Veröffentlicht am 2015-08-30 In Kampagne

Zwei Peregrinas „der Peripherie“ auf dem Weg nach Venezuela

VENEZUELA/ARGENTINIEN, María Fischer •

Am 21. August, dem Todestag von Pater Franz Reinisch und Vorabend des Festes Maria Königin, gingen zwei Bilder der Pilgernden Gottesmutter von Buenos Aires aus auf Reise nach Puerto de la Cruz in Venezuela, mit Spannung erwartet von Diakon Alberto Badaracco. Mit im Gepäck Bildchen, Novenen, Bücher aus der Kampagne und das Buch „Kultur der Begegnung ist Bündniskultur, die Solidarität schafft“, die Botschaft von Papst Franziskus an die Schönstatt-Bewegung bei der Audienz beim Jubiläum von 100 Jahren Liebesbündnis.

Angefangen hat alles mit dem Zeugnis von Rektor Egon M. Zillekens aus dem Priesterbund über seine Reise nach Ecuador in Begleitung der Pilgernden Gottesmutter „vom Urheiligtum“, jener Peregrina, die jahrelang schoenstatt.org gehört hatte und im Urheiligtum seit etwa 2009 die Bitten und Gaben, die aus aller Welt über den „direkten Draht zum Urheiligtum“ von schoenstatt.org kamen, sicherte – und die im Advent 2014 plötzlich beschlossen hatte, eine neue Sendung zu übernehmen. Und wie!

Eines Tages erschien ein Kommentar zu diesem Artikel, verfasst von Alberto Badaracco, Ständiger Diakon in Puerto la Cruz im Staat Anzoátegui in Venezuela. “Was für eine schöne Mission, bei der Hand der Gottesmutter genommen zu werden! Ich wünsche mir sehr, dass die Gottesmutter von Schönstatt auch hier in meinem Land die Bewegung aufbaut; Sie könnten dafür mit mir, meiner Familie und dem Radiosender, den wir aufgebaut haben, rechnen. Gott segne Sie und es wäre schön, wenn Sie mir antworten würden. Gott segne Sie und die Gottesmutter unterstütze sie.“

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Bis an die Grenzen dieser Welt

Venezuela … ein Land, das unter Gewalt und Unterdrückung leidet… ein Land, wohin Pater Esteban Uriburu vor vielen Jahren die erste Peregrina geschickt hat… Land, wo es einzelne Missionare der Pilgernden Gottesmutter und einige weitere Schönstätter, aber keine organisierte oder vernetzte Bewegung gibt; Land, wohin ein Bild der Pilgernden Gottesmutter, das P. Esteban Uriburu gehört hatte und jetzt schoenstatt.org anvertraut ist, vor über 10 Jahren mit einer Voluntärin aus Venezuela, die damals in Deutschland lebte, gepilgert ist…

Steht hinter diesem Kommentar eine missionarische Aufforderung? Ruft die MTA uns zum Dienst, über das Teilen realer Geschichten hinaus, oder besser: Möchte sie eine neue Geschichte aus dem realen Leben schreiben durch die, die wir auf schoenstatt.org erzählt haben?

Der Kommentator erhält natürlich eine Antwort, vorsichtig tastend, und der Diakon antwortet: „Ich freue mich über Ihre Antwort. Seit vielen Jahren schon kenne ich Leben und Werk von Pater Kentenich und das Bild der Gottesmutter von Schönstatt. Ich habe die Verehrung der Rosa Mystica verbreitet, doch ich sehe, dass die Bewegung, zu der Sie gehören, eine Organisation hat, die Räume öffnet für Ehepaare, Jugendliche, dass sie Tagungen veranstalten zur Erziehung, dass es Engagement und Verpflichtung im Apostolat und im Zeugnis gibt. Sagen Sie mir bitte, was wir tun müssen, um die Pilgernde Gottesmutter zu erhalten und einen Prozess der Erziehung und des Apostolates zu beginnen. Ich möchte dazufügen, dass wir im Radiosender eine Gebetsgruppe von sehr eifrigen Leuten haben, die auch für das Gottesreich wirken wollen. Ehre sei Gott und möge er Sie alle segnen.“

