Casa Madre de Tuparenda

Veröffentlicht am 2021-08-29 In Haus Madre de Tuparenda, Schönstatt im Herausgehen, Werke der Barmherzigkeit

Fünf Jahre Casa Madre de Tupãrenda

PARAGUAY, Casa Madre de Tupãrenda, Ricardo Acosta •

Casa Madre de Tupãrenda wurde als Antwort auf die Rückfälligkeit von Jugendlichen in Erziehungsanstalten (=Jugendgefängnissen) gegründet. Innerhalb einer Gruppe von freiwilligen Helfern, die sich im Jugendgefängnis von Itaguá (CEI) engagierten, arbeitete P. Pedro Kühlcke erst als Freiwilliger, dann als Seelsorger, und sie sahen die Notwendigkeit, Jugendlichen, die aus der Haft entlassen wurden, einen Ort zu bieten, an dem sie an ihrer Persönlichkeit arbeiten und einen Beruf erlernen konnten, um sich wieder vollständig in die Gesellschaft zu integrieren. —

CMT

FUNDAPROVA ist der Rechtsträger, der dieses Programm unter der Führung der Schönstattpatres durchführt. Die Organisation wurde in Encarnación mit demselben Ziel gegründet, fand aber erst 2015 in Tupãrenda ihre wahre Aufgabe.

Es war während eines Einkehrtages der Schönstatt-Bewegung, als Pater Pedro die Anwesenden aufforderte, dass mehr Leute beim Samstagnachmittagssnack und der Katechese in der Jugendstrafanstalt mitarbeiten sollten, und viele schlossen sich an, unter anderem Ana Mendoza de Acha, Ehepaar Lourdes und Dr. José Marín und Gisela Fiorio. Aber es war nicht einfach, denn von der Idee bis zur Verwirklichung war eine Menge Arbeit zu leisten. Dieser Vorschlag erreichte die damalige Justizministerin Dr. Sheila Abed, die sich gemeinsam mit Dr. Carla Bacigalupo dafür einsetzte, dass die Mittel bereitgestellt wurden und das ersehnte Haus 2016 gebaut werden konnte.

Am 12. Februar 2016 wurde der Grundstein gelegt, um mit dem Bau des Hauses zu beginnen. Im selben Jahr am 1. August wurden die ersten Teilnehmer aufgenommen, und die Einweihung fand am 22. August statt.

Das Haus in Betrieb zu nehmen, war eine große Herausforderung an Vorbereitung, Lernen und Erfahrung. Der erste Prototyp des Programms wurde von der gemeinnützigen Organisation Paternitas in Chile angewandt. Dieses Modell wurde mit den notwendigen Anpassungen an die wirtschaftliche und gesellschaftliche Realität Paraguays übernommen.

CMT

P. Pedro Kühlcke, Fabian, Alfredo Mongelos (Sinafocal), Justizministerin Carla Basigalupo, Brain und Dr. José Marin

Fünf Jahre danach

Heute, nach fünfjährigem Bestehen und dank der Unterstützung und Finanzierung durch das Justizministerium am Anfang und derzeit mit der Unterstützung des Arbeitsministeriums über Sinafocal (Nationales System für Ausbildung und Berufsbildung in Paraguay), konnten wir große Fortschritte machen und vielen jungen Menschen Chancen bieten. Heute haben 41 Teilnehmer das Ziel erreicht und das Programm abgeschlossen. Die meisten von ihnen sind jetzt auf dem Arbeitsmarkt tätig. Drei der einundvierzig Absolventen wurden leider rückfällig, d. h. 93 % Wirksamkeit im Vergleich zu 7 %. Es gibt eine weitere große Zahl von jungen Männern, die das neunmonatige Programm nicht abgeschlossen haben, denen es aber dank des Prozesses gelungen ist, ihre Lebensprojekte neu auszurichten und neue Horizonte zu erschließen.

Das Programm konzentriert sich auf die Stärkung des Individuums und seiner Umgebung und schafft durch die Entwicklung sinnvoller Beziehungen einen Raum, in dem jeder Mensch Vertrauen in sich selbst, in andere Menschen und in seine Umgebung entdecken, schätzen und wiedergewinnen oder entwickeln kann.

Fünf Jahre nach dieser großen Leistung haben wir dank der interinstitutionellen öffentlich-privaten Unterstützung einige sehr wichtige Schritte zur Wiedereingliederung unternommen. Wir verfügen bereits über die beschriebenen Erfahrungen und Herausforderungen; von nun an gilt es, weitere Kräfte zu bündeln und voranzukommen, um möglichst vielen jungen Menschen diese Art von Chance zu geben, mit ihren eigenen Mitteln und mit der täglichen Anstrengung einer Arbeit voranzukommen, die ihrem Leben und dem ihrer Angehörigen Würde gibt.

CMT


Das folgende von Sinafocal erstellte und verbreitete Video zeigt, wie sehr diese Insitution sich CMT zu eigen gemacht hat:


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Original: Spanisch, 28.08.2021. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

 

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