Veröffentlicht am 2015-12-27 In Schönstatt im Herausgehen

Es ist wieder geöffnet: Das Oratorium im Pirovano-Krankenhaus in Buenos Aires

ARGENTINIEN, Schw. M. Esther und Cecilia Mata •

Am 8. Dezember wurde das Oratorium des Krankenhauses in der Nähe des Heiligtums von Belgrano wieder eröffnet. Hier befinden sich ein MTA-Bild und ein Kreuz der Einheit neben einem Bild des Barmherzigen Jesus.

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Ein wenig zur Geschichte

Das Oratorium oder die Kapelle im Pirovano-Krankenhaus entstand auf Initiative der Voluntarias de María und als Frucht des Jubiläums von 50 Jahren „20. Januar 1942“ im Jahr 1992.

Anfang 1992 bat die Gründerin der Voluntarias de Maria, Raquel Sáenz Valiente, eine der ersten Mitarbeiterinnen, Mery Lenon, sich des Pirovano-Krankenhauses anzunehmen. Dort gab es die „Voluntarias“ noch nicht, und die dort wirkenden Schwestern – Töchter der Maria Immakulata – kamen nicht hinterher mit all den pastoralen Aufgaben und der Sorge für die Patienten und ihre Angehörigen. Im Herzen des Stadtteils Belgrano R und nur fünf Blocks vom Schönstatt-Heiligtum entfernt begannen sie mit ihrer Arbeit. Und schon bald wurden sie aufmerksam auf etwas Wesentliches: „Die Kranken haben keinen Ort zum Beten!“ Zur Kapelle der Schwestern hatten sie keinen Zutritt, da diese zuvor öfter Opfer von Vandalismus und Einbrüchen geworden und oft sogar als Schlafraum benutzt worden war.

Mery Lenon sprach mit dem Krankenhausleiter und dank einer großzügigen Spende errichteten sie einen kleinen Anbau an den Hauptflur. Nach viel Evangelisierungsarbeit und mit den Beiträgen zum Gnadenkapital von Kranken, Schwestern und Angehörigen wurde das Oratorium am 30. November 1992 unter dem Titel „Dreimal Wunderbare Mutter von Schönstatt, Heil der Kranken und Trösterin der Betrübten“ eingeweiht. Später wurde die Erlaubnis erteilt, das Allerheiligste andauernd im Tabernakel aufzubewahren.

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Gnadenkapital

Jetzt, 23 Jahre später, hatte der Krankenhausseelsorger, Pfr.  Santiago Aduriz, das Anliegen, das schon etwas abgenutzte Bild zu erneuern und die Kapelle zu renovieren, da das Dach an manchen Stellen undicht geworden war. Die Heiligtumspastoral machte sich das Anliegen zu eigen: Die Kapelle wurde innen und außen gestrichen, der Altar, an dem einmal pro Woche eine heilige Messe gefeiert wird, wurde erneuert, ein Kreuz der Einheit angebracht (auf Anregung von Pfr. Santiago und gespendet und erarbeitet von der Männer-Bewegung), es wurde eine Mayolika mit dem Gebet „Oh meine Gebieterin“ angebracht, ebenfalls ein Bild des Barmherzigen Jesus. Die Missionare der Pilgernden Gottesmutter und viele Einzelne haben zusammen mit den Voluntarias de Maria viel geleistet und viele Beiträge zum Gnadenkapital gebracht.

 

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Heilige Messe und Einweihung des Oratoriums

Am 8. Dezember 2015 konzelebrierte Weihbischof  Alejandro Georgi mit dem Krankenhausseelsorger, Pfr. Santiago Aduriz, die heilige Messe in der Kapelle der Schwestern, die der Unbefleckten Empfängnis geweiht ist.

Zu Beginn scherzte er: „Ich habe eine schlechte Nachricht…“, und zur Verblüffung aller fuhr er fort: „Die Mutter Gottes ist hinter mir her!“ Seit er zum Priester geweiht wurde, erzählte er, habe er immer Pfarreien erhalten, die der Unbefleckten Empfängnis geweiht waren, und dann sei er Rektor des Priesterseminars geworden… genau, es heißt „Unbefleckte Empfängnis“!

In Gleichklang mit dem Beginn des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit und mit Blick auf das Motto dieses Jahres, „Barmherzig wie der Vater“, äußerte er zwei besondere Bitten: die erste beim Gebet für die Verstorbenen, als er betete, dass sich in diesem Jahr der Barmherzigkeit das Fegfeuer entvölkere, und die zweite beim Friedensgruß, als er bat, dass man jetzt dem Nachbarn die Hand geben und ihm Hoffnung, Mitleid, Verstehen, Barmherzigkeit, Zärtlichkeit und die Vergebung Jesu wünschen solle.

In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung des Sakramentes der Versöhnung und erinnerte an die Worte eines Beichtvaters: Wenn wir unsere Sünden beichten, dann geben wir sie her, sie gehören uns nicht mehr, sondern gehören Jesus, der sein Leben für uns hingegeben hat.

Am Schluss der Messe gingen alle singend in Prozession zum Oratorium; viele trugen Bilder der Pilgernden Gottesmutter. Der Ort wurde neu gesegnet mit der Bitte, ein Zufluchtsort des Friedens zu sein für alle, die in diesem Jahr der Barmherzigkeit hier zu Maria und ihrem Sohn kommen. Nach der Weihe an die Gottesmutter segnete der Bischof alle Anwesenden und bat darum, diesen Segen auch an die Angehörigen und Bekannten weiter zu geben.

Die Kranken hatten bei der gesamten Feier einen besonderen Platz.

Video: Claudia Echenique, Buenos Aires. Fotos: Cecilia Mata, Buenos Aires.

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