Mein Name ist Xiomara, ich wohne in Valencia, Bundesstaat Carabobo, Venezuela. Ich möchte zu gerne wissen, ob es in dieser meiner Stadt ein Bild der Pilgernden Gottesmutter von Schönstatt gibt, oder ob es eine Möglichkeit besteht, eines zu erhalten?

Ich kenne die Muttergottes von Schönstatt schon seit einigen Jahren. Und zwar durch ein paar Freunde aus Spanien über eine Whatsapp-Gebetsgruppe, und seitdem identifiziere ich mich mit ihr! Vor kurzem hat meine Schwägerin mir ihre Medaille geschenkt, die sie aus Argentinien bekommen hat, aber hier in Venezuela habe ich dieses Bild der Gottesmutter noch nirgends gesehen.

Danke.“

Venezuela, Spanien, Argentinien, WhatsApp, schoenstatt.org, ein junger Venezolaner mit gerade einmal 16 Jahren und sein Zeugnis: all das kommt zusammen, damit sie, die Mutter des Herrn, dahin kommt, wo sie hinwill: nach Valencia, Venezuela. Die unruhige, die eilige Maria, die Pilgernde Gottesmutter von Schönstatt, nutzt geschickt und konsequent alle modernen Kommunikationsmittel, um ihren Sohn zu den Menschen zu bringen.

Wenn sie nach Valencia will, dann kommt sie auch dahin

Alles hat damit angefangen, dass Xiomera Moro am 9. Januar den obigen Kommentar unter den Artikel „Die „rastlose Gottesmutter“ ist schon unterwegs in den Häusern von Barquisimeto“ von Daniel Rodríguez, einem 16 Jahre alten Jugendlichen aus Barquisimeto, Venezuela, setzte, der schon im November 2017 auf schoenstatt.org veröffentlicht worden war.

Und die „vernetzten Schönstätter“, das Netzwerk des Solidarischen Bündnisses, legte mit aller Kraft los: „Es ist doch schön, dass wir über unsere Webseite in Kontakt treten können“, so die Antwort an Xiomara. „Wir haben keine konkreten Informationen darüber, wo überall die Pilgernde Gottesmutter in Venezuela unterwegs ist, das es viele verschiedene Ansätze gab und gibt, aber – wenn Sie ihre Missionarin werden möchten, um sie zu den Menschen zu bringen, die sie brauchen, dann sind wir da, um dabei in jeder Hinsicht zu helfen, so wie wir es mit Daniel, Concepción und Diakon Alberto Badaracco in ihren Städten gemacht haben. Es gibt da eine hochherzige Dame in Argentinien, die sich um den Versand einer Pilgernden Gottesmutter und Vorbereitungsmaterial kümmert und Ihnen in jeder Weise zur Hand geht …“

Am gleichen Tag ging diese Bitte an die großzügige Person in Argentinien namens Mercedes MacDonough, eine Missionarin der Pilgernden Gottesmutter der ersten Stunde, die mitten in den Sommerferien alles vorbereitete, damit eine Peregrina nach Valencia geschickt wurde und am gleichen Tag eine zweite nach Barquisimeto. Am 23. Februar konnte Xiomara mit großer Freude mitteilen: „Dank Gott, Maria und Ihnen allen habe ich meine Peregrina schon in der Hand! Sie ist wunderschön! Ich fühle mich ungemein gesegnet! Jetzt werde ich mich hinsetzen und alles Material lesen, das mitgekommen ist, und alles Notwendige organisieren, damit ihre Mission bei uns beginnt!“

Auf dem Pilgerweg

Am 27. Februar schrieb Xiomara: „Ich möchte Sie wissen lassen, dass es wunderbar ist, die Peregrina bei uns zu haben. Am Sonntag habe ich sie in meine Pfarrei gebracht, wo sie vom Vikar erneut gesegnet und dann ausgesandt wurde. Demnächst zeige ich sie meinem Pfarrer, der im Augenblick auf Reisen ist. Jeder, der das Bild angesehen hat, hat sich direkt darin verliebt! Einige kannten sie sogar schon! Am Montag bringen wir sie in die Schule, die meine Kinder besuchen. Bei mir zu Hause beten wir jeden Abend den Rosenkranz vor diesem Bild.

