bolsas de caridad Quito

Veröffentlicht am 2021-12-27 In Werke der Barmherzigkeit

Mission erfüllt: 390 Wohltätigkeitstüten zur Weihnachtszeit

ECUADOR, P. Rafael Amaya / Maria Fischer •

Es begann an Weihnachten 2020, dem ersten von der Pandemie geprägten Weihnachtsfest. Im Stadtheiligtum von Quito begannen Pater Rafael Amaya und viele freiwillige Helfer, „Wohltätigkeitstüten“ an Familien zu verteilen, die von den Folgen des Lockdowns schwer betroffen sind: Familien, die ihre Arbeit verloren haben, die buchstäblich nichts mehr haben, um Lebensmittel und Kleidung zu kaufen, und die auch nicht an Geschenke für ihre Kinder denken können. Dieses Weihnachten 2021 erhielten 390 Familien eine Tüte. —

Zu Weihnachten 2020 wurden 340 Wohltätigkeitstüten verteilt. Die Advents- und Weihnachtszeit ist überall auf der Welt eine Zeit der erhöhten Sensibilität für die Armen. „Auch dieses Jahr Weihnachten wollen wir diese Zahl erreichen“ so Pater Rafael Amaya im November 2021; wieder bat er um die Unterstützung der Schönstattfamilie in Quito. Dieselbe Familie, in deren Mitte vor langer Zeit eine andere größere soziale Aktion entstanden ist: „Niños de María„, ein Bildungsprojekt, an dem heute mehr als 300 Kinder aus dem ärmsten Viertel der Stadt teilnehmen. Das Vertrauen in die Solidarität der Schönstattfamilie war nicht umsonst. Mit 390 Tüten wurde die gewünschte Zahl sogar übertroffen.

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Ein schönstättisches Weihnachten

„Die Kleinheit annehmen bedeutet noch etwas, nämlich Jesu in den Kleinen von heute in die Arme zu schließen, ihn zu lieben in den Geringsten, ihm in den Armen zu dienen. Sie sind Jesus, der in Armut auf die Welt kam, am ähnlichsten. Und er möchte dadurch geehrt werden, dass man sie ehrt. In dieser Nacht der Liebe überkommt uns nur eine einzige Angst: die Liebe Gottes zu verletzen, ihn zu verletzen, indem wir die Armen mit unserer Gleichgültigkeit verachten. Sie sind die Auserwählten Jesu, die uns eines Tages im Himmel empfangen werden“, sagte der Heilige Vater in der Christmette.

„Wirklich Weihnachten a la Franziskus“, sage ich zu Pater Rafael Amaya, dem Autor und der treibenden Kraft hinter dieser Solidaritätsaktion, die das ganze Jahr über wenn auch „nur“ mit ca. 150 Tüten pro Monat stattfand. „Ich möchte, dass es ‚Schönstatt-Weihnachten‘ heißt“, lautet seine Antwort.

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Ein Bild der Gottesmutter für jedes Haus

Viele Freiwillige halfen bei der Zusammenstellung der Tüten. Die Dankbarkeit der Familien ist groß und aufrichtig.

Die Arbeit muss fortgesetzt werden. „Wir hatten es für ein Jahr gedacht“, sagt Pater Rafael. „Aber es gibt immer noch die Pandemie, es gibt immer noch Familien ohne Arbeit…“.

Als Weihnachtsgeschenk erhielt jede Familie ein Bild der Gottesmutter. „Wir haben ihnen gesagt, sie sollen es in ihr Haus stellen“, sagt Pater Rafael. Für ihn soll dieses Werk der Nächstenliebe weitergehen und das Bewusstsein für die Bedeutung der Armen für die Kirche, für Schönstatt, wachsen.

„Als Rektor versuche ich hier, alle, ob arm oder reich, willkommen zu heißen und Solidarität zu schaffen“, sagt er. „Wir müssen die Menschen zu Jesus bringen.“

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Original: Spanisch, 26.12.2021. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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