Veröffentlicht am 2016-07-02 In Miteinander für Europa

Wir sind Gottes Programm – Momente des Gebets am Morgen vor der Kundgebung von „Miteinander für Europa“

MITEINANDER FÜR EUROPA – Impressionen von den Ökumenischen Gebeten am 2. Juli 2016 •

Eine Teilnehmerin des Kongresses „Miteinander für Europa“ hat es geschafft, am Morgen des 2. Juli, am Morgen vor der Kundgebung auf dem Stachus – unter freiem Himmel und mitten im Strom einkaufender, bummelnder, telefonierender und fußballbestimmter Fußgänger  – alle sechs Kirchen zu besuchen, in denen sich Christen unterschiedlicher Konfessionen zeitgleich zum ökumenischen Gebet versammelten. Abschluss des Kongresses und geistliches Vorbereiten auf die Kundgebung zugleich.

Die anderen Teilnehmer hatten sich je für eine Kirche entschieden, in denen das Gebet in verschiedenen Sprachen jeweils von mehreren Gemeinschaften und Bewegungen gemeinsam gestaltet wurde.

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Der Segen des Dreifaltigen Gottes in drei Sprachen für drei Völker

So war in der Dreifaltigkeitskirche am Pacelliplatz ein Gebet in Deutsch und Polnisch vorbereitet worden. Doch dann platzten 20 Russen, die sich verlaufen hatten, in dieses Gebet hinein – und die Verantwortlichen waren beweglich genug, um sie spontan einzubeziehen, Übersetzung zu organisieren und ein Zeichen des Miteinander zu setzen, das wohl keiner vergessen  wird. Am Schluss erbaten sie den Segen des Dreifaltigen Gottes in drei Sprachen für drei Völker.

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Das hat Gott Großes an mir getan

Von der angekündigten spanischen Sprache hörte man in der Michaelskirche zwar bis zum Schluss kein Wort, doch bei den musikalischen Beiträgen der Immanuel Lobpreis-Werkstatt  Ravensburg ging auch jedem, der kein Deutsch konnte, das Herz auf.

Vom linken Handgelenk einer Frau, die zum Lobpreis begeistert die Arme hebt, baumeln drei Rosenkränze. Auch ein Miteinander.

Bernd Oettinghaus von der Evangelischen Allianz machte Mut, das Miteinander als „Alternative zur Angst voreinander“ aufzuzeigen. Das konkrete Musik- und Redeprogramm am Nachmittag auf dem Stachus sei nicht entscheidend, sagte er, denn „Wir sind das Programm“. Ausgehend von der Schriftstelle von der Begegnung der beiden Frauen Maria und Elisabeth regte P. Ludwig Güthlein, Leiter der Schönstatt-Bewegung in Deutschland, an, die Tendenz, das Eigene zu schützen  und Mauern immer höher zu bauen, zu überwinden und aufzubrechen zur Begegnung. Dabei gelte es, einfach zu erzählen, was Gott Großes an uns getan habe. Am Schluss fand dieses Begegnen darin Ausdruck, dass alle in kleinen Gruppen mit- und füreinander beteten und einander segneten – für den Aufbruch in die Stadt und die Begegnung mit den Menschen, die „ahnungslos“ am Stachus vorbeilaufen und vielleicht doch von dem einen oder anderen Moment berührt werden würden.

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Mehr Information, Fotos, Videos, Dokumentation: www.together4europe.org

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