Veröffentlicht am 2016-10-27 In Schönstatt im Herausgehen

Mitgehen auf dem Camino de Brochero

ARGENTINIEN, P. José María Iturrería •

In Argentinien wie im Vatikan und auch im Heiligtum Belmonte in Rom war wochenlang alles Vorbereitung auf den 16. Oktober, den Tag, an dem Papst Franziskus José Gabriel del Rosario Brochero, besser bekannt als Cura Brochero, im Petersdom heiliggesprochen hat. An diesem Tag wurde er zum ersten argentinische Heiligen, der im Land geboren und gestorben ist. Anlässlich der Heiligsprechung, an der auch mehrere Schönstatt-teilgenommen haben, berichtete P. José María Iturrería, Oberer der Regiohauses der Schönstatt-Patres in Florencio Varela, Argentinien und vielen bekannt von seinem Einsatz für die Bekanntmachung der Cruzada de María 2014 und seine Teilnahme am Fackellauf 2014, von einem brandneuen Projekt, dem Camino de Brochero.

„Wir organisieren eine Wallfahrt mit Jugendlichen, ähnlich der ‚Cruzada de Maria‘. Da im Oktober die Heiligsprechung von Cura Brochero war, ist das eine ausgezeichnete Gelegenheit, das Projekt bekanntzumachen, das wir jetzt starten. Wir möchten allen Jugendlichen der Bewegung eine offene Einladung anbieten, und wir möchten es auch durch schoenstatt.org bekanntgeben. Konkret  handelt es sich um eine Jugendwallfahrt, die im Stil der ‚Cruzada de Maria‘ in den Spuren unseres „Gaucho-Priesters“ geht.“

Was ist der Camino de Brochero?

Vom 16. bis zum 22. Januar 2017 werden bis zu 150 Jugendliche eine 150 km lange Wallfahrt von Córdoba, Argentinien aus nach Villa Cora Brochero  machen, wo die Reliquien des ersten argentinischen Heiligen ruhen. Sie werden denselben Weg gehen, den Cura Brochero vor mehr als 140 Jahren auf dem Rücken seines Maultiers gemacht hat.

Inspiriert durch den Jakobsweg und die Cruzada de Maria möchten wir der Schönstattjugend eine Gelegenheit zu einer Aktion auf nationaler und internationaler Ebene anbieten, durch die sich die Jugendlichen in das Beispiel der Heiligkeit Brocheros vertiefen und Gott in den Wundern der Natur begegnen können.

Die Wallfahrt wird sechs Tage dauern, wir werden etwa 150 km gehen, überqueren dabei auf einer alten Straße die hohen Gipfel der Sierra de Córdoba. Die Übernachtung ist in Pfarrgemeinden, Klöstern und auf Campingplätzen in Malagueño, San Antonio de Arredondo, Copina, Pampa de Achala, Mina Clavero und schließlich in Villa Cura Brochero.

zuschneiden

Was motiviert diese Wallfahrt?

zuschneiden_2

Schon seit langer Zeit hat das Leben von José Gabriel del Rosario Brochero die Bewohner der Sierra und der ganzen Provinz Córdoba inspiriert, aber sicher wird von seiner Heiligsprechung aus sein Vermächtnis und sein Bild überall in Argentinien und darüber hinaus verbreitet werden.

Im Rahmen der Zweihundert-Jahrfeier der Unabhängigkeit Argentiniens und dem Jahr der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus in der ganzen Welt veranlasst hat, sind Leben und Werk von Cura Brochero für die Schönstatt-Jugend Argentiniens eine ganz besondere Motivation geworden, uns zusammen mit unserem Land in Solidarität und Brüderlichkeit mit den Ärmsten zu engagieren, und in einer konkreten Verpflichtung unser Land aufzubauen mit denselben Werten, mit denen es einst als freier und souveräner Staat gegründet wurde.

Wir wollen nicht nur den Weg gehen und Brochero kennenlernen, sondern wollen bei der Wallfahrt auch beten und die Intentionen und Bitten, die uns auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene aufgetragen wurden, vor diesen heiligen Priester tragen. Deshalb haben wir eine Kampagne begonnen, diese Intentionen und Bitten an den Heiligen zu sammeln.

Wer war José Gabriel Brochero?

Er ist am 16. März 1840 in Villa Santa Rosa, Provinz Córdoba, geboren; er war ein argentinischer Priester, im Volksmund „der Gaucho-Priester“ genannt.

Am 4. November 1866 wurde er zum Priester geweiht. Er übte seinen priesterlichen Dienst aus in der Kathedrale von Cordóba, und war Studienpräfekt am Priesterseminar „Unsere Liebe Frau von Loreto“

Schon 1867 trat Brochero hervor durch sein Engagement, mit dem er den Kranken und  Sterbenden während der Cholera-Epidemie in Córdoba beistand.

Am 19. November 1869 wurde er zum Vikar des Bezirks von San Alberto gewählt, heute Valle de Traslasierra, mit Sitz in der Stadt Villa del Tránsito, die seit 1915 seinen Namen trägt. Damals hatte dieses Tal etwa 10.000 Bewohner. Dort machte er sich die Bedürfnisse der Menschen zu Eigen. Er baute Kirchen und Kapellen  mit eigenen Händen, errichtete Schulen, eröffnete Straßen in den Bergen und ermutigte die Siedler, sich seinem Einsatz anzuschließen. Seine geniale Leistung aber bestand darin, die Ignatianischen Exerzitien für das einfache Volk anzubieten.

Im Alter erkrankte Pfarrer Brochero an Lepra, weil er unter den Leprakranken lebte; er teilte sogar seinen Mate  mit ihnen. Aus diesem Grund war er taub und blind, bevor er am 26. Januar 1914 in Villa del Tránsito starb.

 

image005

Wer kann teilnehmen?

Alle jungen Männer ab 18 können sich zu dieser Wallfahrt melden. Es ist notwendig, das Anmeldeformular auszufüllen und die notwendigen Voraussetzungen zu erfüllen. Wer mehr Information möchte, kann sie online, auf unserer Facebook Seite oder per E-Mail an die untenstehende Adresse bekommen.

Und wenn ich die Wallfahrt nicht machen kann, wie kann ich dann teilnehmen?

Auf dieser Wallfahrt möchten wir alle Wünsche und Bitten mitnehmen, damit unser künftiger Heiliger sie durch die Hände der „Purisíma“ [die Reinste Mutter] Gott, dem Vater, vorstellt. Wer also geistig mittun will, kann uns eine Nachricht mit der Bitte um Gebet auf unsere Facebook Seite oder per E-mail senden.

zuschneidenUnsere Kontaktmöglichkeiten:

Facebook: El Camino de Brochero
Instagram: @elcaminodebrochero
G-Mail: [email protected]

brochero

 

 

 

 

 

 

 

Original: Spanisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland/mf

Schlagworte: , , , , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.