Veröffentlicht am 20. Dezember 2018 In Synode 18

Das Abschlussdokument der Jugendsynode jetzt auf Deutsch (und Spanisch)

JUGENDSYNODE, Redaktion •

„Ich werde von meinem Geist ausgießen über alles Fleisch. Eure Söhne und eure Töchter werden prophetisch reden, eure jungen Männer werden Visionen haben und eure Alten werden Träume haben“ (Apg 2,17; vgl. Gal 3,1). Diese Erfahrung haben wir auf dieser Synode gemacht, während wir gemeinsam gegangen sind und auf die Stimme des Heiligen Geistes gehört haben. Er hat uns mit dem Reichtum seiner Gaben überrascht und uns mit seinem Mut und seiner Kraft erfüllt, damit wir Hoffnung in die Welt tragen.“ —

„Wir sind gemeinsam mit dem Nachfolger Petri gegangen, der uns im Glauben gestärkt und in der Begeisterung für die Mission Kraft gespendet hat. Obwohl wir aus kulturell und kirchlich sehr unterschiedlichen Kontexten kamen, haben wir von Anfang an einen spirituellen Gleichklang gespürt, den Wunsch nach Dialog und wahrem Mitgefühl. Wir haben zusammen gearbeitet und uns darüber ausgetauscht, was uns am meisten am Herzen lag, und dabei über unsere Anliegen gesprochen, ohne zu verbergen, womit wir uns schwer tun. Viele Beiträge haben uns im Geiste des Evangeliums bewegt und Mitgefühl in uns geweckt: Wir haben uns als ein Leib gefühlt, der Leid wie auch Freude empfindet. Die Erfahrung der Gnade, die wir erlebt haben, wollen wir mit allen teilen und unseren Kirchen und der ganzen Welt die Freude am Evangelium überbringen.

Dass junge Menschen dabei waren, war etwas Neues: Durch sie erklang die Stimme einer ganzen Generation in der Synode. Während wir mit ihnen zum Grab Petri gepilgert sind, haben wir erlebt, dass Nähe die Voraussetzungen dafür schafft, die Kirche zu einem Ort des Dialogs und des Zeugnisses der Brüderlichkeit werden zu lassen, der uns fasziniert. Durch diese kraftvolle Erfahrung wird jede Mühe und Schwäche überwunden. Denn der Herr sagt uns wieder und wieder: Fürchtet euch nicht, ich bin bei euch.“

Ein Abschnitt am Beginn des Abschlussdokumentes der Jugendsynode, der den Geist und das Besondere dieser Synode erzählt. Nachdem am 14. Dezember die spanische Version des Abschlussdokumentes der XV. Ordentlichen Bischofssynode, die vom 3. -28. Oktober in Rom unter dem Titel „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung“ getagt hatte, veröffentlicht wurde, stellte die Deutsche Bischofskonferenz heute, am 20. Dezember, eine deutsche Übersetzung zur Verfügung.

Das Dokument hat drei Teile, dazu eine Einführung und ein Schlusswort. Das Dokument geht der Erzählung von den Emmausjüngern im Lukasevangelium entlang und nimmt mit auf einen Emmausweg, auf dem das Herz zu brennen beginnen kann.

Ein synodales Ereignis

Die Einleitung, aus der die oben zitierten Abschnitte stammen, beschreibt die Versammlung als ein „synodales Ereignis“ und betont die Anwesenheit der Jugendlichen in der Synodenaula als Neuheit.Weiterhin werden der Prozess der Entstehung des Abschlussdokumentes und sein Bezug zum Vorbereitungsdokument (Instrumentum Laboris) beschrieben.

„Er ging mit ihnen“: so lautet der Titel des ersten Teils, der eine hörende Kirche beschreibt, Schwerpunkte, Identität und Beziehungen beschreibt und was es heißt, heute jung zu sein.

Der zweite Teil, überschrieben mit „Da wurden ihre Aufgen aufgetan“, mit dem Untertitel „Ein neues Pfingsten“, beschreibt die Gabe der Jugend, das Geheimnis der Berufung, die Mission der Begleitung und die Kunst der Unterscheidung.

„Noch in dieser Stunde brachen sie auf“ – „Eine junge Kirche“: Da geht es um missionarische Synodalität der Kirche, im alltag gemeinsam unterwegs zu sein und einen neuen missionarischen Schwung sowie eine ganzheitliche Ausbildung.

Am Schluss ruft das Dokument die Jugendlichen auf, heilig zu sein.

„Durch die Heiligkeit junger Menschen kann die Kirche ihre geistliche Glut und apostolische Kraft erneuern. Der durch das gute Leben so vieler junger Menschen erzeugte Balsam der Heiligkeit kann die Wunden der Kirche und Welt heilen und uns zu jener Fülle der Liebe zurückführen, zu der wir schon immer gerufen sind: Die jungen Heiligen drängen uns, zu unserer ersten Liebe zurückzukehren (vgl. Offb 2,4).“

 

Abschlussdokument der Bischofssynode „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“ (PDF)

Foto Titel : José Luis Filpo Cabana [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons

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