Veröffentlicht am 14. Juli 2016 In Kampagne

Buntstifte – Marias Werkzeuge

ITALIEN, Salvatore Rallo, Claudia Geraci, Antonella Raimondi •

Endlich auch in Vicari, einer kleinen Stadt im Hinterland von Palermo!  Am Freitag, dem 10. Juni 2016, haben dreizehn Missionarinnen das Liebesbündnis mit der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt geschlossen.

Die Vorbereitung dauerte ein Jahr, aber dank der dauernden und engagierten Teilnahme der Missionarinnen, unserer Beharrlichkeit – die manchmal vielleicht übertrieben schien – haben wir gemeinsam diesen Meilenstein erreicht.

Das Beharren hat einen positiven Effekt, wenn es einen Anreiz bietet und erlaubt, dass sich Talente und Kräfte entfalten. Der Weg, den wir gegangen sind, hatte diese Eigenschaften, die uns zum eigentlichen großen Ziel führen: zu unserer Erlösung in Jesus Christus durch unsere liebe und gute Mutter, die uns immer beisteht und uns unterstützt.

Das ist ein Wachstum, das Schönstatt von uns als Verantwortlichen verlangt, und das ist das Wachstum, das wir bei den Missionaren und auch all den Familien der Schönstätter Kampagne der Pilgernden Gottesmutter  anregen müssen

Das Leben ändert sich mit Maria

Die Pfarrgemeinde von Vicari hat am 10. Juni 2016 in der Kathedrale St. Georg, der Märtyrer, einen Augenblick der Gnade und tiefer  Spiritualität erlebt, dank des Liebesbündnisses mit Maria, in Anwesenheit von Sr. Ivone Zenovellound den Verantwortlichen Salvatore Rallo und Maria Antonina Rubino.

Maria, die Dreimal Wunderbare Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt, hat Maria Grazia La Rocca, Patrizia Di Sparti, Mary Arnone Scimeca, Alfonsa Lo Cacciato, Enza Busci, Claudia Geraci, Vita Benvenuto, Maria Giovanna Lo Monaco, Antonella Raimondi, Maria Trapani, Mary Rubino, Chiara Lazzara, die zwölf Missionarinnen aus Vicari, auf auf einem Weg von einem Jahr Dauer geführt. Dieser bestand aus Treffen, Gesprächsrunden und ständiger geistlicher Bereicherung und hat sie dazu gebracht,  mit ihrem ganzen Sein, trotz ihrer Schwäche,  Maria ganz gehören zu wollen; ihnen schlosss sich Maria Antonia Rubino an, die ihr „Hier bin ich“ vor Maria erneuern wollte.

Jede hat der Gottesmutter ihr Herz übereignet, das keinen Augenblick aufgehört hat kräftig pochen, denn es waren sehr ergreifende Augenblicke. Sie übereigneten das Elend und die Kostbarkeit ihres Lebens.  Ihr ganzes Wesen haben sie ihr gegeben, denn Maria ist der sicherste Schutz vor allen Widerwärtigkeiten, die Himmlische Mutter, die sie als Werkzeuge hat, das Werk der Evangelisierung ihres Sohnes Jesus fortzusetzen.

Ihr ganzes Wesen haben sie IHR gegeben, denn Maria ist der sicherste Schutz vor allen Widerwärtigkeiten, die Himmlische Mutter, die sie erwählt hat, als Werkzeuge das Werk der Evangelisierung ihres Sohnes Jesus fortzusetzen.

Grenzen, Sorgen, Familien, alles wurde ihr anvertraut, ihr, die alles weiß, alles kann, Hoffnung, Zuflucht, Trost der Betrübten.

Während dieses einjährigen Weges hin zum Liebesbündnis mit Maria, der in einem langen Besinnungstag vor diesem wichtigen Ereignis gipfelte, gab es durchaus Momente, in denen ein Gefühl von Schwäche vorherrschte, bei dem die Missionarinnen sich zu klein fühlten, um einen Pakt mit der Dreimal Wunderbaren Mutter zu schließen, mit derjenigen, die trotz vieler Schwierigkeiten des Lebens zu Gott Vater, seinem einzigen Sohn Jesus und dem Heiligen Geist, dem Tröster, immer fest zu sagen wusste: „Hier bin ich“.

