Veröffentlicht am 23. Juni 2018 In Franziskus - Botschaft, Im solidarischen Buendnis mit Franziskus

Das Weltgebet von Papst Franziskus: Jemen und die Migranten weltweit

BETEN WIR MIT PAPST FRANZISKUS, Redaktion •

Immer mit der Hand am Pulsschlag der Zeit grüßte Papst Franziskus letzten Donnerstag per Twitter „die Spieler und das Publikum der Fußball-Weltmeisterschaft, die heute in Russland beginnt. Ich hoffe, dass sich dieses Sportevent als Gelegenheit der Begegnung und der Brüderlichkeit erweisen wird.“ Während ein Großteil des Interesses der Welt in diesen Wochen auf die Weltmeisterschaft gerichtet ist, nutzte Papst Franziskus am Sonntag, dem 17. Juni, wieder einmal das Angelusgebet, um eine Globalisierung der Solidarität mit Völkern und Personen, die in unserem persönlichen und gemeinschaftlichen Gebet (lies: Fürbitten…) viel zu oft vergessen werden.

Jemen etwa. Der Papst sprach vom “dramatischen Schicksal der Bevölkerung des Jemen, die schon seit Jahren von einem bewaffneten Konflikt heimgesucht wird“, und rief die „internationale Gemenschaft“ auf, „keine Mühen zu scheuen, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu rufen und eine weitere Verschlechterung der schon katastrophalen humanitären Lage zu verhindern.“ „Beten wir für den Jemen“, bat der Papst die Anwesenden, und stimmte dann selbst ein „Gegrüßet seist du Maria“ an.

Weltflüchtlingstag

Wo leben die meisten Flüchtlinge? In Bayern, glaubt man der Rhetorik von dort, oder in America first. Weit gefehlt. Im Libanon, in Jordanien, in Ruanda, in Uganda… Franziskus erinnerte an den Weltflüchtlingstag am letzten Mittwoch, der, so Franziskus, von den Vereinten Nationen geschaffen wurden, „um aufmerksam zu machen darauf, wie, oft in großen Sorgen und Nöten, unsere Brüder und Schwestern leben, die wegen Kriegen und Verfolgungen aus ihren Heimatländern fliehen mussten.“

Der Papst machte darauf aufmerksam, dass in diesem Jahr dieser Tag „mitten in die Beratungen zwischen den Regierungen um ein weltweites Flüchtlingsabkommen fällt, das in diesem Jahr in Kraft treten soll, ebenso wie eines über sichere und geordnete Migration.“ In diesem Sinne wünschte Papst Franziskus, “dass die in diese Prozesse verwickelten Staaten zu einem Übereinkommen kommen, um mit Verantwortung und Menschlichkeit die Unterstützung derjenigen zu sichern, die gezwungen wurden, ihr Land zu verlassen.“

Nähe und Integration

“Und auch jeder persönlich ist gerufen, den Fremden, den Migranten und Flüchtlingen nahe zu sein“, so der Papst, und Momente der Begegnung zu suchen und ihren Beitrag dazu zu werten, dass sie sich besser in die aufnehmenden Gesellschaften integrieren können; in dieser Begegnung und im gegenseitigen Respekt liegt die Lösung so vieler Probleme.“ Kultur der Begegnung ist Bündniskultur, und diese schafft Solidarität.

“Lasst uns mit konkreten Gesten der Solidarität den Weg der Migranten und Flüchtlinge begleiten“, so der Tweet des Papstes am 17. Juni.

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