Veröffentlicht am 17. Februar 2018 In Dequeni, Werke der Barmherzigkeit

Von Dequeni nach Stockholm – die Unterstützung hat sich gelohnt!

PARAGUAY, Dequeni und Redaktion •

Zwei Jugendlichen aus Arroyos y Esteros und San Ignacio im Bezirk Misiones haben die Stimmen von Kindern und Jugendlichen Paraguays zum ersten End Violence Solutions Summit (Gewaltpräventionsgipfel) gebracht, der am 14. und 15. Februar in Stockholm, Schweden, stattgefunden hat. Diese Konferenz wurde von der schwedischen Regierung in Zusammenarbeit mit WE PROTECT GLOBAL ALLIANCE und Global Partnership to End Violence Against Children durchgeführt wurde mit dem Ziel, ein Ende von Gewalt gegenüber Kindern zu erreichen.

Die beiden sind Ángeles (17) und Leticia (15), beide aktiv in ihren Gemeinden im Rahmen der Tätigkeit der Kanadischen Christlichen Kinderschutzstiftung (CCFC), der in Paraguay eng mit Dequeni zusammenarbeitet, bzw. der SOS-Kinderdörfer Paraguay. Beide haben bereits beim von der Weltgesundheitsorganisatuion WHO und der kanadischen Regierung im Oktober vergangenen Jahres organisierten 8. Welttreffen zur Gewaltprävention die Kinder und Jugendlichen Paraguays vertreten.

Eine der beiden, Ángeles, ist seit ihrem fünften Lebensjahr durch die Programme von Dequeni gefördert worden. Und heute eine Jugendliche, die in ihrer Gemeinde aktiv ist und ihre Stimme erhebt! Und irgendein Pate, irgendeine Patin, irgendjemand, der einmal oder vielleicht jahrelang gespendet hat, damit dieses Mädchen aus einer Familie, die weit unter dem Existenzminimum lebt, zur Schule gehen, lernen, sich wertvoll und angenommen fühlen konnte, darf heute glücklich sein in dem Wissen, dass seine finanziellen Opfer, sein Gebet und sein Einsatz Frucht getragen haben.

Die beiden jungen Frauen waren Teil der Delegation Paraguays unter der Leitung des Kinder- und Jugendministers Ricardo González Borgne, zu der außer ihnen Olegario Olmedo, Leiter der SOS-Kinderdörfer und Jorge Méndez Rheineck, Direktor der CCFS als Vertreter der Zivilgesellschaft in der nationalen Gewaltkommission teilnahmen.

„Ich vertrete die Kinder meines Landes“

Ángeles sagt, ihr Land zu vertreten, erfülle sie mit Stolz und großer Freude, „ich bin ganz ergriffen, dass ich mein Land und vor allem alle Kinder und Jugendlichen auf diesem Gipfel vertreten darf.“ Durch die Gruppen, in denen sie aktiv sei, könne sie wirklich Einfluss nehmen und vieles ändern, ist sie überzeugt. „In den Bereichen der Beteiligung beim CCFC habe ich entdeckt, was ich kann; und heute kann ich sagen, dass Kinder und Jugendliche Einfluss nehmen können, wir haben die Macht, etwas zu tun.“

Auch Leticia, die Jugendliche aus dem SOS-Kinderdorf, zeigt sich zufrieden. „Ich freue mich sehr, dass ich ein anderes Land kennen lernen darf, neue Freunde finde und vor allem, dass ich meine Kameraden vertreten und über die Herausforderungen in Paraguay bei einer Gelegenheit reden darf, bei der sich so viele Menschen treffen, die gegen Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen arbeiten.“

Die Konferenz hat auf hohem Niveau den politischen Willen gezeigt, weltweit Gewalt gegen Kinder auszurotten und den Verantwortlichen Möglichkeiten gegeben, ihre Erfahrungen und bewährten Praktiken auszutauschen.

Engagement für die Kinder

Seit 1985 setzt sich Dequeni, eine Non-Profit-Organisation in Paraguay, für Kinder ein, die aus Familien und Gemeinden in extremer Armut kommen. Die Programme fördern ihre Schul- und Berufsbildung sowie die Stärkung der Familien und Gemeinden. Dequeni glaubt an die Fähigkeit der Menschen, aus dem Elend herauszukommen – und darum gibt es keine reinen Unterstützungsprogramme, sondern Programme mit Nachhaltigkeit, bei denen die Armen selbst zu Trägern ihrer Entwicklung werden. Um das Ziel zu erreichen, arbeitet Dequeni seit mehreren Jahren mit öffentlichen und privaten Organisationen zusammen. Der Name „Dequeni“ kommt von den ersten Silben eines Wortes aus der Heiligen Schrift:  Dejad que los niños vengan a mí, Lasst die Kinder zu mir kommen (Mk 10,14).

Gegründet wurde Dequeni von Jugendlichen aus der Schönstatt-Bewegung, Geistlicher Leiter ist P. Pedro Kühlcke, und mehrere Schönstätter sind im Leitungsrat.

 

Der von den deutschsprachigen Medien kaum beachtete End Violence Solutions Summit ist ein Aufruf zum Handeln, der Regierungen, die UNO, die Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Kinder zusammenbringt, um mutige Lösungen zu finden zur Prävention von Gewalt gegen Kinder.

Mit Material aus der Zeitung La Nación, Paraguay.

http://www.end-violence.org/summit

Ángeles ist eines der über 4000 Kinder, die jedes Jahr von den Programmen von Dequeni profitieren. Es ist eine enorme Freude, durch Gebet, Gnadenkapital und ja, auch das ist möglich, durch eine einmalige oder regelmäßige Spende oder gar eine Patenschaft Teil von Dequeni zu sein. Tun Sie es einfach. Jetzt.

 


Original: Spanisch, 12.02.2018. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

 

Schlagworte: , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.