Doch auchdank der Liebenswürdigkeit, des starken Glaubenszeugnisses und dem Charisma von Schwester Ivone, erkannten sie, dass nicht sie diejenigen waren, die sich diesen Schritt ausgewählt haben, sondern dass es Unsere Liebe Frau ist, die sie als ihre Werkzeuge gerufen hat. Aus diesem Grund haben sie ihr „Hier bin ich“ aus vollem Herzen ausgesprochen, im Bewusstsein, dass sie Freunde und Helfer Mariens geworden sind, die sie senden und gebrauchen will, um die Familien durch die Schönstätter Kampagne der Pilgernden  Gottesmutter zu evangelisieren, zu der sie alle gehören.

Ein Zeugnis

Antonella Raimondi aus Vicari gibt ein Zeugnis von ihrem Liebesbündnis:

Meine Bekanntschaft mit Maria war langsam und leise.

Ich habe der Kirche immer nahegestanden, meine Eltern haben mich als Kind nach christlichen Grundsätzen und Werten erzogen. Ich bin die älteste von drei Schwestern und habe früh großes Leid erlebt;  das kleinste Geschwisterchen starb an im Alter von gerade mal sechs Jahren an einer seltenen Krankheit. Ich habe sehr unter diesem Verlust gelitten und auch daran, meine Eltern leiden zu sehen. Ich danke Gott, dass er uns unseren kleinen Engel geschenkt hat, denn sie hat bedingungslose Liebe in unser Leben gebracht.

Heute bin ich eine verheiratete Frau und Mutter von zwei wunderbaren Kindern: Mateo und Marco.

Nach der Geburt von Marco bin ich in ein Loch gefallen, aus dem ich, wie es schien, nicht herauskommen konnte. Ich war erschrocken, ängstlich, das Baby zitterte leicht, normal für ein neugeborenes Baby, sagten die Ärzte, der Doktor, aber für mich  sah es nach Krankheitssymptomen aus. Ich wollte das Leid nicht wieder erleben, dass ich schon einmal erfahren hatte …

In demselben Jahr 2007 kam Unsere Liebe Frau von Fatima während der ersten Maitage nach Vicari, eine der fünf Nachbildungen, die um die Welt reisen. Bei der Gelegenheit ging ich zusammen mit meinen Kindern zur Prozession, um Unsere Liebe Frau zu begrüßen. Als ich vor sie hintrat, völlig ohne Kraft, über gab ich alles  in ihre Hände, vertraute ihr all meine Angst an. Von dem Augenblick an änderte sich alles;  in mein Leben und das meiner Familie kehrte Ruhe und Gelassenheit ein.

Bei der Gelegenheit begann meine persönliche Beziehung zu Maria, die in der Stille gereift ist.

Heute bin ich hier in der Kirche und möchte mich im Liebesbündnis an unsere Dreimal Wunderbare Mutter von Schönstatt binden.

Ich sitze in Stille und gehe im Kopf unsere Liebesgeschichte durch, und erst jetzt erkenne ich, dass Maria mich schon vor vielen Jahren erwählt und geduldig auf mein „Ja“ gewartet hat.

Wie jede der Missionarionnen hatte ich vor der Eucharistiefeier und dem Liebesbündnis ein Treffen mit unserem Priester … und da war sie auch dabei.

In meinem Bündnis mit Maria habe ich meinen bedingungslosen Dienst … Opfer machen mir keine Angst, tatsächlich lassen sie mich spüren, dass ich gebraucht werde. Aber  ich war nicht darauf gefasst, dass Maria mich so schnell bitten würde – und zwar durch Pfarrer Emmanuel, der mich frage, ob ich Kommunionhelferin werden möchte.

Die Wechselfälle meines Lebens haben mich  geprägt und es fällt mir sehr schwer, bei leidenden Menschen sein. Mir ging es gar nicht gut mit dieser Bitte, Angst überkam mich und hätte schon allein deswegen am liebsten sofort Nein gesagt. Ich sollte jeden Sonntag die heilige Kommunion zu den Alten und Kranken bringen, eine wichtige Aufgabe, für die ich mich absolut nicht geeignet fühlte. Doch schließlich begriff ich, dass Gott uns um nichts bitten wird, was wir nicht schaffen können. Ich sagte Ja, zu Maria und letztlich zu Jesus.

In jedem einzelnen Augenblick meiner Tage bitte ich immer um seine Hilfe und seine Unterstützung.

Ich bin gern ein Buntstift, wie Mutter Teresa gesagt hat, durch den Gott etwas Farbe und Glück in das Leben der Menschen bringt, die mir auf meinem Weg begegnen.

 

Original: Italienisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland/mf

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