Ich möchte sie an viele einzelne Orte bringen, bevor ich sie anderen Familien weitergebe, und unter anderem einen Rosenkranz mit Freunden und Angehörigen organisieren, damit sie alle sie kennenlernen und sie ehren.“

Hauch von Internationalität, von Anfangsgnaden, von Pionieren der Kampagne, von jenen Jahren, als die ersten Bilder der Pilgernden Gottesmutter in die Länder Lateinamerikas und dann in die ganze Welt gesandt wurden. Es kommt in den Sinn, was Joao Pozzobon genau an einem 27. Februar geschrieben hat, im Jahr 1983, als er von der geplanten ersten Wallfahrt von Argentiniern nach Santa Maria erfahren hatte, von jener Wallfahrt, bei der die ersten 25 internationalen Peregrinas geholt werden sollten:

Willkommen, Pater Esteban, Señora Ana (Echevarría) und alle Pilger, die uns die Nachricht, dieses Geschenk der göttlichen Inspiration gebracht haben, sich mit der Ursprungsquelle der engagierten Rosenkranz-Kampagne verbinden zu wollen und in voller Bereitschaft zur Ehre Gottes einen Schatz entgegennehmen möchten, die Mutter des Herrn – in den 25 Pilgerbildern der Familien -, und die dazu den Segen hier im Tabor-Heiligtum erhalten und dann, im Sinne der Inspiration, diese zu jedem Heiligtum, von Heiligtum zu Heiligtum schicken möchten, so wie der Heilige Geist es ihnen offensichtlich eingegeben hat.

Das ist ein Triumph der Krone für die Hundertjahrfeier Pater Kentenichs – diese Bilder der Pilgernden Gottesmutter und die Pilger aus Buenos Aires. In der Krone der Ur-Peregrina wurde darum ein Zeichen eingefügt, das uns in einer goldenen Perle verbinden soll; diese Wallfahrt ist Gold wert wegen der Tausenden von Seelen, die zu Gott geführt werden in der Stärke des Heiligen Geistes. Wo Maria ist, da fühlt man den großen Einfluss des göttlichen Heiligen Geistes … „

In diesem Zusammenhang war damals auch ein Bild der Pilgernden Gottesmutter nach Venezuela gekommen. Die Spuren jener ersten Peregrina haben sich verloren – doch die Pilgernde Gottesmutter hat Venezuela nicht verloren.

Eine tolle Zeit in der Schule

Am Montag, dem 5. März, kam die Pilgernde Gottesmutter in die Schule, auf die die Kinder von Xiomara gehen. Sie erhielt einen wahrhaft königlichen Empfang:
„Es gab eine kurze Zusammenfassung zu Pater Kentenich, zur Gründung Schönstatts und der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter, und zu João Pozzobon. Die Kinder haben ein Ave Maria gebetet und für die Gottesmutter ein Lied gesungen. Es war alles richtig schön.

Die Rektorin bat mich, die Pilgernde Gottesmutter nächste Woche noch einmal zu bringen und dann sollte ich ein paar Worte sagen, um die Botschaft zu vertiefen und dann gemeinsam ein Gesätz des Rosenkranzes zu beten und zu singen.“

Als Xiomara das Bild der Pilgernden Gottesmutter in der Schule abholte, erfuhr sie, „dass die Kinder und auch viele andere sehr viel vor diesem Bild gebetet haben. Sie haben für eine Lehrerin gebetet, die sehr krank ist und schon seit einiger Zeit wegen eines Pleuraltumors bettlägerig ist.“

Die Pilgernde Gottesmutter ist in Valencia angekommen.  Was jetzt kommt, liegt in ihrer Hand.

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

 

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