Veröffentlicht am 2019-12-16 In Dilexit ecclesiam

Der „offizielle Transportdienst“ der Gottesmutter Maria

BOLIVIEN, Carlos Moyano und Carolina Rivero, mit Paola Cominetti •

Jedes Jahr, wenn sich die traditionelle Wallfahrt zur Jungfrau von Cotoca nähert, wissen wir Schönstätter, dass sich auch unsere kleine und bescheidene Mission nähert, die darin besteht, den Lastwagen zu schmücken und für die Mamita von Cotoca (wie sie hier traditionell heißt) bereit zu stellen, damit sie darauf mit allen ihren Anhängern in diese Stadt fahren kann, die etwa 31 Kilometer von Santa Cruz entfernt liegt. —

Carlos und Carolina erzählen:

Es waren Enzo und Rutty Bagnoli, die Gründer Schönstatts in Santa Cruz de la Sierra,  die es am Anfang auf freiwilliger Basis taten. Sie selbst gingen mit uns, als wir zum ersten Mal das Auto mit der Jungfrau Maria dekorierten. Heute ist es Teil einer Tradition, deren Hintergrund nicht viele Menschen kennen, denn das geschmückte Auto gehört eben einfach dazu. Jedes Jahr versammeln wir uns in der Garage des Hauses, um uns vorzubereiten, kleine Blumensträuße zusammenzustellen, damit sie einen Sockel bekommt, der der Königin unserer Herzen würdig ist. Einige von uns sind nicht so gut im Arrangieren, aber unter der Leitung derjenigen, die es am besten wissen oder Erfahrung auf diesem Gebiet haben, tun wir es mit viel Liebe, jeder trägt bei, was er kann. Unter dem Schatten eines Mangobaums (gerade in dieser Zeit schenkt er uns großzügig seine Früchte, als ob er uns für unsere Arbeit belohnen würde), begannen wir mit der Arbeit: Wir legten als Untergrund einen weißen Stoff auf, arrangierten den Tisch mit Mosy, um die Blumen zu halten, stechen uns immer wieder in die Finger beim Anstecken der kleinen Blumensträuße, wir platzieren sie zusammen mit schönem grünen Laub, bringen Lichterketten auf dem Lastwagen (den ein Schönstatt-Paarseit etwa 9 Jahren für diesen Dienst bereitstellt) an…

Mehr Freude und Ehre als Arbeit

Für uns ist es ein schönes Apostolat, jedes Jahr zusammenzukommen, um dies zu tun, es erfüllt uns mit Freude. Manchmal gibt es viele Hände, manchmal nicht so viele, aber wir sind immer pünktlich fertig, und alles ist perfekt für sie.

Wenn wir könnten, würden wir Rosenblätter bis nach Cotoca auf die Straße streuen, aber wenigstens ihren „Triumphwagen“ mit Blumen zu füllen, stellt unsere Liebe zu ihr dar und macht unendlich viel Freude. Danke, liebe Gottesmutter, dass wir diesen Dienst tun dürfen!

Wie fühlt man sich als „Chauffeur“ der Gottesmutter?

Dazu Paola Cominetti:

Am 7. Dezember, dem Vorabend des Festes der Unbefleckten Empfängnis, rief uns Gott erneut zu einer großen Mission auf, um seine Lieblingstochter in Prozession zusammen mit dem Glauben des Volkes von Santa Cruz zum Heiligtum der Mamita de Cotoca zu bringen.

Schönstatt Santa Cruz hat seit mehr als 20 Jahren die Verantwortung, mit der Gottesmutter von Santa Cruz nach Cotoca zu pilgern. Diese Tradition ist bereits Teil der Familie und stellt eine Ehre dar. Es begann mit dem Gründungspaar der Bewegung in Santa Cruz, Enzo Bagnoli und Ruth Suarez. Sie begannen, die Statue der Gottesmutter in ihrem Van nach Cotoca zu bringen, und dann, wie alles im Leben des Glaubens, wurde die Mission auf meinen Mann, Adrian Castedo, und auf mich übertragen. Seit 10 Jahren nehmen wir zusammen mit einer Vielzahl von Gläubigen, die betend und singend unterwegs sind und unsere „Mamita“ zu ihrem Heiligtum begleiten wollen, an diesem Akt des Glaubens teil.

Gegen halb zehn befindet sich der Van, der für die Beförderung der Jungfrau Maria zuständig ist, in der Kathedrale von San Lorenzo, die mit Blumen geschmückt ist, wie sie will. Nach einem Segen und in Begleitung eines Priesters und zahlreichen Messdienern geht es durch die Straßen von Santa Cruz nach Cotoca. Während der gesamten 31 Kilometer langen Wallfahrt ist es möglich, die Leidenschaft und den Glauben der Menschen zu spüren, die, aus Dankbarkeit und Teil einer lebendigen Tradition, auf Pilgerfahrt gehen, um unserer Mutter Freude zu machen. Wennwir gegen 3:30 Uhr morgens in Cotoca ankommen, warten alle Pilger auf die „Mamita“, um die Eucharistie zu feiern. Wenn sie auf dem Weg zur Kirche vom Van heruntergenommen wird, gehen die Leute mit ihr und tragen die Blumen als Symbol des Glaubens und der Liebe.

In einer Gründungsphase wie derjenigen, die wir in Santa Cruz in derErarbeitung unseres Heiligtums erleben und dazu in Verbindung mit den sehr sensiblen Momenten der politischen Situation des Landes, möchte ich wiederholen: „Nichts ohne dich, nichts ohne uns“. Sie braucht uns und braucht uns mehr denn je.

Original: Spanisch. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

 

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