Entrelazados

Veröffentlicht am 2021-03-11 In Projekte, Schönstatt im Herausgehen

Herausforderungen in unserem Apostolat annehmen

MEXIKO, Josefina Martínez Navarro •

Vor zehn Jahren entstand infolge eines starken Hurrikans, der die Stadt Monterrey heimsuchte, eine konkrete Möglichkeit, unterprivilegierte Familien mit Bildungsangeboten für Mütter, Kinder und Jugendliche zu unterstützen. Der Name „Entrelazados“ (Verflochten) spielt auf die gegenseitigen Bindungen in tiefen affektiven und spirituellen Beziehungen an, mit Beständigkeit und Ausweitung. —

EntrelazadosWir begannen mit Anregungen zur menschlichen und persönlichen Entfaltung und Kursen in Kunsthandwerk für Frauen, die in Kartonhütten in einem trockenen Flussbett lebten, manchmal mit mehr als 8 Personen in jedem Raum.

Nach und nach sahen wir Veränderungen in ihrem Glauben, denn sie wollten aktiver am Religionsunterricht teilnehmen und waren mehr daran interessiert, Gott und Maria nahe zu sein. Das waren Momente, in denen sie glücklich waren und für zwei Stunden die Probleme, die sie durchmachten, oder die Situation, in der sie lebten, vergaßen. Später konnten wir einen weiteren Standort in einer Kapelle eröffnen.

Nach kurzer Zeit begannen wir, in einer Grundschule ganz in der Nähe der Kapelle Werteunterricht zu geben, und dann wuchs das Ganze,  bis wir in vier öffentlichen Schulen präsent waren, die in gefährdeten Gebieten liegen.

Die Lehrer bezeugen die Veränderungen, die sie bei den Kindern beobachtet haben. Natürlich sind diese Errungenschaften ein Beweis dafür, dass, wenn man seine Hände in den Dienst von Gott und seiner Mutter stellt, sie dafür sorgen, dass sie Früchte tragen. Wir konnten Gottes Gegenwart in diesem schönen Apostolat sehen und die Bedeutung unseres Mottos erkennen: Nichts ohne Dich, nichts ohne uns!

Uns neu erfinden … oder untergehen

Aufgrund der Pandemie, die die ganze Welt durchmacht, konnten die Kinder im letzten Jahr nicht persönlich am Unterricht teilnehmen, so dass wir uns neu erfinden mussten, indem wir neue Wege fanden, sie durch die Arbeit mit Technologie zu unterstützen.

Im letzten Semester haben wir den Kindern Hefte mit wöchentlichen Aktivitäten zur Stärkung der Werte geschickt. Wir baten sie, uns diese an einem Tag im Dezember zu geben, damit wir sie anschauen können.

Wir waren sehr froh zu sehen, dass die meisten alles richtig beantwortetet hatten, was uns erkennen lässt, dass unsere Arbeit trotz der Pandemie Ergebnisse bringt.

Derzeit verschicken wir kleine Päckchen per WhatsApp und die Direktoren der einzelnen Schulen sind dafür zuständig, sie an ihre Lehrer zu schicken, die sie wiederum an die Kinder weiterleiten. Zu jedem Thema schicken wir ihnen auch Vorschläge für Filme, die sie sich ansehen können und die sich auf das jeweilige Thema beziehen. Die Mütter haben uns geschrieben, dass sie sehr glücklich sind und dass jetzt sogar sie diese Module anschauen und sie ihnen helfen, zu reflektieren. Eine schrieb uns zum Beispiel, dass das Thema Empathie ihr geholfen habe, zu reflektieren und zu erkennen, dass jeder in ihrer Familie schwierige Zeiten durchmacht, und so begann sie, eine bessere Einstellung zu haben und sie zu bitten, sich gegenseitig zu verstehen.

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Jeden Tag kommen wir ein bisschen mehr voran

Heute war ein großartiger Tag, weil zwölf Kinder über Zoom eine Verbindung herstellen konnten. Es war super aufregend, sie durch diese Modalität zu sehen, und hoffentlich werden sich bald noch mehr anschließen, obwohl wir wissen, dass nicht alle die nötigen Mittel dazu haben.

Für die „Verflochtenen“ war es eine Herausforderung zu lernen, wie man mit diesen technologischen Ressourcen umgeht, aber immer mit der besten Einstellung weiterzuarbeiten, damit Gottes Liebe in unserer Welt regieren kann. Darüber hinaus fühlen sich alle Mitarbeiter verpflichtet, für unsere Kinder zu beten.

Ich danke Gott jeden Tag, dass er mich auserwählt hat, zu diesem schönen Apostolat zu gehören.

 

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1 Responses

  1. Paz Leiva sagt:

    Das Lesen dieses Artikels macht einigen von uns Mut. Es ist wichtig, die Mission nicht aus den Augen zu verlieren. Mögen die Probleme und Skandale uns nicht vergessen lassen, dass unser Ziel das Apostolat ist. Schon der Name dieses Projekts ist schön. Danke für das Weitergeben von geglücktem Leben.

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