Veröffentlicht am 2019-12-09 In Franziskus - Botschaft

Jedes ausgegrenzte Kind ist ein Schrei, der zu Gott aufsteigt

DAS VIDEO VOM PAPST, Maria Fischer •

Im Dezember handelt das Video vom Papst von so vielen Kindern, die heute eine ungewisse Zukunft haben, besonders von solchen, die aus verschiedensten Gründen leiden. Franziskus sagt klar und deutlich:  “Jedes ausgegrenzte Kind, jedes misshandelte Kind, jedes sich selbst überlassene Kind, jedes Kind ohne Schule, ohne medizinische Versorgung ist ein Schrei, der zu Gott aufsteigt.” —

Es ist ein Schrei, der sich nicht nur zu Gott erhebt, sondern zu den Herzen vieler Menschen, auch in Schönstatt.

Denken wir mit Dankbarkeit an Maria Ayuda in Chile, Spanien und anderen Ländern, wo Schönstätter und andere Kraft, Zeit und Geld geben, um verlassene, missbrauchte und misshandelte Kinder zu retten.

Denken wir an Dequeni in Paraguay, wo man seit mehr als 30 Jahren für die Ausbildung der bedürftigsten Kinder des Landes arbeitet.

Denken wir an La Nazarena und die Casa del Niño in Florencio Varela und Villa Ballester, Argentinien, wo täglich Hunderte von Kindern mit warme Mahlzeiten, ärztliche Versorgung, Frühförderung und schulische Unterstützung erhalten und wo man sich auch um die Bedürfnisse ihrer Familien aus den villas de miseria kümmert.

Denken wir an Casa Catarina Kentenich in Jaragua, Brasilien, denken wir an Sunrise Village in Indien, denken wir auch an Projekte wie die Josef-Kentenich-Schule in Deutschland, wo Kinder, die sich nicht an das Klima der öffentlichen Schulen gewöhnt haben, einen Ort finden, an dem sie sich entwickeln können.

Aber es geht nicht darum, auf den Lorbeeren auszuruhen. Jedes dieser Projekte braucht Gebet, Hilfe, Spenden. Und viele weitere Kinder brauchen so etwas wie Maria Ayuda, Dequeni, Casa del Niño oder Sunrise Village…

Es ist Zeitzum Handeln!

Die Bitte des Papstes ist in eine Situation der Kindheit eingebettet, die Handeln erfordert. So machen laut UNICEF-Berichten zur weltweiten Lage des Kindes unsere Kleinsten mehr als die Hälfte der 900 Millionen Menschen aus, die von weniger als zwei Dollar pro Tag leben müssen. 2019 wurde erhoben, dass 149 Millionen Kinder unter 5 Jahren unter Wachstumsstörungen leiden. Nicht besser sieht es im Bildungsbereich aus: trotz aller Fortschritte bei den Einschulungen gehen immer noch mehr als 175 Millionen Jungen und Mädchen nicht in die Vorschule – ein Problem, das durch bewaffnete Konflikte verschärft wird, die vielerorts immer länger andauern. Fast 250 Millionen Kinder leben in Ländern oder Regionen, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind, also kaum die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen bieten, die einer normalen Entwicklung und einer vielversprechenden Zukunft förderlich sind.

Es ist Christus, der uns in jedem dieser Kinder ansieht

Im Video betont der Heilige Vater, dass es Christus ist, der uns in jedem dieser Kinder anschaut, Christus, der selbst als hilfloses Kind in die Welt gekommen ist.  Ihnen zu helfen, ihre Leiden zu vermeiden und ihnen Chancen zu bieten, ist ein Weg, ihre Wurzeln nicht abzuschneiden und ihnen Zukunft zu geben.

Beten wir und tun wir etwas dafür, “dass alle Länder beschließen, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit die Zukunft der Kinder Priorität erhält, insbesondere die Zukunft der Kinder, die heute leiden.“

Jedes ausgegrenzte Kind, jedes misshandelte Kind, jedes sich selbst überlassene Kind, jedes Kind ohne Schule, ohne medizinische Versorgung ist ein Schrei, der zu Gott aufsteigt.
In jedem von ihnen ist Christus, der als hilfloses Kind in unsere Welt gekommen ist. Christus ist es, der uns in jedem dieser Kinder ansieht.
Lasst uns beten, dass alle Länder beschließen, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit die Zukunft der Kinder Priorität erhält, insbesondere die Zukunft der Kinder, die heute leiden.

Original: Spanisch, 08.12.2019. Übersetzung: Maria Fischer @schoenstatt.org

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