Veröffentlicht am 17. August 2017 In Dilexit ecclesiam

Evangelium für die Armen: Bischofsweihe von Reinhold Nann

PERU, Manuel Huapaya •

„Danke, Reinaldo, für dein missionarisches Herz, für deine Liebe zu Peru!“

Mit diesen Worten schloss Bischof Salvador Piñeiro, Vorsitzender der peruanischen Bischofskonferenz) seine Predigt am Dienstag, dem 15. August, am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, an dem der Herr uns die Freude der Bischofsweihe eines Mannes schenken wollte, der seit Kindheit an mit ihr im Liebesbündnis lebt. Um 10.00 Uhr morgens wurde Reinhold (Reinaldo) Nann, Diözesanpriester des Erzbistums Freiburg, Deutschland, der seit über 20 Jahren in Peru wirkt und zum Institut der Schönstatt-Diözesanpriester gehört, zum Bischof geweiht.

Option für die Armen

Der Feier mit sehr vielen Teilnehmern standen fast 20 Bischöfe vor, darunter Weihbischof Michael Gerber aus dem Erzbistum Freiburg und der erst kürzlich ernannte Nuntius in Peru, Bischof Nicola Girazolli. Mehr als 50 Priester konzelebrierten, darunter viele Freunde des neuen Bischofs aus ganz Peru und anderen Teilen der Welt sowie eine gute Gruppe von Priesteramtskandidaten.

Bischof Pineiro sagte uns in seiner Predigt: „Wir müssen die Kirche, die manchmal auf dem Weg die Orientierung verliert, begleiten… Jesus ist der Meister, der alle Fragen beantwortet, die innerhalb unseres Herzens sind, und daher ist der Bischof der Bruder, Vater, Freund, der seine Brüder sucht, um ihnen Christus zu zeigen. Er ist bei den Armen, und im Falle von Reinaldo kennen wir sein priesterliches Herz, seinen missionarischen Einsatz, seine Liebe zu Peru und seine Option für die Armen. Ich glaube, Josef Kentenich hatte den folgenden Satz von Pallotti gelernt und übernommen: ‚Man sollte dahin gehen, wohin andere nicht gehen wollen‘, und das hast du getan. Wir müssen Schönstatt und der Gottesmutter, der Mutter, Erzieherin und Königin danken, die dich immer begleiten wird. Heute ist ein Pfingsten, das uns ermutigt und verpflichtet.“

Es war eine Feier voller Gesten und Symbole, mit einem Bild der Gottesmutter von Schönstatt, das bei der Gabenbereitung nach vorn gebracht wurde, und ein Klima großer Freude, doch auch tiefer Andacht, eines Wissens, dass der Herr und seine Mutter uns immer mit Feingefühl und Großzügigkeit anschauen.

„Heute ist ein Feiertag für die Schönstattfamilie von Trujillo. Eines ihrer Lieblingskinder, mein Freund Reinaldo Nann wird zum Bischof geweiht … Dank seiner Einfachheit, Schlichtheit und seinem Engagement für die Bedürftigsten. Er ist ein wahrer Hirte mit Schafsgeruch, so wie Papst Franziskus es fordert. Wir sind glücklich“, so der Kommentar eines Schönstätters aus Trujillo.

Evangelium für die Armen

Vor Abschluss der Feier ergriff der Apostolische Nuntius, Bischof Girazolli, das Wort und sagte, Papst Franziskus habe drei Grüße gesendet: den ersten für die Gemeinschaft von Caravelí, wo Bischof Nann als Hirte wirken werde; der zweite Gruß gelte der Herkunftsfamilie von Bischof  Reinaldo für ihre Hochherzigkeit und Gabe; und der dritte Schönstatt, seiner geistlichen Familie, die ihn von Kindheit an begleitet habe.

Danach sprach auch Bischof Nann: „Ich danke Gott, denn ich weiß, dass er sich für mich entschieden hat; ich danke Maria, denn ich habe mich immer als ihr Kind gefühlt. Ich danke Papst Franziskus; mit ihm möchte ich dafür arbeiten, dass die Kirche menschlicher und weniger weltlich wird; ich möchte wie er eine arme Kirche für die Armen. Darum mein Bischofsmotto: ‚Evangelium für die Armen‘, helfen Sie mir dabei und arbeiten Sie alle in diesem Sinne für mich. Indem ich die Worte des Nuntius aufgreife, ‚Werde niemals anders, Reinaldo‘, möchte ich sagen, dass mein Bischofsstab aus Urwaldholz ist und ebenso mein Ring, der aus Kokos gearbeitet ist“. Bischöfliche Symbole im Zeichen einer armen Kirche mitten im heiligen Volk Gottes.

Schönstattpriester und Freunde der Bewegung

Liebesbündnis im Schönstatt-Heiligtum

Die Feier dauerte bis in den frühen Nachmittag, danach gab es ein festliches Mittagessen im Haus der Gemeinde Nueva Esperanza, wo Reinaldo Nann einige Jahre Pfarrer gewesen war; eine Gemeinde am Rand der Stadt Trujillo. Gegen fünf Uhr nachmittags begann die Feier zur Erneuerung des Liebesbündnisses im Heiligtum von Trujillo, geleitet von Bischof Nann und in Gegenwart von Bischof Piñeiro und zwei weiteren Bischöfen. Dabei bat und fragte er die Schönstattfamilie das, was Pater Kentenich einen Pater  Alex Menningen gefragt hat: „Gehst du mit?“, und die Antwort war ein einstimmiges „Ja!“ Dann ging er zum Altar, um sein Bischofswappen der Gottesmutter zu schenken. Es war schon fast sieben Uhr abends, als wir den Segen durch die Hand des neugeweihten Bischofs der Prälatur Caravelí erhielten.

 

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Kurze Ansprache des neuen Bischofs (spanisch)

Video, Fotos: Manuel Huapaya, Joel Quiroz Bocanegra (Facebook), P Wilber Vélez (Facebook)

 Original: Spanisch, 16.08.2017. Übersetzung: Maria Fischer, schoenstatt.org

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