Veröffentlicht am 5. März 2018 In Haus Madre de Tuparenda, Werke der Barmherzigkeit

Gibt es bald ein zweites „Haus Madre de Tupãrenda“?

PARAGUAY, www.ministeriodejusticia.gov.py, Justizministerium der Regierung Paraguays, und Redaktion •

Das Justizministerium und der Verein für Werteförderung und Gewaltprävention (Fundaprova) haben ihr strategisches Bündnis verstärkt, indem die Dauer der vertraglich vereinbarten öffentlich-privaten Zusammenarbeit zur Unterstützung von mit dem Gesetz in Konflikt geratenen Jugendlichen bei ihrer Resozialisierung verlängert wurde. —

Das Programm hat sich als höchst erfolgreich erwiesen, die bisher neun Absolventen haben eine Null-Rückfallquote in die Kriminalität. Mehrere der Absolventen arbeiten erfolgreich in den Bereichen, in denen sie in Haus Madre de Tupãrenda (CMT) eine berufliche Ausbildung erhalten haben.

Justizminister Ever Martínez deutete an, dass eine Ausweitung des Programmes in andere Gegenden des Landes überlegt würden, zunächst vor allem in Ciudad del Este, wo sich das zweitgrößte Jugendgefängnis des Landes befindet. Er fügte hinzu, es sei „ein innovatives und erfolgreiches Modell, das großes Interesse daran geweckt hat, dieses System auch in anderen Ländern einzuführen.“

Fundaprova ist Rechtsträger von „Haus Madre de Tupãrenda“, einem Berufsförderungszentrum für Jugendliche, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten und Gefängnis gewesen sind. Dort erhalten sie eine Ausbildung in Bäckereihandwerk, Gartenbau, Textilgestaltung und Sozialwerten, um in ihrer gesellschaftlichen Umgebung und im Arbeitsleben klar zu kommen.

Im Haus Madre de Tupãrenda sind derzeit 20 Jugendliche, die jeden Tag kommen und in verschiedenen Modulen arbeiten, je nach aktuell zugewiesenem Lernbereich und Stadium des Programmes, das auf neun Monate angelegt ist. Für die geleistete Arbeit erhalten sie eine Entlohnung, die es ihnen erlaubt, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.

Ana María de Acha, Vorsitzende von Fundaprova, betonte, wie wichtig die Ausbildung und Erziehung der Jugendlichen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, ist; man könne sich gar nicht vorstellen, was dies auch für deren Familien, die Gemeinschaft und die Gesellschaft allgemein bedeute, auf diese Weise die Jugendlichen aus der Kriminalität herauszuholen und ihnen echte Chancen zu geben.

Das Bildungszentrum für Jugendliche „Haus Madre de Tupãrenda“ wurde im August 2016 eröffnet und befindet sich im Stadtbereich von Itauguá.

 

Quelle: www.ministeriodejusticia.gov.py , 3.3.2018 (Links von der Redaktion von schoenstatt.org)

„Die Gottesmutter fordert uns immer weiter heraus, für ihre schutzlosesten Kinder zu arbeiten“

In einem kurzen Interview mit der Redaktion von schoenstatt.org sagte P. Pedro Kühlcke: „Wir waren wirklich sehr beeindruckt, wie sehr der Justizminister sich für unser Projekt einsetzt, wie er sich engagiert, um die Finanzierung sicherzustellen und Unterstützung zu mobilisieren, und vor allem, wie sehr er darauf drängt, möglichst schnell ein zweites „Haus Madre de Tupãrendá“ in Ciudad del Este zu eröffnen.“

Dabei betonte er, dass es dem Justizminister nicht darum gehe, irgendein anderes Zentrum für Berufsförderung und Resozialisierung aufzumachen, sondern ausdrücklich „ein zweites Haus Madre de Tuparenda“, mit Methode, Erfahrung und Geist des ersten.  Eine Herausforderung, auf jeden Fall, und zugleich eine laute Zeitenstimme. So sieht es auch P. Pedro: „Die Gottesmutter sagt uns immer wieder, dass es ihr Werk ist, und sie fordert uns beharrlich heraus, für ihre schutzlosesten Kinder zu arbeiten.“

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Das Justizministerium sichert die Grundfinanzierung, aber das reicht nicht… Wer unterstützt?

Bankverbindungen für  Madre de Tupãrenda:

  • Fundaprova, Konto: 102792992, Sudameris Bank SAECA, BIC/SWIFT BSUDPYPXXXX, RUC80079669-1
  • Schönstatt-Patres International e. V., IBAN: DE91 4006 0265 0003 1616 26, BIC/SWIFT GENODEM1DKM, Verwendungszweck: P. Pedro Kühlcke, Casa Madre de Tupãrenda

Original: Spanisch, 5.3.2018. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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