Veröffentlicht am 31. März 2018 In Projekte, Schönstatt im Herausgehen

Pastoral der Hoffnung: von Paraguay nach Mexiko

MEXIKO/PARAGUAY, Lauro Cañete und Marguerite Beckers •

Vor drei Jahren beschlossen wir, für eine Reise nach Mexiko zu sparen und dort eine befreundete Familie zu besuchen. Ende letzten Jahres entschieden wir uns zu fahren und begannen die Vorbereitungen und die Buchung.  Wir sprachen eher nebenbei mit unseren nationalen Koordinatoren der Pastarol der Hoffnung, Gustavo und Sandra Cortázar, darüber, die uns daraufhin die Adressdaten von Schönstättern in Querétaro, Mexiko, schickten, die sie um Information und Material gebeten hatten, um die Pastoral der Hoffnung in dieser Diözese zu starten. Was als einfache Urlaubsreise begonnen hatte, wurde zu Abenteuer und Dienst. Zum Dienst der Schönstatt-Bewegung von Paraguay im Herausgehen zur Gründung. Wir setzten uns in Kontakt, und so begann ein reger Mailverkehr. —

Pastoral der Hoffnung

Paraguay im Herausgehen – für die Pastoral der Hoffnung

Wir selbst sind Diözesan-Koordinatoren der Pastoral der Hoffnung für geschiedene und wiederverheiratete Paare in Encarnación im Süden Paraguays. In Queretaro, Mexiko, sind María del Carmen Vázquez und Antonio Duarte aus der Familienbewegung die Diözesanverantwortlichen der Pastoral der Hoffnung.

Nachdem wir klar hatten, dass wir fahren konnten und unser Zeit- und Finanzbudget überschlagen hatten, informierten wir sie, dass wir im Februar kommen und uns freuen würden, sie zu besuchen, um einander kennen zu lernen und uns auszutauschen.

Antonio und Ma. del Carmen fragten uns, ob wir sie bei einer Tagung unterstützen könnten, um den Beginn der Pastoral der Hoffnung in der Diözese Querétaro zu unterstützen. Die Tagung war für den 10./11. Februar geplant. Wir sagten sofort zu und versprachen unsere Mitarbeit. Am 4. Januar schickten sie uns den Plan und baten uns, zwei Themen zu übernehmen.

Wir passten unsere Reise so an, dass wir ab dem 9. Februar in Querétaro waren, um die letzten Details für das große Ereignis zu klären.

Die Teilnehmer kamen nicht aus der Schönstatt-Bewegung, auch wenn einige schon einmal davon gehört hatten. Es waren Leute aus zwei Pfarreien, insgesamt 46 Personen –  überwiegend wiederverheiratete Geschiedene und einige kirchlich verheiratete Paare.

Eine Erfahrung der barmherzigen Liebe Gottes

Das allgemeine Ziel der Tagung war, dass die Teilnehmer die barmherzigen Liebe Gottes zu seinen Kindern in jeder Situation ihres konkreten Lebens sehen, erfahren und fühlen könnten. Gleichzeitig ging es darum, ein Gespür zu wecken für die Berufung zur Heiligkeit als Kinder Gottes, und dafür, dass sie alle wirklich Teil der Kirche sind, dass Gottes Gnade in ihnen strömt, weil der Vater sie liebt. Es ging um verschiedene Themen wie missionarische Jünger in jeder Lebenssituation sein, die Botschaft von Amoris Laetitia (Freude der Liebe), die Realität der wiederverheirateten Geschiedenen und die heilige Messe als Fest für alle.

In unserem ersten Thema ging es um die Notwendigkeit der persönlichen Umkehr und die Berufung zu Heiligkeit, den Blick auf das ewige Leben in der Transzendenz unseres Geistes, das erste Ziel des Lebens des Kindes Gottes und missionarischen Jüngers.  Vergebung ist dabei ein Schlüsselelement für jeden, doch besonders für jemanden, der die Erfahrung von Trennung und Scheidung hinter sich hat; da gilt es besonders, in der neuen Lebensform und -phase Vergebung zu suchen, um nicht nur mit der Vergangenheit und allen negativen Situationen und Erfahrungen zu brechen, sondern um als Person wieder heil zu werden.

Auf der Suche nach dem „Geliebten“

Bei unserem zweiten Thema sprachen wir über die Suche nach dem Geliebten, Jesus Christus, denn nachdem viele ihn zuerst und vor allem als „Meister“ und „Lehrer“ sehen, geht es darum, ihn zu lieben und zum Spiegel seiner Person zu werden, damit andere Christus in mir begegnen, in meinem Zeugnis, meiner Kohärenz des Lebens und Treue zum Evangelium. Und wie geht das? Das ist der Punkt, um den sich alles dreht. Das geht nicht durch geistlichen Hochleistungssport, sondern durch das Apostolat; durch das Apostolat kann ich der Liebe, die ich dem Geliebten, Jesus, entgegenbringe, Leben und Gestalt geben. Darum ist unser Ansatz in der Pastoral der Hoffnung das Apostolat der wiederverheirateten Geschiedenen.

Unser Ziel war, die Teilnehmer zu befähigen, ihr ganz persönliches und gemeinsames Charisma zu entdecken, ihre realen Fortschritte und Möglichkeiten zu sehen, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die ihnen die Arbeit für das Reich Gottes unmöglich zu machen scheinen, das Bewusstsein wecken, dass ihr Apostolat in der eigenen Familie sein kann, in der früheren oder der jetzigen, dass die Verantwortung für ihre Kinder immer die beider Eltern ist und bleibt, und dass Liebe der Weg zur Integration und Einheit mit Gott und einander ist.

Pastoral der Hoffnung

Lebenszeugnisse, die alle reicher machen

Die Patres Jaime Gutiérrez und Jorge Ávila begleiteten die ganze Tagung. Dazu besuchte uns der emeritierte Bischof von Querétaro, Bischof Mario de Gasperín Gasperín. Er sprach über das Thema der heiligen Messe.

Das Publikum machte zu jeder Zeit aktiv mit, stellte Fragen zum Thema und beschenkte alle mit Lebenszeugnissen, die den Vorträgen und Themen Aktualität und Kraft gaben. Es war für alle eine Bereicherung, für die Teilnehmer, für die Veranstalter und uns selbst.

Diese Tagung war auch für uns eine lohnende Erfahrung und eine Stärkung für unsere eigene Arbeit in der Pastoral.

Ein Samen, der auf fruchtbaren Boden fällt

Was wir in Mexiko gesagt haben, haben wir mit viel Liebe gesagt. Unsere Teilnahme an der Tagung in Querétaro ist ein kleiner Tribut an die Gottesmutter, die uns jeden Tag unseres Lebens umarmt und beschützt.

Das größte Geschenk aber erhielten wir, als wir schön wieder in Paraguay waren und diesen lange versprochenen Artikel fast fertig hatten. Denn heute, am 12. März 2018, schrieben uns die Freunde aus Mexiko, dass zwei neue Gruppen der Pastoral der Hoffnung in Pfarreien in der Nähe von Querétaro angefangen haben.

Pastoral der Hoffnung

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

Pastoral der Hoffnung für Wiederverheiratete Geschiedene – Paraguay

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