Veröffentlicht am 2016-03-18 In Schönstatt im Herausgehen

Unglaubliches erzählt man sich in Salto

URUGUAY, von María Lluberas •

Sehen und wissen kann man es natürlich nicht, doch immer mehr Menschen sind davon überzeugt, dass das Wegrand-Heiligtum in Salto schon viele Jahre ein Traum der Gottesmutter war, lange also bevor die kleine Schönstatt-Bewegung es in den vergangenen zwei Jahren in den Gruppen intensiv erarbeitet hat.

Warum glauben wir das? Weil uns im Lauf der Zeit immer mehr Geschichten bewusst werden, die die Gottesmutter mit diesem kleinen Platz, dieser Gegend, mit der Nachbarschaft und den Menschen dort verbinden.

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Tag der Einweihung

Ein Schuttabladeplatz wird Heiligtum

Erinnern wir uns: Bischof Pablo Galimberi von Salto weihte am Sonntag, dem 6. Dezember 2015, das Wegrand-Heiligtum der Gottesmutter von Schönstatt ein. Es liegt in Salto, an der Kreuzung der Straßen Belén und Zorrilla. Pfr. José Garcia aus dem Stadtteil, in dem das Wegrand-Heiligtum gebaut wurde, konzelebrierte die Messe zusammen mit Pater Facundo Bernabei und Pfr. Dario Gatti aus der Schönstatt-Bewegung.

In der Predigt versicherte der Bischof, Veränderungen seien möglich, „wenn jeder seine Verantwortung übernimmt und wir Tag für Tag im Einklang mit den christlichen Werten leben.“ In diesem Sinn rief der Bischof zum persönlichen Engagement der Nachbarn und der Gesellschaft auf, „die Umgebung und die Umwelt, unser gemeinsames Haus, zu schützen.“ Und es geht: Die Errichtung des Wegrand-Heiligtums auf einem verwahrlosten Platz hat einen Schuttabladeplatz zum Heiligtum gemacht…

Während der Gabenbereitung brachten zwei Männer Werkzeuge, die zum Bau des Wegrand-Heiligtums verwendet worden waren, ehemalige Schülerinnen des ‚Colegio Mater Ter Admirabilis‘ (in Salto) überreichten die Pilgernde Gottesmutter als Symbol für ihre Treue. Junge Frauen aus den Müttergruppen brachten einen Rosenkranz als Symbol für das Gebet, das sie jeden Donnerstag vereint, einige kleine Mädchen brachten die Bitten der Teilnehmer, und Jugendliche brachten Brot und Wein für die Wandlung.

Bau und Einrichtung des Wegrand-Heiligtums wurden möglich dank der Bemühungen einer Gruppe von Personen aus der Schönstattbewegung, die diesen Traum schon viele Jahre hatten.

Wo die Blumen zwischen den Steinen blühen

869db5d4-507a-4465-b08b-1491f1d8c970„Die kleinen Mädchen“ (heute Frauen), die die Schule ‚Mater Ter Admirabilis‘ der Marienschwestern) besucht hatten, die vor über 70 Jahren in Salto bestanden hat, haben damals an dem kleinen Platz gespielt, wo jetzt die Gottesmutter anwesend ist. Als sie sahen, dass das Wegrand-Heiligtum genau an dem Platz erbaut war, wo damals das Beet mit Türkenbundlilien (Lilium martagon) gewesen war, hatten sie Tränen in den Augen, denn sie dachten, wir hätten die Stelle bewusst ausgewählt. „Genau der richtige Ort für die Gottesmutter, dort wo Blumen zwischen den Steinen blühen.“

In Wirklichkeit waren es gar nicht wir, die diesen Ort bestimmt haben. Wir hatten im Gegenteil einen anderen vorgesehen, doch die Stadtverwaltung fand diese Stelle für nicht geeignet und änderte den Plan. Die Stadtverwaltung bestimmte den Ort, an dem das Wegrand-Heiligtum jetzt ist …. auf einem Lilienfeld. Sie macht`s.

Wir fanden auch heraus, dass mehrere Gruppen/Ausschüsse jahrelang Vorschläge gemacht hatten für die Nutzung des kleinen Platzes, die nie akzeptiert wurden. Nur die Anfrage der Schönstatt-Bewegung wurde angenommen. Das ist erstaunlich, eigentlich erwartete niemand, dass unsere säkulare Regierung gerade dazu Ja sagen würde. Doch alle Hindernisse wurden überwunden und die Baugenehmigung von der Bezirksregierung erteilt. Nahezu einstimmig! Sie macht`s.

Sie macht`s und wandelt die Herzen

Und es gibt noch mehr … In der Pfarrei Cerro, zu der das Wegrand-Heiligtum gehört, fanden wir ein sehr altes Gemälde von Irma Ulmer, das das Liebesbündnis darstellt. Das Bild trägt eine Notiz, die vom Bau eines Wegrand-Heiligtums der Mater Ter Admirabilis erzählt. Das Bild hing seit mehr als 70 Jahren im Sekretariat der Pfarrgemeinde! Sie macht’s.

Es gibt keinen Zweifel, dass Maria diesen Platz erwählt hat…

Seit der Einweihung des Wegrand-Heiligtums haben es verschiedene Gebetsgruppen „adoptiert“ und gehen zum Beten dorthin. So gibt es da jeden Tag betende Menschen; sie bringen Blumen und entzünden Kerzen. Mehr noch, „sie macht’s“, wandelt Herzen und hört auf die Bitten aller, die kommen und hier ihre Fürbitte suchen. Es ist eine große Freude zu sehen, dass die Menschen hier Heiligtumsatmosphäre erfahren und Gaben und Gnaden empfangen.

Sicher werden wir in Zukunft noch viele Geschichten zu erzählen haben.

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Quelle: Newsletter der Schönstatt-Bewegung Uruguay mit Material von: http://iglesiacatolica.org.uy/

Original: Spanisch. Übersetzung: Ursula Sundarp, Dinslaken, Deutschland

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