Veröffentlicht am 18. Januar 2019 In WJT 2019

Kolumbien, Mexiko, Deutschland, Österreich, Chile, USA, Panama – alle versammeln sich am Heiligtum in Costa Rica

JMJ2019, COSTA RICA, Maria Fischer •

25 Hostienschalen gezaubert aus Pokalen. 300 Sandwiches. Wer weiß, wie viele Gläser Kaffee, Tee, Saft, wer weiß, wie viele Schüsseln mit Salat, wieviele Kekse, Kuchen, Bonbons. Hunderte von Anrufen bei Flughäfen, Reisebüros, Bussen, Uber. Hunderte von Momenten des Zuhörens, Lachens, Betens, Putzens von Toiletten und Tischen. Die Familie von Costa Rica wächst über sich hinaus, um die Jugendlichen willkommen zu heißen, die auf das Gelände des Heiligtums kommen. Und sie kommen an diesem 16. Januar, dem letzten Tag, bevor die internationalen Treffen der Schönstattjugend beginnen.

Jugendliche aus Kolumbien zum ersten Mal in einem Schönstatt-Heiligtum

Mit großem Ernst legen sie ihre Fahne auf den Altar des Heiligtums. Fast alle jungen Frauen aus Kolumbien, die am Dienstagnachmittag angekommen sind, sind zum ersten Mal in ihrem Leben in einem Schönstattheiligtum. Pater Patricio Ilabaca, der mit ihnen (und vielen anderen) die Messe feiert, widmet seine Einführung und Predigt dem Heiligtum und seinen Symbolen, aber ganz besonders der Erfahrung des Heiligtums, persönlich und als Gemeinschaft.

Schönstatt in Kolumbien ist eine Bewegung „in den Windeln“, wie eine der Jugendlichen kommentiert, und sie haben sich zusammen mit der ganzen Familie sehr anstrengen müssen, um ihre Teilnahme möglich zu machen.

Sie kommen und kommen und kommen…

Müde und glücklich kommen am Dienstag etwa 25 Mädchen und junge Frauen aus Mexiko an – aus verschiedenen Städten wie Querétaro, Monterrey, San Luis Potosí, Chihuahua. Das erste sind Hunderte von Selfies mit den Fahnen Mexikos und der Mädchenjugend mit der Statue Pater Kentenichs und vor dem Heiligtum, und dann versammeln sie sich im Heiligtum, um die Heilige Messe mit Pater José Luis Correa zu feiern, fast ein Landsmann, da er zwar in Costa Rica wohnt, aber einige Tage im Monat in der Gemeinschaft der Patres in Mexiko lebt und an einigen wichtigen Tagungen teilnimmt.

Die Messe wird nie nur für eine Gruppe gefeiert und hinter verschlossenen Türen – so finden sich auch zwei Jugendliche aus der Schönstattjugend aus Paraguay zu dieser Messe ein und wurden sehr herzlich empfangen.

 

Die Fahne der USA in den Händen Pater Kentenichs

Kurz zuvor waren einige junge Männer der Studentenjugend aus Austin , Texas, angekommen, glücklich, wieder mit Pater Jesús Ferras zusammen zu sein, der viele Jahre dort gewirkt hat. Bevor sie mit ihm zur Messe im Heiligtum gehen, stehen sie lange vor der Statue Pater Kentenichs und legen ihm die Flagge der Vereinigten Staaten in die Hand. Sie sprechen Englisch und Spanisch und kommen direkt mit den anderen Jugendlichen in Kontakt, die das Gelände bevölkern, reden, relaxen, telefonieren, beten…

Beim Warten auf die Deutschen und Österreicher … erscheinen Chilenen und eine junge Frau aus Panama

Man spürt eine gewisse Anspannung, als sich die Zeit der Ankunft der Gruppe aus Deutschland und Österreich nähert: Werden sie Sandwiches essen, wie wir sie hier machen?, fragen die „Hausfrauen“ und: „Werden sie Englisch verstehen? Deutsch können wir nicht.“
Und während alle auf die Jugendlichen aus Deutschland und Österreich warten, tauchen zwei Jugendliche aus Chile auf, mit all ihrem Gepäck und voller Hoffnung, dieses Heiligtum und die Jugendlichen, die bereits dort sind, kennen zu lernen.
„Ich wollte in einem Park spazieren gehen, wusste aber nicht, ob es sicher ist, also entschied ich mich, endlich das Schönstatt-Heiligtum zu suchen“, sagt Carolina,  eine junge Frau aus Panama, die ihr zwei Monate altes Baby Bernardo in den Armen hält. Erst vor einem Monat ist sie wegen der Arbeit ihres Mannes nach Costa Rica gezogen. Sie ist die Tochter von Paulina, einer Chilenin, die seit 13 Jahren in Panama lebt und zur ersten Gruppe der Schönstatt-Mütter in Panama gehört. Beim ersten Besuch im Heiligtum finden Carolina und ihr Baby gleich eine große Zahl von Jugendlichen und Leuten aus der Schönstatt-Bewegung vor, die sie direkt zur Bündnismesse eingeladen haben und auch erzählen, dass es hier Gruppen von jungen Müttern gibt, wenn sie möchte … Ja, sie möchte.

Und dann sind sie da – gut 50 Jugendliche aus Deutschland und Österreich

In Begleitung von zwei Marienschwestern, einem Diözesanpriester und dem Standesleiter der deutschen Mannesjugend, Pater Hans-Martin Samietz, kommen schließlich rund 50 Jugendliche aus Österreich und Deutschland an. Sie waren bereits am vergangenen Sonntag in Panama angekommen, d.h. sie bereits an den Zeitunterschied und Hitze gewöhnt, und sehr überrascht von der herzlichen Aufnahme durch alle Anwesenden. “Ich geh zum WJT, um mit anderen jungen Menschen aus der ganzen Welt unseren gemeinsamen Glauben zu feiern und zu bezeugen, dass die Kirche auch ein junges Gesicht hat. Außerdem ist die Gemeinschaft und Stimmung auf einen WJT außergewöhnlich. Nach Costa Rica gehen wir als Schönstatt-Gruppe weil dort vor kurzem das erste Heiligtum des Landes gebaut worden ist und das Internationale Schönstatt-Jugend-Treffen hier ist“, erklärte Martin Stetter vor ein paar Tagen. Jetzt ist er hier, und nach dem Weltjugendtag geht es weiter nach Paraguay zum Voluntariat bei Dequeni.

Sofort geht die Gruppe zum Heiligtum, wo sie die Heilige Messe feiert und  mit typischen Liedern der Schönstattjugend aus Deutschland und Österreich gestaltet. Bei einigen „ehemaligen“ Jugendlichen kommen Erinnerungen an den Weltjugendtag 2005  in Köln hoch. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto werden sie zum Abendessen eingeladen, das mit viel Liebe zubereitet wurde, mit typischen Sandwiches, Nudelsalat, Tomaten, Salat, Erdbeeren, getrockneten Bananen, Getränken… Und ja, es hat ihnen geschmeckt.

 

 
JMJ19 - Costa Rica 14.-16.1.2019

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