Veröffentlicht am 2017-01-26 In Schönstatt im Herausgehen

Brocheros Briefträger

ARGENTINIEN, P. José María Iturrería·

Am Montag, 16. Januar, begann der „Camino de Brochero“ mit der Aussendungsmesse im Heiligtum des Lebens und der Hoffnung in Córdoba. Wir erhielten all die Symbole, die uns auf dem Weg begleiten würden, und vor allem die vielen Gebetsanliegen, die von sehr vielen Orten aus geschickt worden waren. Uns hat überrascht, wie viele Menschen sich dem Cura Brochero in ihren Anliegen anvertrauen – und uns, dass wir diese Bitten zu diesem Heiligen tragen. Eine große Verantwortung und eine Ehre ist es, Brocheros „Briefträger“ zu sein! Von Anfang an war das eine starke Motivation für uns, so wie es bei der Cruzada de Maria, der Andenquerung im Jahr 2014 gewesen war und beim Fackellauf, an dem drei von uns teilgenommen hatten.

Von der Kathedrale in die Berge

Am Dienstagmorgen in aller Frühe brachen wir auf zur Kathedrale von Córdoba, wo Weihbischof Ricardo Seirutti mit uns die heilige Messe feierte und uns anregte, den Weg zu gehen und dabei dem Modell der Heiligkeit von Brochero zu folgen.

So gingen wir die ersten 26 Kilometer unter der heißen Sommersonne bis Malagueño. Dann die 31 km über Carlos Paz zur Benediktiner-Abtei Gaudium Mariae und dann die  nächsten 36 km, wo wir den Aufstieg in die Berge begannen. Am Donnerstag, 19. Januar, liefen wir 24 km in den Bergen, in einer beeindruckenden Landschaft.

Jeder Schritt wird zum Brot des Lebens

Jeden Tag erhielten wir weitere Gebetsanliegen von den Leuten aus den Pfarreien und den Anwohnern, die wir unterwegs trafen. Ein Zeichen als Ausdruck aller Opfer und Angebote des Weges bestand darin, dass am Tagesbeginn jeder eine nicht geweihte Hostie erhielt, die er auf dem Weg mit sich trug. Diese Hostie brachte dann jeder bei der Gabenbereitung in der Abendmesse am Schluss der Tagesetappe zum Altar. Diese Hostie und mit ihr alle Opfer wurden zum Brot des Lebens, Jesus Christus, der jeden Abend unter uns gegenwärtig wurde.

Nun blieben noch die letzten Tage bis Villa Cura Brochero. Der Abstieg aus der Höhe und die Ankunft am Grab des Heiligen Priesters, um dort die Mühe unseres Weges und zu übergeben, zusammen mit den Nöten so vieler Menschen, die uns ihre Anliegen anvertraut hatten. Schon jetzt war zu spüren, dass Brochero uns berührt hatte, uns wandelte; dass dieses Pilgern eben eine Gottesbegegnung ist, eine Begegnung mit Gott in der Natur und im Bruder.

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

Jugendliche pilgern auf dem Camino de Brochero – und nehmen unser aller Anliegen mit

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