CMT

Veröffentlicht am 2. September 2019 In Haus Madre de Tuparenda, Werke der Barmherzigkeit

Drei Jahre Casa Madre de Tupãrenda und unzählige Geschichten neuen Lebens

PARAGUAY, CMT, Ani Souberlich •

Mit großen Augen und einem breiten Lächeln hört man ein: „Ojeabrí che korasõ“ (mein Herz geht auf). Es war Ricardos* Ausruf, als er sah, wie seine Mutter, sein Bruder und seine Neffen zur Abschlussfeier ankamen. Wie wichtig ist es in allen Lebensphasen, die Nähe und Begleitung der Familie zu sehen und zu spüren, um die Hindernisse des täglichen Lebens zu überwinden. Trotz der Jahre, die man hat, bleibt in den Tiefen der Seele dieser unendliche Wunsch, jemand zu sein, der jemandem wichtig ist. „Mit menschlichen Banden habe ich dich an mich gezogen.“—

Gott benutzt die Menschen, um uns seine Liebe und Nähe zu schenken. Für ein Kind spiegelt sich diese unbestreitbare Liebe und Nähe zum Ewigen in der Liebe seiner Eltern wider. Eine Liebe, die die meisten unserer Jungen nicht kennen, weshalb sie in Casa Madre de Tupãrenda lernen müssen, zu vertrauen. Dass es jemanden gibt, für den ich wichtig bin, der mich liebt und mich so akzeptiert wie ich bin, ist fast unmöglich zu glauben.

Lebendige Zeichen der Wallfahrtsgnaden

Ricardo*

Sie heute mit jenem Blick zu sehen, der Freude ausstrahlt und jenes große, helle, aufrichtige Lächeln mit einer ansteckenden Freude, das in sie erfüllt, lääst einem das Herz höher schlagen und erfüllt die Seele mit Gelassenheit, wenn es darum geht, den Wachstumsprozess, die gigantischen Schritte, die sie in diesen 9 Monaten unternommen haben, und wie mutig sie dabei waren, zu sehen. Dass sie in so jungen Jahren in der Lage waren, ihre Vergangenheit voller Misshandlung, Gleichgültigkeit, Verlassenheit zu überwinden und trotz allem, was ihnen angetan wurde, nach vorne zu schauen und zu glauben, dass ein besseres Leben möglich ist, ist gigantisch! Das Leben eines jeden der Absolventen ist gleichbedeutend mit einem Aufstehen aus der Asche und der Rückkehr ins Leben…. Jeder von ihnen ist ein Wunder der inneren Wandlung… In jedem von ihnen werden die drei Gnaden des Heiligtums erfahrbar: Wo die Gottesmutter sie bei ihrer Ankunft aufnimmt, sie während der neun Monate hier wandelt, und wenn sie bereit sind, schickt sie sie heruas, um Zeugnis abzulegen, dass eine soziale Wiedereingliederung möglich ist und dass wir aufhören, wie ein Mantra zu wiederholen, „dass es für diese Jugendlichen keine Lösung gibt, dass es Zeitverschwendung ist, sich um sie zu kümmern“.

Seit drei Jahren – ein Werk der Barmherzigkeit im Schatten des Heiligtums

Seit 3 Jahren erleben wir bei der Ankunft in der Casa Madre de Tuaprenda (CMT) „leere Körper, misshandelt und verwundet an Körper, Seele, Geist“. Und wir sehen, wie sie mit strahlenden Gesichtern von hier weggehen, mit einem Körper, an dem die Wunden nach und nach geheilt wurden und wo ohne Zweifel die Gottesmutter und der Vatergott draufgeblasen wurden, so dass es nicht mehr so wehtut.

Dieses strahlende Gesicht ist allen Einsatz wert

Roberto*Die Verwandten waren dankbar für alles, was Pater Pedro und CMT für ihre Kinder getan haben, man spürte ihnen die Erleichterung darüber an, dass sie auf den Weg des Guten zurückgekehrt sind, einen Weg, den sie als Eltern ihnen nicht hatten ebnen können. Robertos* Vater hatte an diesem Tag Geburtstag und kommentierte, dass der Abschluss seines Sohnes und seintolles Aussehen das beste Geschenk sei, das er erhalten konnte…. So ergriffen war er, dass er ihn umarmte und in Tränen ausbrach, ein Moment, in dem mehr als einer von uns Anwesenden auch einen Knoten im Hals hatte.

Heute war es ein Tag, an dem die Gnade wieder mit Händen berührt werden konnte, ein Tag, an dem die Gegenwart und Nähe der ewigen Liebe Realität war und an dem bei allen, die Tag für Tag Seele, Leben und Herz eingesetzt haben, damit CMT weiterhin dem Leben dient, pure Dankbarkeit herrschte.

Roberto* ist „Patenkind“ einiger Familien aus Bolivien, die ihn mit ihren Gebeten und Spenden begleiteten, als Beitrag zum Bau des so ersehnten Filialheiligtums in Santa Cruz de la Sierra.

Das fröhliche Gesicht des anderen Absolventen, Ricardo*, der von zwei Personen aus dem Kernteam von schoenstatt.org gesponsort wurde, war aller Verzichte und Opfer mehr als wert!

Dank all der Menschen von hier und außerhalb Paraguays, die es ermöglichen, dass die Türen der CMT offen bleiben. Monat für Monat ist es ein Kampf, damit das Konto nicht in die roten Zahlen rutscht, und wir können nur mit der Unterstützung vieler anderer weiter gegen die Strömung anrudern.

Heute kann die Familiengruppe aus Santa Cruz de la Sierra, Bolivien, stolz auf ihr Patenkind Roberto* sein, da er auch dank ihrer Gebete und Spenden seinen Abschluss gemacht hat. Ein unvergesslicher Beitrag in der Zeit des Baus Ihres Filialheiligtums.

Und die beiden aus dem Kernteam von schoenstatt.org heben das Whatsapp-Foto ihres strahlenden Patenkindes gut auf.

Casa Madre de Tupãrenda begeht am 22. August seinen dritten Geburtstag und feiert das am 26. August 2019  mit zwei neuen Absolventen.

Glücklich wir, die wir auf die eine oder andere Weise Teil dieser Arbeit im Dienste des Lebens sind.

 

*Namen geändert

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Kontoinhaber: Schönstatt-Patres International e. V.
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