Veröffentlicht am 2019-12-16 In Haus Madre de Tuparenda, Schönstatt im Herausgehen, Werke der Barmherzigkeit

Gottes Lieblingsmenschen, die Kinder von der Straße

PARAGUAY, Ani Souberlich •

„Du bist mein geliebter Sohn, und diese Liebe zu Gott kann bewegen und viele Dinge ändern.“ P. Pedro Kühlcke begann seine Predigt am Tag, an dem sieben Teilnehmer der Casa Madre de Tupãrenda (CMT) die Sakramente empfingen. Josia wurde getauft; Emanuel und Angel empfingen die Erstkommunion; Rodolfo, Christian, Alci und Luis wurden gefirmt. Wie jedes Jahr konnten die Teilnehmer dank der Katecheten Oscar Sugastti, Ceferino Orué und Miguel Arrúa Gott besser kennenlernen und sich frei entscheiden, die Sakramente der christlichen Initiation zu empfangen. Die CMT öffnet ihre Türen unabhängig von Glauben und Religion und respektiert und pflegt die Freiheit jedes Einzelnen, für sich die Frage des Glaubens zu entscheiden.—

Wie bei jedem Fest der in der CMT gefeierten Sakramentenspendungen war auch hier die Gegenwart und Nähe Gottes durch den Geist der Freude präsent und spürbar, ohne dabei das „liebevolle Detail“ zu vergessen, uns an diesem Tag mit „nur“ 33°C zu erfrischen, anstelle Hittze mit 40°C und mehr, die wir in den vergangenen Wochen erlebt hatten.

Wichtig sein für seine Mutter

Josía, der die Taufe empfangen würde, war den ganzen Tag über besorgt, weil er wollte, dass seine Mutter an einem für ihn so wichtigen Tag anwesend war. Sein Blick wich nicht vom Eingangstor ab.

Wir waren uns nicht sicher, ob er kommen würde oder nicht, und so war das Anliegen des gesamten CMT-Teams:

dass seine Mutter kommt, damit sich dieser 17-Jährige JUnge nicht schon wieder verlassen fühlt und erleben kann, „wie wichtig“ er ist, auch wenn Gott ihm heute in seiner Taufe sagt: „Du bist mein geliebter Sohn“.

Es ist schwierig, in Worten die Verwandlung eines traurigen und glanzlosen Blicks…. in einen Blick voller Freude und Strahlen zu beschreiben in dem Moment, als seine Mutter erschien!

Mit seinen 17 Jahren und trotz der unzähligen Erfahrungen der Vernachlässigung und Gewalt, die er seit seiner Kindheit erlitten hat, wünscht er sich weiterhin mit ganzer Kraft seines Herzens, für seine Mutter „wichtig“ zu sein. Viele Male machen wir als Eltern Fehler und ermessen nicht die schmerzhaften Spuren der Abweisung und Verlassenheit, die wir im Leben unserer Kinder hinterlassen, Verlassenheit, die sie dazu bringt, schlechte Wege zu gehen, schlechte Gesellschaft zu suchen.

Gnade, mit Händen zu greifen

Oft, um nicht zu sagen eigentlich immer, wird uns als Team der Casa Madre, die wir sie 8 Stunden am Tag begleiten, klar, dass wir alle unsere Hände ausgestreckt haben können, um ihnen Unterstützung, Halt, Zuneigung, Festigkeit und Zärtlichkeit anzubieten…. aber wenn die Gottesmutter und der gute Gott nicht über jede tiefe Wunde der Seele und des Herzens jedes Teilnehmers heilend „pusten“ würden, wäre das Wunder der Verwandlung, den neuen Menschen anzuziehen, nicht machbar und nicht erklärbar.

Oft muss ich sagen, dass man die Gnade, die im Haus Madre de Tupãrenda herrscht, mit den Händen „berühren“ kann. Dort sind zweifellos die Lieblingsmenschen Gottes, der Kleinen, diejenigen, die seit ihrer Kindheit lernen mussten, auf der Straße zu überleben, und die durch ein Wunder noch am Leben sind.

Der Kampf zwischen Gott und dem Teufel „passiert Tag für Tag“ in ihrem Leben, aber heute haben sich diese sieben Teilnehmer entschieden, Gott ein JA zu geben und ihre Herzen zu öffnen, damit Er weiterhin Wunder der Verwandlung in ihrem Leben wirkt, bis sie das Ziel erreichen.

„Jedes ausgegrenzte Kind, jedes misshandelte Kind, jedes sich selbst überlassene Kind, jedes Kind ohne Schule, ohne medizinische Versorgung ist ein Schrei, der zu Gott aufsteigt“, sagt Papst Franziskus in seinem jüngsten Video. „IIn jedem von ihnen ist Christus, der als hilfloses Kind in unsere Welt gekommen ist. Christus ist es, der uns in jedem dieser Kinder ansieht.“ In einem dieser Kinder, wie Josia…..

Aguije, Gracias, Dankeschön, Obrigado, Merci, Grazie, Thanks, Dankewol, Dziękuję…

…. an alle Menschen von hier und darüber hinaus, die Flüsse und Meere überqueren, die uns mit ihrem Gebet und ihrem sehr wertvollen Beitrag durch die Patenschaft für einen Jungen von CMT begleiten.

Dank euch allen konnte und kann die Casa Madre de Tupãrenda seit letztem Mai ihreTüren offen halten. In dieser Zeit des Advents möge der liebe Gott euch seine Gegenwart geben, und möge er euch das Gute, das ihr für Gottes Lieblingsmenschen leistet, mit Zins und Zinseszins vergelten!

 

 

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