Veröffentlicht am 6. Juni 2012 In Schönstatt im Herausgehen

Bringen wir doch unser Heiligtum auf den Diözesan-Familien-Tag!

PORTUGAL, Schw. M.Paula Leite. “Bringen wir doch unser Heiligtum auf den Diözesan-Familien-Tag!” Es war eine verrückte Idee, ein Traum von vielen und – wurde Wirklichkeit. An diesem Diözesan-Familien-Tag nahmen etwa 10.000 Menschen teil, darunter viele Priester und der einladende Bischof – und alle, alle konnten „das Schönstatt-Heiligtum sehen.“ Und viele haben es nicht nur gesehen, sondern erlebt, berührbar erlebt. Im Jahr der Heiligtumsströmung, so die Idee, sollte die Erfahrung des Heiligtums für möglichst viele Menschen, vor allem Familien, zum Geschenk werden. Und es ist geglückt! Übrigens ist auch Bischof António Francisco dos Santos von Aveiro ins Heiligtum gekommen und hat vor dem Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter gebetet.

 

Das Familienfest der Diözese Aveiro war am 20. Mai. Als die Bewegungen, die sich in der Familienpastoral engagieren, dazu eingeladen wurden, übernahm Schönstatt die Zusammenstellung eines Teams zur Organisation dieses Treffens. Jede Bewegung wurde gebeten, ihren spezifischen Beitrag für die Familie darzustellen und anzubieten. Im Team der Schönstatt-Bewegung – ein Ehepaar aus der Familienliga, Jugendliche, eine Marienschwestern und Eltern vom Kindergarten – begeisterte sich schnell und heftig für die Idee, das Beste, das es gibt, zu den Familien zu bringen: das Heiligtum. Und so entstand jener Traum, der dann tatsächlich Wirklichkeit geworden ist.

Lässt sich so was denn überhaupt machen?

Das Heiligtum irgendwo anders hin zu bringen, das geht doch nicht. Und so kamen nach der ersten Welle der Begeisterung die Fragen: Und wie? Geht das überhaupt? Hinbringen … und wie soll das dann konkret aussehen? In diesem Team mit jugendlichem Geist wurden alle Schwierigkeiten zu Herausforderungen. Aufgaben wurden entsprechend der Talente und Möglichkeiten der einzelnen verteilt. Eine Heiligtumstür gab es schon seit dem Jahr 2000 und diese war der Auslöser für die Idee gewesen. Es gab eine Menge kleiner Arbeiten zu machen, und viele sollten und mussten einbezogen werden. Man brauchte ein großes Bild des Heiligtumsaltars. Mit Tür und Rückwand brauchte es dann nicht mehr viel, um das Heiligtum komplett zu haben. Stoffbänder, Blumen und die Fahnen der Gliederungen könnten die Seitenwände bilden, und dann, ja: Dann brauchte es für dieses mobile Heiligtum Gnadenkapital für das große Ziel: Menschen hier zum Dialog mit der Gottesmutter, zum Gebet zu ihr zu führen.

Leben rund ums Heiligtum

Nur an eines hatte niemand gedacht: dass es mitten im Frühjahr regnen könnte. Und genau das passierte. Und die Lösung – ein Zelt – war ein wahres Geschenk des Himmels, denn so wurde das Heiligtum noch viel beheimatender. Am Nachmittag kam dann die Sonne heraus, und das war genau der Moment, an dem der „Platz der Bewegungen“ geöffnet wurde. Am Morgen hatte Bischof António Francisco dos Santos die große Festmesse gefeiert. Für den Nachmittag war Begegnung angesagt mit Luftballons, Spielen, Theater und Kinderprogramm. Und Schönstatt brachte das Heiligtum, um Gott und die Gottesmutter im Zentrum des Familienlebens und mittendrin in Spaß und Unterhaltung präsent zu machen.

Und es gab viel Leben rund um dieses Heiligtum, wo Ehepaare der Familienliga Flyer und Heiligtumskekse verteilten und ins Heiligtum einluden. Die Kinder hatten dort ihre Ecke, wo sie kleine Rosenkränze knüpften und Luftballons bemalten. Es gab Informationsmaterial und Schönstattliteratur zu kaufen.

Drei Stunden lang nie leer

Hunderte von Menschen gingen vorbei und viele, sehr viele traten ein ins Heiligtum. Bei besinnlicher Musik, die mithalf, Gebetsatmosphäre zu schaffen, schrieben sie Zettel mit Beträgen zum Gnadenkapital und legten sie andächtig auf den Altar.

Die Kinder hatten ihre Freude beim Läuten der Glocke, und alle wollten mal läuten! Es war herrlich, immer wieder die Glocke zu hören, die zum Besuch im Heiligtum einlud.

Während der drei Stunden war es nie leer, waren die Sitzgelegenheiten immer belegt. Wie viele hatten ihre Freude beim Anblick des Heiligtums, und wie viele mehr hatten es noch nie gesehen! Alle fühlten sich wohl, aufgenommen und von Frieden umfangen mitten im fröhlichen Getümmel ringsherum.

An der Schwelle zum Jahr der missionarischen Strömung in der Vorbereitung auf 2014

Menschen zu einer Erfahrung des Heiligtums zu führen während eines Volksfestes, das war eine Herausforderung und ein Wagnis – und eine wunderbare Erfahrung voller Freude für alle, die sich dabei engagiert haben.

Die Predigt des Bischofs von Aveiro endete mit einem Aufruf: „Kirche von Aveiro, ich rufe dich zur Mission: Lebe diese Stunde! Es ist die Stunde Gottes. Es ist die Stunde der Kirche. Darum ist es auch deine Stunde.”

Im Jahr der Heiligtumsströmung und an der Schwelle zum Jahr der missionarischen Strömung in der Vorbereitung auf das Jubiläum 2014 sind diese Worte auch an dieses Diözesanheiligtum gerichtet: Lebe diese Stunde. Es ist auch deine Stunde.

 

Original: Portugiesisch. Übersetzung: alisol, schoenstatt.org