Veröffentlicht am 2016-12-07 In Schönstatt im Herausgehen

Mit Maria auf den Gipfel des Chimborazo, des höchsten Berges von Ecuador

ECUADOR, José Leonardo Salazar Calderón, Internationaler Hochgebirgs-Bergführer   •        

Im Jahr 2002 hatte ich gerade meine Ausbildung zum Hochgebirgs-Bergführer begonnen. Mein Ziel war die Besteigung des Chimborazo, des höchsten Vulkans und Berges von Ecuador. Ich kam zur Schutzhütte Whymper, und dort lernte ich die Gottesmutter von Schönstatt kennen, der ich mich vor dem Aufstieg zum Gipfel anvertraute; ein Ritus, den alle gläubigen Bergsteiger machen.

Jahre später, im Jahr 2008 genau, schlossen meine Eltern sich der Apostolischen Schönstatt-Bewegung an. Eines Tages ging ich mit ihnen zur Messe im Heiligtum von Alangasí bei Quito. Als ich das Bild der Gottesmutter sah, kam es mir gleich so bekannt vor, und dann fiel mir ein woher: Es war das Bild, das ich in der Schutzhütte Whymper auf dem Chimborazo.

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Mit Maria auf drei Gipfel

Im Jahre 2012 kam ich mit einer Gruppe von Touristen wieder auf den Chimborazo und stellte fest, dass man dort dabei war, die Schutzhütte größtenteils abzureißen und neu zu bauen. Unter den Möbelstücken und anderen Dingen für den Müll waren das Bild der Gottesmutter von Schönstatt und das der Immakulata. Ich beschloss, sie mitzunehmen und zum Auto zu tragen, um sie im Haus meiner Eltern in Quito aufzubewahren bis zum Abschluss der Umbauarbeiten.

Meine Eltern und ich entdeckten, dass das Bild der Gottesmutter von Schönstatt im Jahr 1985 von einer Gruppe Jugendlicher aus Guayaquil unter der Leitung von Pater Eduardo Auza dorthin gebracht worden und in den Jahren 1992, 2003 und 2005 besucht worden war, wie eine Plakette auf der Rückseite des Bildstocks angab.

In den vier Jahren, nachdem ich die beiden Bilder gefunden und mitgenommen hatte, folgte ich aufmerksam dem Neubau der Schutzhütte. Und auf Anregung von Schwester María Emilia Loor begann ich das Projekt, die Gottesmutter von Schönstatt auf drei Gipfel zu tragen, die für die drei Wallfahrtsgnaden stehen sollten:  Iliniza Norte (5.100 m), Beheimatung; Cotopaxi (5.830 m), Wandlung und Chimborazo (6.285 m), Apostolische Fruchtbarkeit. In dieser Zeit schloss ich meine Ausbildung zum nationalen und internationalen Hochgebirgs-Bergführer ab.

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Die Rückkehr der Gottesmutter

Im Jahr 2015 wurde der Umbau der beiden Schutzhütten  “Hnos. Carrel”  (4.500 m) und “Whymper” (5.000 m) fertig. Meine Eltern und ich besuchten sie im April 2016, um herauszufinden, was wir unternehmen müssten, um die Bilder in den beiden Schutzhütten wieder anzubringen, und um die Erlaubnis zu bekommen, mit einer Wallfahrt von 50 Personen dort hinaufzusteigen.

Am Samstag, 1. Oktober, brachen wir von Quito mit zwei Gruppen auf, einer von den Josefiner-Patres angeführten, die das Bild der Immakulata heraufbrachten (12 Personen) und einer von Schönstättern aus Valle de los Chillos, Quito und Cumbayá, die das MTA-Bild in die Schutzhütte Whymper zurückbrachten (38 Personen). Wir waren eine Gruppe mit Kindern im Alter von drei Jahren bis zu Erwachsenen mit 73, alle bewegt von der Liebe zu Maria.

Dieses großartige Projekt war nur möglich dank Gott und der Gottesmutter, den Josefiner-Patres Raúl González Puebla und José Guerrero Altamirano, dem Schönstatt-Pater Eduardo Auza und meinen Eltern Manuel und Inesita.

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Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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1 Responses

  1. bien hecho schoenstattianos, hacia las alturas. Alla nos quiere la Mater.

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