Veröffentlicht am 18. November 2018 In Franziskus - Initiativen und Gesten

Der Papst im „Feldlazarett“ auf dem Petersplatz

PAPST FRANZISKUS – WERKE DER BARMHERZIGKEIT•

Am Nachmittag des 16. November, kurz vor dem heute begangenen Welttag der Armen, machte Papst Franziskus einen überraschenden Besuch (er überrascht immer noch….) in der Ambulanz auf dem Petersplatz. Das Gesundheitszentrum wurde auf Initiative des Päpstlichen Rates für die Neu-Evangelisierung anlässlich des Welttages der Armen an diesem Sonntag, dem 18. November, eingerichtet. Anliegen dieses Welttages, den Papst Franziskus im letzten Jahr eingeführt hat, ist es, den Blick konkret und real auf die Ärmsten zu richten. —

„Er ist es, der uns diese Liebe zu den Armen vermittelt“

An diesem Welttag sind wir eingeladen, diesen Worten des Psalms konkrete Gestalt zu geben: »Die Armen sollen essen und sich sättigen« (Ps 22,27). Wir wissen, dass im Jerusalemer Tempel nach dem Opferritus ein Festmahl stattfand. In vielen Diözesen war dies eine Erfahrung, die im vergangenen Jahr die Feier des Welttags der Armen bereichert hat. Viele haben die Wärme eines Hauses gefunden, die Freude eines festlichen Essens und die Solidarität all jener, die in einfacher und brüderlicher Weise das Mahl mit ihnen teilen wollten. Ich möchte, dass auch in diesem Jahr und in Zukunft dieser Welttag im Zeichen der Freude über die wiedergewonnene Fähigkeit zum Miteinander gefeiert wird.

„Es war ein bewegender Moment. Er ist es, der uns diese Liebe zu den Armen vermittelt, diese Aufmerksamkeit für Menschen, die eigentlich Liebe und Zuneigung brauchen“, sagte Giustina Betti, eine der Ärztinnen, die im Gesundheitszentrum arbeitet. „Er hat uns beglückwünscht, weil er mit uns teilnimmt und mit uns diese schöne Erfahrung macht“, fügte sie hinzu, „man erkennt, dass es eine andere verborgene Menschheit gibt, die die Seele berührt“.

Wie „zuhause“ in der Villa 31

„Es ist eine dieser Überraschungen, die Papst Franziskus macht. Ein Besuch, bei dem er von vielen armen Menschen mit verschiedenen Schwierigkeiten, sofort umringt wurde“, erklärte Rino Fisichella, Präsident des Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung, der den Besuch organisiert hatte. „Der Papst begrüßte sie alle, einen nach dem anderen“, sagte Fisichella, „er hörte ihnen zu, er begrüßte die Freiwilligen und ich glaube, dass es wieder einmal eine Geste der großen Solidarität und christlichen Liebe ist, die der Papst als Zeugnis geben wollte“. Und der Papst scherzte mit den Armen, die ihn umringten, hatte alle Zeit der Welt, fragte, hörte zu und fühlte sich sichtlich wohl – so wie bei seinen regelmäßigen Besuchen im Elendsviertel „Villa 31“ in Buenos Aires, von denen die dort lebenden Schönstätter noch immer mit leuchtenden Augen erzählen.

14 Stunden Aktivität pro Tag

Acht Ambulanzen sind im Gesundheitszentrum tätig, das am 12. November eröffnet wurde und 14 Stunden täglich von 8 Uhr morgens bis 22 Uhr abends aktiv ist. Ziel der Einrichtung ist es, den Armen und Bedürftigen kostenlose medizinische Hilfe und Diagnose zu bieten.

 

Botschaft von Papst Franziskus zum Welttag der Armen 2018

„Der Papst hat sich nicht vertan, als er uns bei der Audienz 2014 in der Audienzhalle Paul VI. sagte, wir dürften nicht eine Bewegung sein von Leuten, die „Schäfchen kämmen“, oder  „geistliche Friseure“ sind. Heute ist trotz der Anstrengungen, die viele unternehmen, das Konzept eines „Schönstatt im Herausgehen“ eher eine Grundsatzerklärung als eine effektive Realität.“

 

Brief der Schönstattjugend Chiles (demnächst auch in Deutsch)

 

Con material de Vatican Media

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