Veröffentlicht am 7. April 2019 In Haus Madre de Tuparenda, Schönstatt im Herausgehen, Werke der Barmherzigkeit

Die beiden ersten Absolventen von Casa Madre de Tupãrenda im Jahr 2019

PARAGUAY, P. Pedro Kühlcke •

Am 20. März hatten wir die Freude, an der Abschlussfeier der ersten beiden Absolventen der Casa Madre de Tupãrenda im Jahr 2019 teilzunehmen: Jonathan und Ignacio. Damit steigt die Zahl der Teilnehmer auf 25, die das gesamte Programm der sozialen Habilitation und Arbeitseingliederung erfolgreich abgeschlossen haben.  —

Da klingen die Worte auf , die Papst Franziskus an alle Jugendlichen und damit auch an Jonathan und Ignatius und an alle jungen Männer in der Casa Madre de Tupãrenda gerichtet hat:

Christus lebt. Er ist unsere Hoffnung, und er ist die schönste Jugend dieser Welt. Alles, was er berührt, verjüngt sich, wird neu, füllt sich mit Leben. Die ersten Worte, die ich also an jeden Einzelnen von euch jungen Christen richten möchte, lauten: Er lebt und er will, dass du lebendig bist!

Er ist in dir, er ist bei dir und verlässt dich nie. So sehr du dich auch entfernen magst, der Auferstandene ist an deiner Seite; er ruft dich und wartet auf dich, um neu zu beginnen. Wenn du dich aus Traurigkeit oder Groll, Furcht, Zweifel oder Versagen alt fühlst, wird er da sein, um dir Kraft und Hoffnung zurückzugeben.

Viele von ihnen haben jetzt einen sozialversicherten Arbeitsplatz, z.B. im Bäckereibereich verschiedener Supermärkte, die uns unterstützen. Einer der Absolventen erzählte uns stolz, dass er dank der sozialen Sicherheit seines Jobs seine Mutter in ein gutes Krankenhaus bringen und seinem jüngeren Bruder helfen konnte, sein Studium abzuschließen.

Ein anderer erzählte uns ganz überrascht, dass er – zum ersten Mal in seinem Leben! – bezahlten Urlaub habe.

Nur einer von 25 Absolventen landete wieder im Gefängnis

Derzeit ist nur einer von allen Absolventen wieder im Gefängnis. Das Programm von Casa Madre de Tuparenda zeigt damit seine große Wirksamkeit, um die Rückfallquote junger Menschen, die im Strafvollzug gelandet waren, deutlich zu reduzieren.

Wir sind immer allen Wohltätern dankbar, die es uns weiterhin ermöglichen, denen, die nie eine hatten, eine Chance zu geben, und ebenso dem Justizministerium und anderen Institutionen für ihre langjährige Unterstützung.

Gott und die Gottesmutter von Tupãrenda mögen allen reich und überreich vergelten, was sie für unsere Jungen, für die, die es so sehr brauchen, tun!

Jesus ist in diesen Kreuzen der jungen Menschen gegenwärtig

Die Wohltäter von CMT unter den Besuchern von schoenstatt.org kann man (noch) an den Fingern einer Hand abzählen – es sind wenige, aber sehr hochherzige. Und natürlich rechnen wir mit noch mehr solidarischen Menschen. Denn wir sind überzeugt, dass es unter denen, die schoenstatt.org besuchen und etwas daraus machen, viel Solidarität und Hochherzigkeit gibt.

 

Bei jungen Menschen gibt es auch Schicksalsschläge, Misserfolge, traurige Erinnerungen, die sich tief in ihre Seele eingeprägt haben. »Diese Verletzungen stammen« oftmals »aus Niederlagen in der eigenen Geschichte, aus enttäuschten Wünschen, erlittenen Diskriminierungen und Ungerechtigkeiten, dem Gefühl, nicht geliebt oder anerkannt zu werden.« »Dann gibt es moralische Verletzungen, belastende eigene Fehler, Schuldgefühle, weil man etwas falsch gemacht hat.«[38] Jesus ist in diesen Kreuzen der jungen Menschen gegenwärtig, um ihnen seine Freundschaft, seine Linderung, seine heilende Begleitung anzubieten, und die Kirche will sein Werkzeug auf diesem Weg zur inneren Genesung und zum Frieden des Herzens sein.

Christus Vivit, 83

Nachsynodales Apostolisches Schreiben CHRISTUS VIVIT von Papst Franziskus an die jungen Menschen und das ganze Volk Gottes

Offizielle Webseite von Casa Madre de Tupãrenda (spanisch, englisch, deutsch)

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