Veröffentlicht am 2015-07-26 In Kampagne

Ein Lichterrosenkranz voller Tore und Segen …

ARGENTINIEN, von Rosita Ciola, Missionarin der Pilgernden Gottesmutter in der Diözese Morón, Buenos Aires •

Der 4. Juli war ein ganz besonderer Tag besonders für die Missionare der Pilgernden Gottesmutter von Morón, Buenos Aires, denn Paraguay und Argentinien spielten im Halbfinale um die Südamerika-Meisterschaft, und Pfarrer Jacinto von der Gemeinde St. Josef, der kürzlich die Tore seiner Gemeinde geöffnet hatte, sodass wir die Auxiliar der Gottesmutter bringen konnten, fragte an, ob wir vor der Messe einen Lichterrosenkranz haben könnten, genau zur Zeit des Spiels. Das war der erste Lichterrosenkranz in der Stadt Morón, Sitz der Diözese mit dem gleichen Namen.

Natürlich sagten wir ein herzliches „Ja“, erstens, weil wir kaum glauben konnten, wie offen der Geistliche war, und zweitens, weil wir immer bereit sind, die Wünsche des Priesters zu erfüllen, wenn es in unserer Macht steht.

“Werden die Leute kommen?”

An dem Samstag kam eine Gruppe von Missionaren aus der ganzen Diözese, manche reisten ziemlich weit, um sich uns anzuschließen. Sehr früh begannen wir, alles für den Rosenkranz vorzubereiten; Pfarrer Jacinto fragte uns: „Werden wohl Leute kommen?“ Wir hatten keine Antwort darauf, aber was wir hatten, waren brennende Herzen und eine große Liebe zur Gottesmutter und zu unserer Sendung. Das war der Grund, warum wir mit Begeisterung arbeiteten, wie wir es immer tun, als würde es ein riesiges Treffen werden, und im Bewusstsein, dass wir, ihre Missionare, die Gottesmutter begleiten würden.

Die Stunde rückte näher, und einige Leute trafen ein; der Pfarrer war sichtlich erfreut. Wir blieben auf unsere Arbeit konzentriert, den Rosenkranz vor dem Allerheiligsten aufzubauen, wie Pfarrer Jacinto vorgeschlagen hatte. Nichts durfte fehl am Platz sein, alles musste perfekt sein für SIE. Als wir unsere Arbeit beendeten, sahen wir auf, und da waren schon etwa dreißig Personen; wir konnten es nicht glauben. Der Pfarrer kam zu uns und fragte: „Sollen wir nicht noch fünf Minuten warten?“ „Natürlich, Herr Pfarrer“, antworteten wir erfreut, unterdessen kamen immer mehr Leute an. Bald darauf begann das Gebet des heiligen Rosenkranzes.

Ein Mehr an Liebe

Rosario iluminado Moron

Pfarrer Jacinto bot an, mitten unter den Gläubigen Platz zu nehmen, um von da aus die Meditationen zu halten; die Missionare waren für das Übrige verantwortlich. Wir können in Worten nicht die wundervolle Atmosphäre von Gebet und Sammlung beschreiben, die wir an dem Nachmittag erlebt haben, während die Rosenkranzperlen durch unsere Finger glitten. Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder nahmen teil; wir fühlten, dass Jesus und Maria unter uns waren. Das Halbfinalspiel mit seiner Torflut ging ohne uns vonstatten, aber wir waren den Herzen von Jesus und Maria ganz nah. Die Meditationen, die Pfarrer Jacinto vor jedem Gesätz vortrug, waren sehr schön, und der Höhepunkt war, als er uns am Ende des Rosenkranzes einlud, die „kleine Weihe“ an Maria zu beten in einer erweiterten Form, was noch keiner der Missionare bis dahin gemacht hatte, wenn sie den Lichterrosenkranz in einer Gemeinde angeboten haben. Wir erkannten sofort, dass uns die Gottesmutter dieses Mehr an Liebe durch unseren Pfarrer geben wollte, und wir waren wirklich bis zu Tränen gerührt. Sie versäumt nie uns zu überraschen!

Die Anliegen der Gottesmutter

Pfarrer Jacinto war sehr glücklich, und vor der Messe gab er bekannt, dass dieser Rosenkranz jeden ersten Samstag im Monat gebetet wird, und dass wir diesen Ort bald in ein Coenaculum des Gebetes und der Erziehung verwandeln würden. Diese Bekanntmachung war sehr wichtig für uns, besonders als er erwähnte, dass die Schönstätter Missionare dafür verantwortlich seien.

Wir hatten wirklich keine andere Erwartung, als einmal in die Pfarrgemeinde zu gehen und die Pilgernde Gottesmutter zu bringen, wie gewöhnlich, alles andere war wirklich ein Geschenk.

Unsere Herzen waren voller Freude, und wir spürten, dass wir mit jedem Gebet des Dankes und des Opferns, das wir dann in der Heiligen Messe dargebracht haben, die Anliegen der Gottesmutter herausgerufen haben! Zweifellos war dieser Lichterrosenkranz voller „Tore“ und Segen, und in ihm konnten wir, die Missionare, wieder einmal den Willen des Vaters und der Gottesmutter sehen. Sie sind es, die uns immer dazu bewegen, hinauszugehen um unseren Brüdern und Schwestern zu begegnen.

An die Peripherien der Welt

Wie Joao Pozzobon sagt, ist der Rosenkranz das Evangelium der Armen, und durch ihn möchten die Missionare von Morón an die Peripherien gehen und die Bedürftigsten, die am meisten Ausgegrenzten, die an Demütigung, an Verachtung Leidenden, die Vergessenen, die Unterdrückten zu suchen und alle, die Jesus nicht kennen oder IHN vergessen haben. Deshalb ist ER derjenige, der sie in die Nähe der Liebe und Barmherzigkeit des Vaters bringt. Zu einer Liebe, die Würde gibt, heilt, umarmt, zärtlich ist und jeden annimmt, wie er ist und sie erinnert, dass Jesus für jeden von uns gestorben und auferstanden ist, dass unser Leben sehr wertvoll ist und jeder die Möglichkeit hat, sich zu ändern und gerettet zu werden.

Original: Spanisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

 

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