Veröffentlicht am 22. Dezember 2018 In Schönstatt im Herausgehen

Zehnter Jahrestag von Giurcap, der Jura-Campuspastoral in Roma Tre – Freundschaft, Glaube, Uni

ITALIEN, Gian Francesco Romano •

24. November 2008: Ermutigt durch einen argentinischen Priester, gründen einige Studenten der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Roma Tre – sinnigerweise genau 12 Studenten – „Giurcap“, eine Universitätsseelsorge, die sich von der gewöhnlichen unterscheidet: weil die Teilnehmenden nicht nur eine gültige und menschliche religiöse Begleitung in einer bestimmten Lebensphase anbieten, sondern vor allem, weil sie einer Gruppe von Menschen eine Atmosphäre, ein Klima bietet, die in der Lage ist, sich auch über das Ende ihres Studiums hinaus fortzusetzen und in der es möglich ist, als Person, als Christ und als Gemeinschaft zu wachsen. All dies in enger Verbindung mit der Schönstatt-Bewegung. —

 

Am Samstag, den 24. November 2018, wurden die ersten zehn Jahre von Giurcap gefeiert. In diesen Jahren waren die Zeichen der Güte Gottes gegenüber dieser Jugendgruppe zahlreich. Eine Berufung zum Priestertum, eine weitere Berufung im Prozess der Unterscheidung für den Eintritt in einen Frauenorden, mindestens fünf Ehepaare, die in der Gruppe geboren wurden, und eine quicklebendige Schar von Kindern dieser Paare (die Giurcap-Maskottchen) sind in der Tat die offensichtlichsten und schönsten Früchte all derer, die in diesen Jahren gewachsen sind. Andrea Lonardo, Direktor der Universitätspastoral der Diözese Rom, ging von genau diesen Elementen aus, um über die besondere Gnade von Giurcap während der Eucharistie zu sprechen, die in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern gefeiert wurde. Pater Facundo Bernabei vom Institut der Schönstattpatres und jetziger geistlicher Leiter von Giurcap, Pater Beltrán Gómez, ebenfalls Schönstattpater, und Pater Giuseppe Caciotti, ein junger Augustinerpriester, konzelebrierten mit ihm (genau genommen ist seine Priesterberufung in Giurcap gereift).

Das „Erfolgsgeheimnis“ der Gruppe

Die Basilika Sankt Paul vor den Mauern war schon immer das Zentrum des geistlichen Lebens von Giurcap, da sie nur wenige Meter von der Juristischen Fakultät entfernt ist. Während der Messe dankte Monsignore Lonardo den Schönstattpatres: dem argentinischen Pater Ludovico Tedeschi, dem paraguayischen Pater Alfredo Pereira und dem erwähnten Pater Facundo Bernabei, ebenfalls Argentinier, die die Gruppe in diesen zehn Jahren begleitet haben. Dann erinnerte er sich an die Teilnahme Giurcaps an den Diözesaninitiativen, an die von seinen Mitgliedern organisierten Veranstaltungen, an die vielen Jugendlichen, die sich dem Glauben näherten, und schließlich an das, was er als „Erfolgsgeheimnis“ der Gruppe erkannte: die Zugehörigkeit zur Pastoral nicht als Zeichen der Abgrenzung, erst recht nicht als Widerstand gegen die ungläubigen Jugendlichen, die die Universität besuchen, sondern als Dienst und Auftrag für alle und um Zeugen der Freude am Evangelium unter ihnen zu sein.

Vor dem Verlassen der Basilika gab es noch einen weiteren wichtigen Moment: das Vertrauensgebet zum heiligen Paulus, dem Schutzpatron von Giurcap, das direkt über der Krypta gebetet wurde, in der seine Überreste beigesetzt sind, begleitet von der Präsentation der offiziellen Giurcap-Fahne – ein Banner, das die Mitglieder der Pastoral vorerst nur als geliehen ansehen, da sie sich die Aufgabe gestellt haben, es durch geistliche Opfer, Gebet und die Verpflichtung, andere Mitglieder aufzunehmen, zu erarbeiten.

Die Erinnerung an die Ursprünge, die Treue zum Projekt Giurcap, die ständige Präsenz Mariens in den verschiedenen Wechselfällen und Aktivitäten sowie die der Gruppe eigenen Charakterzüge und Zukunftsperspektiven waren die Themen einer Reihe von Videobotschaften von früheren Verantwortlichen für die Pastoral, von Schönstattpatres und Frau Pilar Jensen.

Das Mittagessen war eine Gelegenheit für einen informellen Moment des Austausches und des Dialogs, des Austausches und der Erinnerung, insbesondere für diejenigen Mitglieder, die aus Alters (ja, ja, Ü30)- oder Versetzungsgründen nicht mehr zu 100% an den Aktivitäten der Gruppe teilnehmen können, aber die die Gelegenheit zur Feier des Jahrestages nicht verpassen wollten.

 

Dankbar für die Vergangenheit und optimistisch für die Zukunft.

Am Nachmittag wurde durch verschiedene Zeugnisse die gesamte Geschichte von Giurcap von den Anfängen bis heute erzählt: die Pilgerfahrt zum Grab des Apostels der Heiden im Paulusjahr, die die Möglichkeit bot, die Gruppe zu gründen, die Entscheidung, dieser Gemeinschaft Form und Struktur zu geben, die ersten Konferenzen, die innerhalb der Fakultät zu aktuellen Themen organisiert wurden, das Apostolat der Katechese zur Vorbereitung von Erwachsenen auf die Konfirmation, die Erneuerung der Gruppe im Laufe der Jahre, die wichtigsten Momente – wie die Rede, die die die damalige Sekretärin Rossella Minici im Jahr 2012 vor Papst Benedikt XVI. in der Peterskirche im Namen aller römischen Universitätsstudenten gehalten hatte, um den konkreten Blick auf aktuelle und zukünftige Ereignisse zu werfen. Ein Blick, der nach den Worten der jetzigen Sekretärin Enrica Giunta sowohl dankbar für die Vergangenheit als auch optimistisch für die Zukunft ist, im Bewusstsein, dass Giurcap immer hart gearbeitet hat und gleichzeitig immer Raum für Gottes Handeln und Überraschungen gelassen hat.

Mit der Präsentation des Doppelposters zum zehnjährigen Jubiläum, des Kuchens und des Toasts unter allen Anwesenden, eines Schlussgebets und des unvermeidlichen Gruppenfotos wurde der erste Teil der Feierlichkeiten endgültig abgeschlossen.

Ja, denn am Tag danach erreichte das Fest seinen Höhepunkt mit der Teilnahme der Mitglieder der Gruppe am Angelus auf dem Petersplatz, wo sie bei sintflutartigem Regen mit dem Heiligen Vater beteten und sich schließlich über den ausdrücklichen Gruß des Papstes an die Giurcapjugend freuten.

Original:Italienisch, 2.12.2018. Übeseztung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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