Madre ven

Veröffentlicht am 2021-08-02 In Kirche - Franziskus - Bewegungen, Schönstatt im Herausgehen

Madre, ven: Wenn du wüsstest, wie viel Kirche gelebt wird, wenn man 1.200 km hinter unserer Mutter herläuft

SPANIEN, Maria Fischer mit Ambrosio Arizu •

„Maria, wenn du wüsstest, wie viel Kirche gelebt wird, wenn man 1.200 km hinter unserer Mutter herläuft. Bischöfe, ein Dutzend; Priester, Dutzende; Laien, Tausende. So viele verschiedene Realitäten, ohne die Sprache zu wechseln. So viel Not, so viel Einsamkeit, so viel Leid. Wir brauchen so sehr das Gebet, wir brauchen so sehr unsere Mutter“, sagt mir Ambrosio Arizú wenige Stunden nach der Ankunft von „Mutter, komm“ in Santiago de Compostela, am Vorabend des Festes des Apostels Jakobus. —

Erzbischof Julián Barrio von Compostela empfing das Bild der Gottesmutter, das im Rahmen der Initiative „Madre, ven“ (Mutter, komm) auf Initiative von Ambrosio Arizu aus dem Apostolischen Familienbund Schönstatts und einiger Priester und Laien durch Spanien pilgert, an der Heiligen Pforte der Kathedrale von Compostela. Wenn etwas von Gott ist, so Joao Pozzobon, kann ein einzelner Mensch die Welt verändern. Das haben wir in diesen Wochen in Spanien und darüber hinaus erfahren.

„Eine Mutter wird immer mit Rührung und Freude erwartet“, sagte der Erzbischof in einer kurzen Predigt während des Wortgottesdienstes, mit dem die Pilger, die das Bild der Gottesmutter begleiteten, in der Kathedrale von Santiago empfangen wurden. Die Plaza de la Quintana war am Freitagnachmittag, dem 23. Juli, ein „marianisches Atrium“, zu dem die Pilger kamen, die dieses Bild der Unbefleckten Empfängnis begleiteten. Ein „Vorhof“, der in diesem Heiligen Jahr von Compostela obligatorisch war, um die Kathedrale durch die Heilige Pforte zu betreten. Dort erwartete Erzbischof Julián Barrio den Einzug Marias. „Heute heißen wir im Namen des Apostels Santiago“, so der Erzbischof in seinen Begrüßungsworten, „unsere Mutter willkommen“, ein Ereignis, das er als „unverdiente Ehre“ bezeichnete.

Madre ven Santiago

„Fühle dich in diesem Haus von Jakobus wie zu Hause“

Die Pilger hatten in Sigüeiro die Etappe begonnen, die sie zum Heiligtum des Apostels Jakobus führen sollte. Dort hatten sie am Morgen die Laudes gebetet. Am frühen Nachmittag erreichten sie das Cruceiro de San Pedro. Es war das letzte Stück des französischen Weges. Sie wurden von den Mitgliedern der Musikkapelle Brilat begleitet, mit denen sie durch die Straßen von Compostela zogen, begleitet von Mitgliedern der verschiedenen Bruderschaften, die in Compostela vertreten sind. Bevor die Heilige Pforte durchschritten wurde, stimmte die Kapelle die spanische Nationalhymne an. Auf diesen emotionalen Moment folgten laute „Viva Maria“-Rufe.

„Nach fast 1.300 zurückgelegten Kilometern ist dies ein bedeutender Moment auf unserem Pilgerweg“, sagte Enrique de Simón, Sprecher von „Madre Ven“, gegenüber COPE Santiago über die Ankunft in Santiago. De Simón erklärte, dass es in den Tagen seit dem Beginn der Wallfahrt „unglaublich ist, wie die Jungfrau die Herzen berührt“.

Erzbischof Barrio, der mit den Pilgern in der Kathedrale den Rosenkranz betete, sagte in seiner Predigt, dass „Maria durch die Heilige Pforte eingetreten ist, um uns zu zeigen, dass dieses Heilige Jahr von Compostela ein Jahr der Gnade und des Heils sein muss“.

„Fühle dich in diesem Haus von Jakobus wie zu Hause „, sagte der Erzbischof zu Maria, nachdem er auf den Magnificatgesang angespielt hatte. „Du kennst unsere Nöte und Anliegen“, fügte er hinzu. „Wir bitten dich, dass du uns hilfst, deinem Sohn zu begegnen, der uns das Heil bringt“, sagte er. „Wir brauchen dich, damit du in unserem Leben gegenwärtig bist, wie du es mit dem Apostel Jakobus getan hast.“

Am Ende des Rosenkranzes nahmen die Pilger an der Eucharistie teil, der Weihbischof Francisco José Prieto vorstand, der sich einige Tage zuvor den Pilgern auf der Etappe von Ferrol aus angeschlossen hatte.