Bitten wie diese kommen fast täglich in der Redaktion von Schoenstatt.org an – da möchte jemand eine Pilgernde Gottesmutter haben, sich der Bewegung anschließen, das nächstgelegene Heiligtum besuchen, sich einer Schönstattgruppe in dem Land anschließen, in das er gerade ausgewandert ist, den Bildstock auf Teneriffa besuchen (und braucht dafür die Adresse) oder einfach wissen, wie und wo er am schnellsten das Liebesbündnis schließen kann. Bitten, die direkt oder über Mitarbeiter in den Ländern, in denen es Schönstatt gibt, an die Verantwortlichen der Bewegung, der Kampagne, der Heiligtümer weitergegeben werden. Bleiben die Bitten von der Peripherie Schönstatts – von den Ländern oder Gegenden, wo es noch keine organisierte Schönstatt-Bewegung gibt. Diesen bietet mit der Beauftragung durch den Leiter der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter in Argentinien eine Mitarbeiterin von schoenstatt.org, Mercedes MacDonough, hochherzig an, Bilder der Pilgernden Gottesmutter und Material zu schicken, und sie bei den ersten Schritten zu begleiten. Als „Materialsammlung“ dienen die Geschichten auf schoenstatt.org.

Auf diese Weise kamen Bilder der Pilgernden Gottesmutter (und Medaillen, Kreuze der Einheit und vieles mehr) in eine Stadt in Sibirien nahe der Grenze zu China, nach Nicaragua, in den bitterarmen Norden von Guatemala… und jetzt nach Venezuela. Bald, diesmal auf Bitten des Priesterbundes dort, nach Kuba – gleich 25, nachdem die fünf, die die Jugendlichen aus Chile mitgebracht haben, nicht reichen. Davon später!

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Wir erwarten sie …

Die Bilder der Pilgernden Gottesmutter wurden mit Liebe und Sorgfalt vorbereitet. „Unser Wunsch ist, dass Maria bis an die Grenzen dieser Welt kommt“, schreibt Mercedes dem Diakon, „aber das gibt es nicht gratis, wir verlangen dafür Gebet, viel Gebet, damit unser Team frei arbeiten und so unserem lieben Papst Franziskus helfen kann, indem wir von Argentinien aus missionarisch wirken, durch Werkzeuge wie Sie, damit Maria alle ihre Kinder in Venezuela besuchen kann.“

„Wir werden die Gottesmutter von Schönstatt mit großer Liebe und Freude empfangen, um sie bekannt zu machen, damit sie die Herzen gewinnt, die mit ihr in Berührung kommen. Herzlichen Dank, wir erwarten die Peregrinas sehnlichst. Gott segne Sie, wir bleiben in Verbindung“, schreibt Alberto Badaracco an Mercedes MacDonough, und fügt an: „Ihre Mail hat uns mit Freude erfüllt und uns sehr viel Mut gemacht. In diesem Augenblick hat der Bischof unserer Diözese mir aufgetragen, in zwei Pfarreien für die Pastoral der Evangelisierung zu wirken, und wie Papst Franziskus uns anregt, machen wir dazu Straßen-Mission, und das wird von den Leuten mit großer Freude angenommen. Mit der Ankunft der Pilgernden Gottesmutter kommt ein neuer Antrieb mit der Kraft des Heiligen Geistes hinzu. Ich will Sie nicht mit weiteren Einzelheiten ermüden, aber ich glaube, Sie haben Freude an diesen Dingen des Herrn. Ich hoffe, bald Fotos von den Unternehmungen und Missionen zu schicken, mit denen wir an der Hand der Gottesmutter noch mehr Herzen für Gott gewinnen wollen. Gott segne Sie und die Gottesmutter berge sie unter ihrem Schutzmantel.“

Die „Peregrina del Padre“ – die Pilgernde Gottesmutter des Vaters

Die Bilder der Pilgernden Gottesmutter wurden vor dem Versand im Heiligtum gesegnet. Selbstverständlich. Und sie gingen im solidarischen Bündnis mit Papst Franziskus auf den Weg, Antwort auf seinen Wunsch, an die Peripherien zu gehen, Antwort auf seinen ausdrücklichen Wunsch nach einem Schönstatt im missionarischen Herausgehen.

Doch da ist noch mehr. In diesen Monaten ist die „Peregrina del Padre“, die Pilgernde Gottesmutter des Vaters, jenes Bild, das Joao Pozzobon Pater Kentenich geschenkt hat und das dieser am 19. März 1968 erhielt, in Buenos Aires. In diesen Tagen Ende August ist es bei Mercedes. Und die beiden Bilder der Pilgernden Gottesmutter wurden an der „Peregrina del Padre“ angerührt, von dieser Peregrina, die in den Händen von zwei Heiligen war, wie die Missionare der Kampagne sagten. Damit der Segen Pater Kentenichs für die Kampagne nach Venezuela kommt, und mit ihr, das Liebesbündnis bis an die Enden der Erde.

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