Madre ven

Veröffentlicht am 2021-08-15 In Dilexit ecclesiam, Schönstatt im Herausgehen

Sie haben die Seele des Volksglaubens berührt…und die reagiert

SPANIEN, Maria Fischer •

„Verpasst nicht die Gelegenheit, sie zu empfangen oder an ihrer Seite zu pilgern“: Ein Slogan, auf Plakaten, Videos, Instagram Stories, WhatsApps und Tweets der Organisatoren von „Madre, ven“ verbreitet, aufgegriffen, wiederholt und verbreitet von Radios, sozialen Netzwerken, Wochenzeitungen, Kirchenzeitungen und Webseiten in ganz Spanien, die zu Protagonisten dieser Strömung des Volksglaubens werden, die vor ein paar Monaten von einigen Laien und Priestern initiiert wurde, mit dem Schönstätter Ambrosio Arizu als Motor und Seele. Spanien erlebt ein Fest des Glaubens an jedem Ort, wo das Bild der Gottesmutter ankommt. Und bei Kirchens und Schönstättern reibt man sich die Augen und fragt: Was geht da ab? —

 

Zur Erinnerung: Eine Gruppe von Laien und Priestern hat unter dem Motto „Madre, ven“ (Mutter, komm) eine Wallfahrt gestartet, die ein Marienbild durch ganz Spanien führt, das eigens für dieses Ereignis mit dem Flugzeug aus Ephesus geholt wurde. Die Stadt Ephesus, in der heutigen Türkei, ist der Ort, an dem die Gottesmutter Maria ihre letzten Jahre in der Gesellschaft des Heiligen Johannes des Evangelisten verbrachte. Ihr Haus wurde im 19. Jahrhundert entdeckt und ist heute ein Ort der Verehrung und Andacht.

Die Wallfahrt „Madre, ven“ startete im Mai von der Basilika El Pilar in Zaragoza aus und besucht die bedeutendsten Orte der marianischen Spiritualität in Spanien besuchen. Das Bild hat im Jubiläumsjahr die Kathedrale von Santiago de Compostela besucht und wird seinen Pilgerweg am 12. Oktober im Heiligtum von Cerro de los Ángeles beenden.

Madre, ven: Salamanca

„Unsere Liebe Frau wandelt unter Gottes heiligem Volk“

„Sie haben die Seele des Volksglaubens berührt… und sie reagiert“, fasst Pater José María García das Phänomen „Madre, ven“ zusammen. Die Leute begrüßen die Gottesmutter mit Blumen und Rosenkränzen, mit Fahnen, Tänzen, Liedern, mit Musikkapellen, die ihr zu Ehren spielen. In Segovia, in Ávila, in Allariz. Sie wird von Nonnen, Priestern, alten Menschen, ganzen Familien, jungen Menschen empfangen. Sie schenken ihr Blumen, Rosenkränze… und geben ihr ihre Bitten, Sorgen, Freuden und Nöte. Gnadenkapital pur, ohne es jemals zu benennen. „Unsere Liebe Frau wandelt unter Gottes heiligem Volk“, sagt jemand.

„Am Vormittag dieses Montags erhielten die Gläubigen von Allariz, ohne es zu erwarten, eine Belohnung für ihren religiösen Glauben: den Besuch des Bildes der Unbefleckten Maria, das, nachdem es Pontevedra besucht hatte, mit der nationalen Wallfahrt Madre, ven zu den Klarissenschwestern von Allariz kam, eine Initiative, die geschaffen wurde, um dem Besuch der Jungfrau beim Apostel Jakobus im Jahr 40 nach Christus zu gedenken“, heißt es in der Zeitung „La Región“. „Das war heute ein großes und unerwartetes Geschenk“, sagte der Pfarrer von Allariz, Adrián Rodríguez, zu den Gläubigen, die sich in der Kirche versammelt hatten, um bei Maria zu beten – die dort etwa zwei Stunden blieb – und um sie um Gaben und Gnaden zu bitten. Unter ihnen waren auch die Klarissenschwestern von Allariz. „Wir sollten dankbar sein für diese Überraschungen, die Gott uns schenkt“, fügte der Priester hinzu.

