Veröffentlicht am 2. August 2015 In Misiones, Schönstatt im Herausgehen

„Mission Kuba“ im Dienst für die Kirche

rt CHILE/KUBA, Pater Pedro Pablo Celis •

Nachdem wir als Schönstattfamilie das Jubiläum von 100 Jahren Liebesbündnis gefeiert haben, beginnen wir die Frucht und Gnade dieses Jubiläums zu sehen. Wir haben die Gelegenheit gehabt, zurückzuschauen, um den Dank für alle Geschenke auszudrücken, die wir all diese Jahre hindurch empfangen haben, um unsere Ideale zu erneuern und mit der Planung der nächsten einhundert Jahre zu beginnen. Wenn wir in die Zukunft schauen, ist es notwendig, damit zu beginnen, wer wir sind, bei unserer Identität. Die lateinamerikanische Mannesjugend, besonders aber die chilenische Mannesjugend, identifiziert sich durch ein starkes Sendungsbewusstsein. Was wir erlebt haben, was wir im Heiligtum und in unserer Schönstattfamilie erfahren haben, kann nicht nur bei uns bleiben; stattdessen möchten wir es mitteilen. Es ist eine missionarische Generation, angetrieben vom Heiligtum, um in der Kraft des Bündnisses mit Heldenmut und Zusammenhalt der Kirche und der Welt Schönstatt zu geben. Viele Jugendliche in unserem Land werden von diesem Motto angeregt. Sie haben die Worte von Papst Franziskus gehört, hinauszugehen, und sie weiten die Grenzen.

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Sich in den Dienst der kubanischen Kirche stellen

Das Ziel der Mission besteht darin, sich in den Dienst der kubanischen Kirche zu stellen, uns in die Gemeinden einzufügen, wo diese Priester arbeiten. Wir möchten helfen bei der Ausbildung von Jugendführern, wir wollen die Jugendpastoral in der Gemeinde und in der Diözese begleiten, und wir wollen die Katechesen für Erstkommunion und Firmung unterstützen, ebenso die Missionen und sozialen Projekte. Deshalb wollen wir den Weg entdecken, um mit der Gründung der Schönstattjugend in der Gemeinde zu beginnen, wenn das Gottes Wille ist. Während all dieser Zeit haben wir uns mit Gebet und Beiträgen zum Gnadenkapital vorbereitet.

Im Januar 2015 konnten wir Kuba besuchen, um unsere Mission vorzubereiten, mit den Orten bekannt zu werden, wo die Missionare sein würden, unser Wissen über die Kultur und über die Realität zu vertiefen, in der das Land lebt mit seinem Reichtum und seiner Armut, mit seinen Bedürfnissen und seiner Schönheit. Was uns am meisten glücklich machte, war die Begegnung, die wir mit so vielen Menschen hatten: mit Familien, Jugendlichen, Priestern, Bischöfen, Ehepaaren, Frauen, Kindern, Ordensleuten, ländlichen Missionen, etc. In jedem einzelnen Gesicht sahen wir die Hoffnung, die Gott ins Herz gelegt hat, die die Seele mit Freude füllt und die uns innere Freiheit schenkt. Maria, die ‚Virgen de la Caridad del Cobre‘ [Barmherzige Jungfrau von Cobre], ist im Herzen jedes Kubaners verwurzelt. Es gibt kein Haus oder keinen Ort, wo nicht ein Bild der „Cachita“ ist, denn wie es das Wort sagt, das die Kirche in Kuba geprägt hat: „Die Nächstenliebe eint uns“.

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Kuba ist ein Missionsland

Kuba ist ein Missionsland, und Maria hat ihren Blick auf diesen Ort gerichtet. Im März wurden drei junge Leute der Mannesjugend von Campanario für sechs Monate auf Mission in der Diözese von Camagüey, in der Mitte von Kuba ausgesandt. Lasst uns für sie beten in Dankbarkeit für ihre Selbsthingabe, ihre Großzügigkeit und ihren Heldenmut, und für ihre Familien, die ihren Söhnen erlaubt haben abzureisen. Lasst uns besonders beten um die Fruchtbarkeit der „Mission Kuba“, damit viele Jugendliche in Chile sich diesem Ruf anschließen mögen, herauszugehen um der Kirche und der Welt Schönstatt zu geben.

Warum sehnen sich die Jugendlichen nach der Mission in Kuba?

 

Matías Rodríguez: „Es ist ein Weg, Gott und der Gottesmutter den Dank auszudrücken für das, was ich in meiner Familie, in der Mannesjugend und von meinen Freunden erhalten habe. Es ist ein konkreter Weg darauf zu reagieren, indem ich hinausgehe und all das, was ich in Schönstatt bekommen habe, gebe für den Dienst an der kubanischen Kirche.“

José Ignacio Sepúlveda: „Ich glaube, dass die beste Art, um Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen für alles, was ich in meinem Leben erlebt und erhalten habe, darin besteht, es an andere weiter zu geben. Ich glaube, dass Christus in Kuba gebraucht wird; es ist notwendig, dass die Gottesmutter dort lebt, und es ist eine schöne und große Herausforderung, Schönstatt während der Feier von 100 Jahren Liebesbündnis zu gründen. Ich bin sehr motiviert, dass die Mission sich in der kirchlichen Sphäre entwickeln wird, dass wir in Gemeinden und Kapellen arbeiten. Ich denke, dass es dort ist, wo wir anfangen müssen, Schönstatt anzubieten.“

Vicente Jaramillo: „Geschenk und Todessprung – es ist ein Geschenk, sich von anderen gebraucht zu fühlen, wenn das Wenige geschätzt wird, das man hat, wenn für jede Begegnung und für jeden Blick gedankt wird. Wir brauchen etwas davon in unserem Land, wo wir überhäuft leben mit dem, was wir haben. Ein Semester lang in Materialknappheit zu leben, um menschliche und spirituelle Fülle zu haben, ist ein Geschenk, das niemand verdient hat und das mich berührt; ich erhielt es, weil ER in der HÖHE groß ist. Und als Sohn muss ich jeden Tag dankbar sein … und es so gut wie möglich machen, und auch den Todessprung wagen. Weiß ich, was mich drüben erwartet? Sehr wenig, beinahe nichts. Ist es leicht, die Universität zurückzustellen? Nein. Wird es schwierig werden? Sicher. Familie und Freunde zu verlassen? Das tut mir weh. Die Wahrheit ist, dass ich sehr ängstlich und zu Tode erschrocken bin, aber der Himmlische Vater weiß am besten, was einer braucht, so gehen wir also: ein Todessprung.“

Quelle: Vínculo,Zeitschrift der Schönstatt-Bewegung Chile. Mit freundlicher Genehmigung der Herausgeber

 

 

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