Veröffentlicht am 16. Juni 2019 In Schönstatt im Herausgehen

Am letzten Maisonntag: Wallfahrt zum Heiligtum Mont Sion Gikungu

BURUNDI , Claudine Niyomwungere •

Zum Maiabschluss am Sonntag, den 26. Mai 2019, empfing das Schönstatt-Heiligtum von Mont Sion Gikungu viele Pilger aus allen Pfarreien des Vikariats von Bujumbura und seiner Umgebung, Vertreter  Geistlicher Bewegungen, aber vor allem Mitglieder von Gruppierungen, die alle zur „action catholique“ (M.A.C.) in Bujumbura gehörten. Ein kleiner „Weltapostolatsverband“ war zusammengekommen.—

Morgens um 8.30h versammelte sich eine große Menschenmenge vor dem Militärhospital Kamenge, und folgte dann in einer Prozession dem MTA – Bild sowie einem Banner mit der Aufschrift „Denn der Mächtige hat Großes an mir getan“ (Lukas I,49) den Berg hinauf zum „Mont Sion Gikungu“. Zwei Chöre, Tänzerinnen und Tänzer, zahlreiche Banner und eine große Anzahl konzelebrierender Priester begleiteten Erzbischof Gervais Banshimiyubusa von Bujumbura, der den Dankgottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche zelebrierte.

Eine Tradition seit 2011

In seinem Willkommensgruß wies Pater Félicien Nimbona, Rektor des Heiligtums, darauf hin, dass bereits vor 18 Jahren  Mitglieder unterschiedlicher katholischer Bewegungen den damaligen Bischof gebeten hatten, einen feierlichen Maiabschluss zu gestalten, um ein Gegengewicht gegen die Ablehnung Marias in einigen christlichen Kirchen Burundis zu schaffen. Und seit 2001 ziehen nun jedes Jahr am letzten Maisonntag zahlreiche Gruppierungen zum Schönstattheiligtum, indem sie daran erinnern, dass Burundi der Gottesmutter geweiht ist: „Unsere Königin regiert in unseren Herzen. Unser Land gehört der Seligen Jungfrau Maria!“

Die Friedensbotschaft Jesu

Erzbischof Banshimiyubusa ging in seiner Predigt auf die Friedensbotschaft ein, die Jesus im Evangelium dieses Sonntags seinen Jüngern anvertraut habe („ Frieden hinterlasse ich euch, meinen Friedengebe ich euch.., Johannes 14, 23-29). Und die Gottesmutter Maria habe der Welt diesen „König des Friedens“ gebracht. Und so sei es die Aufgabe der Christen in ihrer Umgebung, in ihrem Alltag Zeugen des Friedens, Boten des Friedens zu sein. Die Liebe, die den Vater bewogen hat, seinen Sohn in die Welt zu senden, sollen Christen in ihrem Leben erfahrbar machen. „Christen sind Baumeister des Friedens und müssen ihn anderen Menschen weiterschenken!“ rief der Bischof den ca. 5000 Pilgern zu.

Er begrüßte eigens die anwesenden Schönstätter Akademikerinnen aus Deutschland, die drei Wochen im Land waren. Sie besuchten dort die neue Gruppe der Gemeinschaft. Die Gruppe, zu der auch die Verfasserin dieses Artikels gehört, hat sich 2017 zusammengefunden und hat inzwischen schon 120 Mitglieder.

Segen im Heiligtum

Der Gottesdienst wurde durch zahlreiche Gesänge und Tänze zu einer begeisternden, mitreißenden Feier.  Immer wieder streuten Mädchen Blütenblätter vor dem MTA-Bild, tanzten junge Männer in burundischer Kleidung vor dem Altar. Bei der Danksagung nach der Kommunion erreichte die Begeisterung der Pilger ihren Höhepunkt, alle klatschten mit oder erhoben die Arme im Rhythmus der Musik.

Schließlich mündete die Eucharistiefeier in eine Prozession von der Kirche zum Heiligtum der Gottesmutter, wo der feierliche Maiabschluss mit dem Segen des Bischofs endete.

Original: Französisch. Übesetzung und Bearbeitung: Inge Wilhelm, Deutschland

Fotos: Claudine Niyomwungere, Inge Wilhelm

 

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