Veröffentlicht am 2020-05-11 In Schönstatt im Herausgehen, Solidarisches Liebesbündnis in Zeiten von Coronavirus

Unser Bischof auf dem Weg heraus zum Bildstock

PARAGUAY, José Antonio Zaracho •

Es ist nicht neu, dass Bischof Francisco Pistilli von Encarnación im Süden Paraguays, Schönstatt-Pater,  ein Bischof im Herausgehen ist: Herausgegangen ist er am 25. März, zu Beginn der Quarantäne, um die Statue der Madonna von Encarnación durch die Straßen zu den Krankenhäusern zu tragen; herausgegangen ist er am Barmherzigkeitssonntag, um das Bild Jesu durch die Straßen der Stadt zu tragen, und er ging und geht heraus mit live übertragenen Messen aus der Kathedrale, mit kurzen Botschaften der Ermutigung, der Motivation.  —

„Vielen Dank, Herr Bischof, dass Sie immer Dinge mit uns teilen, die unsere Stimmung heben und uns so viele Dinge lehren“, sagt Sonia Zaracho. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Bischof Pistilli am 15. April, dem Tag, an dem sich die Schönstatt-Bewegung Paraguays einer von Schönstatt aus initiierten Krönungsströmung anschloss, zum Bildstock auf dem Gelände an der Uferpromenade von Encarnación hinausging, wo eines Tages ein Schönstatt-Heiligtum gebaut werden soll.

Die Krone der Gottesmutter von Schönstatt am Bildstock der Zukunft

Die Schönstattfamilie von Encarnación beschloss, die Krone für die Gottesmutter von Schönstatt in unserem Bildstock zu erobern, der sich auf dem Grundstück befindet, von dem die Familie träumt, dass dort eines Tages das Heiligtum im Süden stehen wird.

Angesichts der weltweiten Verbreitung von COVID-19 sowie des neuen Modells und der Anforderungen des sozialen Zusammenlebens, der Verwendung von Masken und der Hinweise zur Vermeidung von Menschenansammlungen war es für die Familie unmöglich, sich physisch zu treffen, so dass das Spiritualitätsteam beauftragt wurde, die Zeiten und die Form des virtuellen Treffens per Computer und Telefon zu bestimmen, mit der Idee, die Krone durch eine Rosenkranznovene unter Beteiligung der Schönstattfamilie zu erarbeiten.

Auf diese Weise begannen wir mit der Erarbeitung der neuen Krone, die in den Häusern der Bündnispartner durchgeführt werden sollte, sei es in ihren Hausheiligtümern, Zimmerheiligtümern, Marienecken oder in einem anderen Teil des Hauses. Alle waren begeistert von der Eroberungskampagne: Kleine Pioniere, Marienapostel, Mädchenjugend, Mannesjugend, Kampagne der Pilgernden Gottesmutter, Berufstätige, Pastoral der Hoffnung, Apostolische Familienliga und Familienbund.

Die Arbeit vor der Novene war wichtig und spannend, da unterneinander erzählt wurde, was jede Gruppe, jeder Zweig oder jede Familie jeden Tag erlebte, indem sie jeden kleinen Teil der Krone eroberten, die sie der Gottesmutter am 15. April schenken würden. Dieses Ereignis war für den gesamten südlichen Teil des Landes von großer Bedeutung, so dass sich am Ende alle die Zeit nahmen, daran teilzunehmen und ihre bedingungslose Liebe zur Gottesmutter von Schönstatt nach außen zu tragen.

Encarnación, 19.04.2020

Unerschütterlichen Glaube und feste Hoffnung auf ihre mütterliche Liebe

So kamen wir zu dem großen Tag, dem 15. April, als unser Diözesanbischof Francisco Javier Pistilli sich in seinem vollen Terminkalender Zeit nahm und trotz der Gefahr einer Ansteckung mit dem gefürchteten Coronavirus erneut seine Liebe zur Schönstattfamilie zeigte und sich mit Freude an den Ort begab, wo das Bildstöckchen steht. Dort, vor dem Bild der Gottesmutter von Schönstatt, nahm er den Krönungssegen und den Krönungsritus für die ganze Familie der Diözese vor, wobei er offenbarte, dass er die Krone der Gottesmutter überreichte, ebenso wie P. Kentenich hatte es bei mehreren Gelegenheiten getan, und dass wir jetzt, vereint als Schönstattfamilie in der Welt, den Schutz der Gottesmutter genießen würden und dass wir in unsere Herzen das eingravieren würden, was wir der Dreimal Wunderbaren Mutter in dieser Krone schenken, dass wir einen unzerbrechlichen Glauben und eine feste Hoffnung auf ihre Liebe als Mutter in dieser Zeit des Coronavirus haben würden, und dass sie unsere Herzen als ihre Krone annehmen würde, während wir einstimmig beteten: „Königin der Weltgesundheit, bitte für uns. Königin der Weltgesundheit, setze auf uns.“

Eines Tages…

Zusammen mit so vielen Menschen und Gemeinschaften, die Arbeits- oder Lebensprojekte, Hochzeiten, Taufen, Segnungen, Reisen oder Treffen absagen oder verschieben mussten, wartet die Schönstattfamilie aus dem Süden Paraguays auf den Tag, an dem sie den Bildstock und das Gelände des zukünftigen Heiligtums wieder besuchen kann.

Original: Spanisch, 10.05.2020. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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