Die Idee der Organisatoren ist es, in diesem Heiligen Jahr von Compostela an den Besuch der Jungfrau Maria beim Apostel Santiago zu erinnern, die der Überlieferung nach im Jahr 40 von ihrem kleinen Haus in Ephesus an die Ufer des Ebro kam, um ihn zu ermutigen und ihm Hoffnung zu geben, als er traurig und verzagt war.

Das Bild der Jungfrau wird durch die wichtigsten Orte der Spiritualität in Spanien wandern und seine Reise im Heiligtum des Cerro de los Angeles vor dem Heiligsten Herzen Jesu am 12. Oktober, dem Hochfest der Jungfrau von Pilar und dem Fest der Hispanidad, beenden.

Mit schlammigen Füßen

Was ist die Wirkung von Madre ven, die du im Volk erlebst? frage ich Ambrosio, während er noch in Santiago de Compostela ist. Seine Antwort ist ebenso klar wie eindeutig:

„Wenn ein Pfarrer, der sie kühl empfangen hat, 24 Stunden später, als er sich von ihr verabschiedet, vom Ambo aus sagt, dass seine Gemeinde durch den Besuch Marias erneuert worden ist, dann ist etwas passiert, dann ist das real.

Maria hat ihre Kinder besucht und sie im Glauben und in der Hoffnung erneuert. Maria, es geht nicht darum, mit einem schönen Bild der Gottesmutter Maria herumzulaufen! Es geht darum, ein Symbol, ein Zeichen zu tragen, das Aufmerksamkeit erregt, damit die Leute erkennen, dass unsere Himmlische Mutter kommt, um jeden einzelnen Dorfbewohner zu besuchen! Und weißt du was? Die Menschen mit einfachen Herzen verstehen das und brechen in Tränen aus! Sie erkennen, dass die Mutter Gottes vom Himmel in ihr Dorf herabgestiegen ist, und es ist real.“

Eine Begegnung also? Eine persönliche, reale Begegnung, die das Herz zum Brennen bringt… Ich erinnere mich an das, was die ersten Missionare mir über die Anfänge der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter erzählt haben, über diese realen Begegnungen, die die Herzen berührten und einen einfachen, starken, kühnen Glauben erweckten. Die Stärke des Volksglaubens. Ein Thema, das Papst Franziskus sehr am Herzen liegt: Führt der Weg der Erneuerung der Kirche über eine urpersönliche, berührende Begegnung mit Maria, mit Jesus? Wenn man sich die Videos von Madre, ven anschaut, hat man das Gefühl, dass es so ist. Wenn man Ambrosio zuhört, stellt sich die Frage: Könnte es sein, dass unsere Leute nicht diese Begegnung mit dem Herrn erleben und ihre Herzen deshalb nicht brennen?

Ambrosio, was bedeutet „Madre, ven“ für unser Schönstatt?

„Aus unserer einfachen Sicht ist das das Schönstatt für die Kirche, von dem unser Vater geträumt hat. So werden die Geschicke der Kirche mitentschieden, mit schlammigen Füßen, die unsere Mutter über die Straßen tragen, um denen zu begegnen, die nur sie haben! Die Einfachen finden bei ihr Trost und Hoffnung, Madre, ven!“

Ein Schönstatt, das hinausgeht, um Kirche zu bauen. Ein Schönstatt, das sich auf der Straße erneuert, mit der Fruchtbarkeit des persönlichen Zeugnisses und des Dienstes.

Ambrosio, eine letzte Frage: Kann ich alles, was wir besprochen haben, veröffentlichen?

Die Antwort auf die Frage kommt, ohne eine Sekunde zu überlegen: „Alles, von dem du glaubst, dass es anderen helfen kann, aus dem Schafsfriseursalon herauszukommen“.

Madre ven

Schon wieder auf der Straße

Santiago war ein Meilenstein der Pilgerreise, das Ziel – aber nicht ihr Ende. Nach Compostela „wollen wir das Bild der Unbefleckten Empfängnis zu den wichtigsten Marienheiligtümern Spaniens bringen und um die Erneuerung dieser Heiligtümer als Ort der Gnade und Spaniens als ‚Land Mariens‘ bitten“, so Ambrosio.

Der Besuch wird in Zeitungen, im Radio, in den Netzwerken von Wallfahrtsorten, Diözesen, Pfarreien, Klöstern… angekündigt.

Die Schlagzeilen der Zeitungen sprechen für sich:

„Die Wallfahrt „Madre, ven“ kommt in Zamora an“ …

Die Unbefleckte Jungfrau von Ephesus kommt diesen Samstag nach Valvanera

„Madre, ven“: Der Besuch der Unbefleckten Jungfrau in Burgos…

Madre, ven – in Lugo

Madre, ven - en Lugo


Direkter Link zu den Etappen mit Fotos und Videos

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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