Segovia, Salamanca, Ávila…

Das Marienbild ist am Mittwochnachmittag, 11. August, im Heiligtum Nuestra Señora la Virgen de la Fuencisla in Segovia angekommen, wo es vom emeritierten Bischof von Segovia, Ángel Rubio, dem Generalvikar, dem Rektor des Heiligtums, den samaritanischen Karmelitinnen und vielen Gläubigen empfangen wurde. Nach dem Rosenkranz folgte die Eucharistiefeier, der der Generalvikar der Diözese Segovia, Ángel Galindo, vorstand. Am Abend, um zehn Uhr, fand eine Gebetswache statt, die von der Gruppe der „Nachtanbetung“ gestaltet wurde.

Am folgenden Tag, dem Donnerstag, wurde um neun Uhr die Laudes gebetet, begleitet von einer Meditation über die Muttergottes. Mit dem Rosenkranz und der Eucharistie, der der Rektor des Heiligtums, Ángel Miguel Alonso, vorstand, ging der Aufenthalt der Pilgernden Gottesmutter von Ephesus in Segovia zu Ende. Ihr nächster Halt sollte in Arenas de San Pedro (Ávila) sein.

Am Freitag, 13. August, kam sie in Salamanca an, genauer gesagt im Heiligtum Nuestra Señora de la Peña de Francia. Kreuzweg, den Berg hinaufsteigen, wie Generationen es getan haben. Die gleichen Bilder wie in den Wochen zuvor: Rührung, Freude, Verehrung. Wir berühren etwas, das unsere Herzen mit einer aufrichtigen Liebe zu Gott zum Brennen bringt, von der wir so oft denken, dass sie in unseren europäischen Ländern verloren gegangen ist, in unserer müden, bürokratischen und intellektualisierten Kirche, in der so oft Ausgrenzung statt Einladung und Barmherzigkeit herrscht. Der Glaube ist da, der einfache Glaube, der Volksglaube mit all seiner Kraft. Es muss nur berührt werden.

Schönstatt ist Liebe, verkomplizieren wir es nicht – das haben sie vor Jahren in Paraguay gesungen und ihr Heiligtum in Tuparenda zu einem Zentrum des Volksglaubens gemacht. Kirche ist Liebe, lass es uns nicht verkomplizieren.

Salamanca Madre, ven

Salamanca

Toledo, 15. August. Für das Ende der Pandemie

„Die Anwesenheit dieses Pilgerbildes im Kloster von Guadalupe am Fest Mariä Himmelfahrt ist eine Anerkennung des Basilika-Heiligtums, das das Bild der Virgen Morenita de las Villuercas, Schutzpatronin der Extremadura, beherbergt, als einer der wichtigsten marianischen Orte in Spanien und in der Christenheit, die bis September 2022 das Jubiläumsjahr von Guadalupe feiert“, heißt es in einer Pressemitteilung der Erzdiözese Toledo. Eine Anerkennung, eine Ehre.

Und ein Besuch verbunden mit einem großen Akt des Glaubens:

Am 15. August, dem Hochfest Mariä Himmelfahrt, wird Erzbischof Francisco Cerro Chaves von Toledo und Primas von Spanien, der Patronin der Stadt Toledo bei der Heiligen Messe, der er in der Kathedrale vorstehen wird, anlässlich ihres Festes ein Pektoral schenken. Die Virgen del Sagrario ist das Bild, das uns zur Eucharistie, zu Leib und Blut des Herrn, führt. Mit dieser Geste bittet der Prälat aus Toledo um das endgültige Ende der Pandemie.

Ebenso bittet Don Francisco, dass die Gläubigen in diesen Tagen der Marienfeiern und Patronatsfeste in vielen Orten der Erzdiözese in ihren Gebeten zu Maria um ein Ende der Pandemie beten, damit sich dieser Schmerz in den Familien nicht länger hinzieht.

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Toledo

Toledo, 14.08.2021

Webseite Madre, ven

Original: Spanisch, 15.08.2021. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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