Veröffentlicht am 2016-07-29 In Franziskus - Botschaft, WJT2016

Das verlangt eine zusätzliche Portion an Weisheit und Barmherzigkeit

FRANZISKUS BEIM WELTJUGENDTAG 2016, von Maria Fischer •

Es war klar, dass das Thema kommen würde. Dafür ist es Papst Franziskus viel zu wichtig und dafür schert ihn politische Korrektheit viel zu wenig. Es kam sofort bei den ersten Worten in Polen und vor der versammelten Regierung, klar und deutlich und zugleich werbend, und es kam in allen großen Medien an diesem 27. Juli 2016:

„Zugleich ist die Bereitschaft zur Aufnahme derer notwendig, die vor Kriegen und Hunger fliehen; die Solidarität gegenüber denen, die ihrer Grundrechte beraubt sind, darunter des Rechtes, in Freiheit und Sicherheit den eigenen Glauben zu bekennen. Gleichzeitig müssen Formen der Zusammenarbeit und Synergien auf internationaler Ebene vorangetrieben werden, um Lösungen für die Konflikte und die Kriege zu finden, die so viele Menschen zwingen, ihre Häuser und ihre Heimat zu verlassen. Es geht also darum, das Mögliche zu tun, um ihre Leiden zu lindern, ohne müde zu werden, klug und beharrlich für Gerechtigkeit und Frieden zu arbeiten und dabei im Handeln die menschlichen und christlichen Werte zu bezeugen”, so Franziskus in seiner Rede im Ehrenhof der Wawelburg vor dem polnischen Präsidenten  Andrzej Duda, Regierungsvertretern, Mitgliedern des Diplomatischen Korps und hochrangingen Vertretern der Gesellschaft.

 

Er erklärt in aller Klarheit wie Schlichtheit, was Europa braucht, was die Welt braucht, in der die Terroristen des sogenannten „Islamischen Staates“ Angst verbreiten und wo Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus wachsen:

Dieses letztere verlangt eine zusätzliche Portion an Weisheit und Barmherzigkeit, um die Ängste zu überwinden und das Optimum zu verwirklichen.

Und dann spricht er von den zwei unterschiedlichen Arten des Gedenkens:

Im täglichen Leben jedes Einzelnen wie jeder Gesellschaft gibt es jedoch zwei Arten von Erinnerung: die gute und die schlechte, die positive und die negative.

Konkret:

Das gute Gedenken ist das, was die Bibel uns im Magnificat, dem Gesang Marias, zeigt, die den Herrn und sein Heilswerk preist. Das negative Gedenken ist hingegen das, was den Blick des Geistes und des Herzens zwanghaft auf das Schlechte fixiert, vor allem auf das, welches die anderen begangen haben.

Thema für eine gute Geisteserneuerung oder eine ganze Tagung zum Thema Selbsterziehung…

VOLLSTÄNDIGER TEXT

Alle Texte, Videos und offiziellen Fotos von der Reise von Papst Franziskus nach Polen anlässlich des XXXI. Weltjugendtags in Krakau (27.-31.Juli 2016)

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