Veröffentlicht am 23. Mai 2019 In Projekte, Schönstatt im Herausgehen

Setzt etwas aufs Spiel, auch wenn ihr Fehler machen werdet (CV 143)

COSTA RICA,  José A. Martínez und Anelena Hueda •

Am  Sonntag, den 28. April 2019,  fand im Heiligtum der Familie der Hoffnung in San José, Costa Rica, bereits das dritte Treffen für befreundete Paare statt. Die Begegnung war am Nachmittag eines schönen und sonnigen Sommertages, an dem die Gnaden, die die MTA gibt, von den 30 anwesenden Paaren wirklich gespürt und empfangen wurden. —

Im Mittelpunkt der Aktivität stand das Thema „In der Liebe: Setzt etwas aufs Spiel, auch wenn ihr Fehler machen werdet(CV 143), inspiriert durch das kürzlich veröffentlichte nachsynodale Apostolische Schreiben von Papst Franziskus an die Jugend „Christus Vivit“ (Nr. 143). Es war ein Nachmittag voller offener Räume der Begegnung im Schatten des Heiligtums, der diese Jugendlichen zum Dialog und zur Vertiefung ihrer Beziehungen, zur Arbeit in gegenseitigen Verpflichtungen und gemeinsamen Zielen als Paar aufforderte.

Darüber hinaus hielt Pater José Luis Correa einen Vortrag, in dem der Ruf, glückliche Zeiten der Verliebtheit zu leben und im Glauben gestärkt zu werden, laut und deutlich erklang.

Weiter gab das junge Paar Beto und Gaby ein Zeugnis über die Bedeutung und den Sinn, die die Teilnahme an einer der Paargruppen für sie und  ihre Zeit der Vorbereitung auf die Ehe hatte, und lud diejenigen ein, die sich noch nicht getraut hatten und nun die Gelegenheit haben, sich einer dieser Gruppen anzuschließen, wo sie von jungen Paaren begleitet werden, die sie mit einem Angebot aktiver Teilnahme voller katholischer Werte und der Pädagogik von Pater Josef Kentenich begleiten.

 

Anregende Arbeit mit ausgesuchten Texten aus Christus Vivit

Anschließend gab es eine sehr lebendige Gruppenarbeit, bei der die Paare intensiver über einige Passagen des Nachsynodalen Apostolischen Schreibens sprachen, Stellen, die Pater José Luis und die Ehepaare, aus denen sich die Kommission für die Pastoral befreundeter Paare zusammensetzt, ausgesucht hatten mit dem Wunsch, eine Atmosphäre des Nachdenkens und des Dialogs zwischen dem, was die Kirche uns vorschlägt und dem, was die Welt uns bietet, zu schaffen.

Es erwies sich als eine wirklich produktive Aufgabe für die jungen Paare, die es sehr genossen, auch wegen der einfachen, persönlichen Sprache dieses Schreibens,  und es ihnen ermöglichte, Erfahrungen und Ideen auszutauschen, die sie in Schlussfolgerungen zum Ausdruck brachten, die sie später mit dem Rest der Teilnehmer teilten.

Sie arbeiteten in einer solchen Harmonie und  ließen sich so von dem geistlich-natürlichen Klima bewegen,  dass  am Ende des Tages eine der Arbeitsgruppen geschlossen  seinen Wunsch mitteilte, eine neue Paargruppe  zu bilden aus den Paaren, die in dieser Arbeitsgruppe zusammen gewesen waren – eine Bitte, die zweifellos angenommen wurde.

Erste Jugend-Sonntagsmesse im Heiligtum

Es war ein wirklich gesegneter Nachmittag,an dem man diese Haltung, für Christus etwas aufs Spiel zu setzen und Wagnisse einzugehen, zu der der Papst die Jugendlichen in seinem Brief ermutigt und die wir auch von Pater Kentenich kennen (nicht umsonst heißt die nach wie vor populärste Novene um seine Fürbitte „Mut zum Wagnis“), geradezu mit Händen zu greifen war.

Das Treffen endete mit einem Moment von Gabe und Aufgabe, als jedes junge Paar einen konkreten Beschluss für seine Beziehung der Gottesmutter im Heiligtum in den Krug des Gnadenkapitals legte, und dem Segen von Pater José Luis. Kurz darauf begann die erste Jugend-Sonntagsmesse im Heiligtum, zu der die Paare natürlich eingeladen waren und an der sie aktiv teilnahmen.

 

 

Deutlich spüren, dass wir nicht allein unterwegs sind

José und Vale fassen ihre Erfahrung so zu sammen:

Dieser Nachmittag war echt ein Geschenk Gottes und der Gottesmutter, der Ehepaare und P. José Luis, die ihre Zeit dafür gegeben haben, für uns einen Raum zu schaffen, in dem wir nachdenken und unsere Beziehung zu zweit vertiefen konnten. Die Gruppenarbeit mit anderen Paaren war ein großer Gewinn, wir haben viel gelacht, neue Freunde kennengelernt, mit denen wir viel gemeinsam haben. Man fühlt sich sonst doch oft als Minderheit auf dem Weg mit einer Beziehung, in der Gott auch eine Rolle spielt. An diesem Nachmittag haben wir erlebt, dass viele die gleichen Kämpfe austragen – sozialer Druck, Angst, einander die Treue halten und einen Weg des Wartens zu gehen, wo es um intime Beziehungen geht. Hier war auf einmal klar, da sind wir doch gar nicht allein, wir gehen einen anderen Weg, aber auf dem sind viele unterwegs. Da wächst der Wunsch nach mehr, es war wie ein kräftiger Stoß nach vorn verbunden mit einer neuen Kraft und Lust auf eine Beziehung nach den Plänen Gottes.

 

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

 

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