Veröffentlicht am 9. März 2016 In Miteinander für Europa

Zeichen der Versöhnung in München

MITEINANDER FÜR EUROPA/Pressestelle •

„500 Jahre Trennung sind genug – Einheit ist möglich!“ Mit diesem Slogan lädt das ökumenische Netzwerk „Miteinander für Europa“ zur nächsten internationalen Begegnung, diesmal in der bayerischen Landeshauptstadt, ein.

Mitgestaltet werden Kongress und Kundgebung von Vertretern der Politik und zahlreichen Kirchenoberhäuptern, unter ihnen Kardinal Kurt Koch aus Rom, Bischof Otfried July vom Lutherischen Weltbund, der rumänisch-orthodoxe Metropolit Serafim Joanta, der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen Olaf Fyske Tveit, Kardinal Reinhard Marx und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

Zentrales Anliegen der Veranstaltung ist, in Zeiten der Krise und inneren Zerrissenheit des europäischen Kontinents ein klares öffentliches Zeichen für Versöhnung und Einheit unter den Christen zu setzen.

Mitarbeiterkongress im Circus Krone Bau

2.400 Gäste aus vielen Ländern Europas kommen dafür zunächst vom 30. Juni bis 1. Juli 2016 zu einem Mitarbeiter-Kongress in den Circus-Krone-Bau: Von der katholischen Schönstatt-Bewegung über die sozialpolitisch aktive Gemeinschaft Sant’Egidio, die Fokolar-Bewegung und zahlreiche CVJM-Gemeinschaften, die orthodoxe Gemeinschaft „Fraternité orthodoxe en Europe occidentale“, bishin zur Freien Christlichen Jugendgemeinschaft von Lüdenscheid – das Spektrum der engagierten Christen deckt eine ungewöhnlich breite Basis ab. Thematisch geht es unter anderem in 19 Foren um Integration und Versöhnung, um die Solidarität mit den Bedürftigen oder christliches Engagement in Grenzregionen. Am Freitag, 1. Juli sind dann zu den 17 öffentlichen Podien auch interessierte Münchner Bürger willkommen. Dazu kommen dann Referenten aus Politik und Kirchen ins Gespräch mit Christen verschiedener Konfessionen: Etwa über die Solidarität zwischen den Generationen mit der deutschen Staatsministerin Emilia Müller, über Nachhaltigkeit und Klimaschutz mit dem ehemaligen Umweltminister und Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen Klaus Töpfer oder über die Bedeutung der christlichen Wurzeln Europas mit Kardinal Reinhard Marx und dem Neuseeländer Jeff Fountain, freikirchlich beheimateter Leiter des Schuman Centre in den Niederlanden.

Kundgebung am Stachus

Am 2. Juli laden die Veranstalter dann zu einer großen Kundgebung an einem der zentralen Plätze Münchens ein: dem Stachus. Das Bühnenprogramm mit Beiträgen von Leitern christlicher Gemeinschaften aus verschiedenen Ländern Europas, Bischöfen, Jugendlichen und Musikbands wird per Livestream im Internet übertragen. Gérard Testard, französischer Vertreter aus dem internationalen Leitungskomitee von „Miteinander für Europa“ freut sich auf die Tage in München: „Wir haben erlebt, dass Einheit in kultureller Verschiedenheit möglich ist. Als Christen bisher getrennter Kirchen haben wir wichtige Schritte der Versöhnung getan und laden nun zu einem weiteren sichtbaren Hoffnungszeichen in München ein. Gerade jetzt, wo Europa in einigen wichtigen Fragen auseinanderdriftet, wollen wir gemeinsam einstehen für Solidarität und Frieden und unser verbindendes christliches Fundament bezeugen.“

 

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Netzwerk unter www.together4europe.org und www.miteinander-wie-sonst.de

Die Initiative „Miteinander für Europa“ ist ein internationales Netzwerk von mehr als 300 christlichen Bewegungen und Gemeinschaften aus ganz Europa. Sie entstand 1999 und verbindet evangelische, katholische, anglikanische und orthodoxe Christen ebenso wie Mitglieder von Freikirchen und neuen Gemeinden. 70 Gemeinschaften bilden den Trägerkreis von „Miteinander für Europa“.

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