Veröffentlicht am 2016-04-05 In Kampagne

Jeder Schönstätter ein Missionar

PARAGUAY, Encarnación, von Julia und Rodolfo Widmann •

Die Schönstattfamilie von Encarnación und die Kampagne der Pilgernden Gottesmutter von Schönstatt haben seit Dezember 2014 ein besonderes Privileg: Ihr Diözesanbischof ist ein Schönstattpater, Bischof Francisco Pistilli, der die Kampagne kennt und liebt und auf ihre Unterstützung in seiner Diözese zählt. Anfang des Jahres 2015 fand im Bischofshaus ein Treffen mit Bischof Pistilli, der scheidenden Koordinatorin Chiquita Martín und den neuen Koordinatoren Julia und Rodolfo Widmann statt.

Herausgehen als Missionare – das ist für alle

Im August 2015 wurden in einer Aussendungsfeier in der Kathedrale siebenundzwanzig Bilder der Pilgernden Gottesmutter ausgesandt. Sechs von ihnen sind für Gruppen der Familienbewegung, für die „Pastoral der Hoffnung“ (Wiederverheiratete Geschiedene) und für die Mannes- und Mädchenjugend bestimmt. Das Ziel dieser Initiative ist, dass jede Familiengruppe aus dem Süden Paraguays auch eine Gruppe von Missionaren wird, die das Bild der Gottesmutter mitnehmen, ihm einen Ehrenplatz in ihrer Wohnung, in ihren Gruppen, geben und sie auch in ihren Pfarreien und Gemeinden tragen.

Die nächste Aussendung von Bildern der Pilgernden Gottesmutter fand am 18. September in der Kathedrale statt. Acht Bilder wurden ausgesandt, vier waren für die Mütterbewegung, zwei für Familien-Gruppen und eine für die Männer des „Männer-Rosenkranzes“.

Heraus in die Pfarreien!

Doch nicht nur das. Es gab Vorträge für künftige Missionare in einer Pfarrgemeinde im Distrikt San Juan del Paraná, in der San Nicolás-Kapelle im gleichen Distrikt, im Haus einer Missionarin aus dem Stadtviertel San Juan im Distrikt Cambyretá und in der Heilig-Geist-Pfarrei von Hohenau.

Als Frucht dieser Vorträge konnten 12 Bilder der Pilgernden Gottesmutter an neue Missionare überreicht werden: in der Pfarrei Espíritu Santo in Hohenau, in der Kapelle der Gnadenmutter von Itapé im Stadtteil San Juan von Cambyretá und in der Kapelle San Nicolás von San Juan del Paraná. Unter diesen Bildern der Pilgernden Gottesmutter waren zwei, die „verloren und wiedergefunden“ wurden und jetzt einer neuen Missionarin und einer Familiengruppe aus Colonias Unidas überreicht wurden.

In der Pfarrgemeinde San Juan del Paraná wurde ein Ehepaar ausgesandt, das mit einem Bild der Pilgernden Gottesmutter auf Mission geht, das es in Yatytay „geerbt“ hat. Als die Geschichte bekannt wurde, bekamen sie die entsprechende Schulung und wurden in Gegenwart der Pfarrgemeinde ausgesandt.

Im Jahr 2015 wurden insgesamt mehr als fünfzig Bilder der Pilgernden Gottesmutter in der Diözese ausgesandt.

Die Beteiligung der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter von Schönstatt am Stand der Charismen der Bewegung war sehr wichtig, denn die Kampagne ist in der Regel der Erstkontakt einer Gemeinde mit Schönstatt.

Wallfahrt nach Tupãrenda

Wie in jedem Jahr wurde eine Wallfahrt zum Heiligtum in Tupãrenda gemacht, um die Mutter und Königin zu besuchen und ihr für alles zu danken, was sie geschenkt hat, ihr die Beiträge zum Gnadenkapital zu geben, sie um alles zu bitten, was den einzelnen am Herzen liegt und einfach einen Tag bei ihr zu sein.

Die Gruppe kam sehr früh an und wurde herzlich begrüßt. Nach einem wundervollen Tag kehrten sie am Abend nach Encarnación zurück.

Am 18. September krönte Pfr. Gilberto Penayo nach der Bündnismesse in der Kathedrale die Gottesmutter zur Königin der Hoffnung und der Familien; eine große Gruppe von Missionaren und Mitglieder der Schönstattfamilie nahmen teil.

Ein gefüllter Kalender für die Auxiliar

Das Apostolat mit der Auxiliar, die im September 2014 in die Diözese kam, begann seit Januar 2015 monatlich mit jeweils einem anderen Apostel.

Jeder der Apostel, der per Los für einen Monat im Jahr 2015 bestimmt wurde, nahm sie für einen Monat auf, um mit Hilfe aller Missionare mit ihr auf Mission zu gehen.

Auf diese Weise besuchte die Auxiliar öffentliche Einrichtungen, private und öffentliche Schulen, Häuser, Pflegeheime, Krankenhäuser, Kliniken, Polizeistationen, Klöster und die Häuser und Wohnungen von Familien, die die Pilgernde Gottesmutter aufnehmen.

Während dieser Monate ist die Auxiliar auch in andere Städte der Diözese gekommen: Fram, Hohenau, Obligado, Capitán Miranda, außerdem in Bereiche der Stadtteile von Encarnación wie San Juan del Paraná und Cambyretá.

Die Missionare von Encarnación möchten mit diesem Video, das für die Tagung zum Beginn der Jahresarbeit 2016 zusammengestellt wurde, ihre Freude an der Mission weitergeben.

Die Arbeit einer Mutter hört nie auf

Für das Jahr 2016 wurde ein neuer „Apostel-Kalender“ erstellt. Neue Apostel kamen hinzu, und so begann dieses Jahr mit viel Liebe. Die Auxiliar besuchte Heime, Gesundheitszentren, und kam bis Paso Güembé, einer Gemeinde im Distrikt Trinidad im Departamento Itapúa. Sie kam in die Häuser von Familien und eine Gemeindekapelle, wo sie das Herz von so vielen Menschen in Besitz nahm, dass schon nach mehr Bildern der Pilgernden Gottesmutter zum Missionieren gefragt wurde.

Im Februar übernahmen Mitglieder der Familiengruppe Corazones Solidarios de Maria (Marias solidarische Herzen) die Mission. So wurde der Weg von João Pozzobon fortgesetzt, die Mutter Jesu in die Familien zu tragen, in die Jugendstrafanstalt, in Schulen und andere öffentlichen Einrichtungen, wie auch in die Kinderabteilung des regionalen Krankenhauses und ins CENADE (Centro De Ayuda Al Discapacitado De Encarnación [Zentrum für Behinderte, Encarnación]. Die Gottesmutter ist zweimal dorthin gegangen, und auch zweimal in die Jugendstrafanstalt.

Wallfahrt der Auxiliar 2016

Mit den folgenden Fotos möchten wir die Geschichte dieser Besuche schildern, die in jedem Herzen das Siegel der Liebe und des Schutzes unserer Mutter hinterlassen haben.

Original: Spanisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

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